Deskmini: Asrock packt Desktop-Skylake in Mini-STX-Rechner
Asrock hat mit dem Deskmini einen Rechner vorgestellt, der trotz des winzigen Mini-STX-Formats mit einer vollwertigen Skylake-CPU aufwartet. Auch kommende "Kaby Lake"-Chips sollen kompatibel sein.
Beim Deskmini setzt Asrock auf ein Mini-STX-Mainboard, das selbst so manche ITX-Platine wuchtig erscheinen lässt. Trotzdem kommt dort eine vollwerte Desktop-CPU anstelle eines Notebook-Chips zum Einsatz, wie das etwa bei Intels NUC-Plattform der Fall wäre.
Während Mini-ITX-Platinen immerhin 170 mal 170 Millimeter messen, sind Mini-STX-Mainboards nur 147 mal 140 Millimeter groß. Bei ihnen handelt es sich um eine Zwischenstufe zwischen dem ITX- und dem NUC-Format, bei dem Platinen nur noch 102 mal 102 Millimeter messen.
Die Leistung des Deskmini hat Asrock anhand eines Intel Core i3-6100 demonstriert. Der Zweikerner verfügt über eine TDP von 51 Watt, liegt also unter den 65, die Intel für die Plattform als Maximum vorsieht. Damit fällt die Leistung natürlich auch deutlich besser als bei einem Intel Core i7-6500U aus. Ein solcher Chip, wie er häufig bei Klapprechnern zum Einsatz kommt, erreicht im von Asrock veröffentlichten Cinebench-Durchlauf lediglich 323 statt 392 Punkte. Theoretisch sollten sich auch leistungsfähigere Prozessoren aus der i5- und i7-Reihe einbauen lassen, solange sie das TDP-Budget einhalten und vom Rechenzwerg kühlbar bleiben. Auch kommende "Kaby Lake"-Chips sollen kompatibel sein.
Asrocks Mini-Rechner ist insgesamt noch 155 mal 155 mal 80 Millimeter groß. Das reicht laut Hersteller noch für zwei 2,5-Zoll-Laufwerke wie SSDs und einen normalen Kühler. Gemeint sind die üblichen Boxed-Kühler, die man zusammen mit dem Prozessor im Bunde erwirbt. Nachrüstkühler dürften also nur passen, wenn diese ein ähnliches Format haben.
Spieler kommen mit dem Deskmini wohl nicht weit, es sei denn, man begnügt sich mit älteren und Free-to-Play-Spielen. Einen PCIe-x16-Slot wie bei ITX-Platinen gibt es beim Deskmini nämlich nicht. Dafür befinden sich zwei M.2-Slots auf der Platine, über die man eine SSD oder ein Funkmodul mit dem System verbinden kann.
Auch beim Arbeitsspeicher enden die Gemeinsamkeiten mit Desktop-Rechnern und Mini-ITX-Systemen. Dieser lässt sich nur im bei Laptops üblichen SO-DIMM-Format einsetzen. Auf der Platine befindet sich Intels Einsteigerchipsatz H110, der noch auf PCIe 2.0 setzt.
Wann und für welches Geld der Asrock Minidesk in den Handel geht, hat der Hersteller noch nicht kommuniziert. Konkrete Details folgen vermutlich im Rahmen der diesjährigen Computex, die Anfang Juni ihre Pforten öffnet.
Quelle: Asrock

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Funktionieren eigentlich ganz gut und nehmen kaum Platz weg.
Mal sehen ob es generell nur ein Board von ASRock bleibt, oder ob noch andere Anbieter geben wird. Auf jeden Fall läd das Mainboard zu Casemodding ein! Von der Größe her passt es locker in ein Netzteilgehäuse
Das kein Thunderbolt dabei ist ist schade, aber wir sehen hier ja auch nur ein Board mit H110-Chip. Wenn ich es bisher richtig verstanden habe, sollen ja noch B150, Q170 und H170 dazu kommen, vielleicht ist da was dabei.
Ich freu mich drauf
Dachte auf dem ersten Blick, das dies das passende Netzteil für den Mini-STX sei!
Sieht eher aus wie ein Thin-Client. Ne kleine leichte Brot-Box mit zig Kabeln auf dem Tisch, welche dauernd durch die Kabel hin und her rutscht, kenne ich aus der Praxis genug.
Und wie sieht es mit leiser Kühlung im Dauerbetrieb aus?
Bei einem Shuttle war für mich das Ende der Größe für einen Desktop-PC erreicht.
Was nutzt mir sowas kleines wenn man alles extern anschliessen muß!
Wenn es kompakt sein soll, greife ich lieber zu einem Laptop.
Tagebuch zur Cebit 2 16: Die Leiden (und Freuden) eines jungen Redakteurs - Bildergalerie, Bild 4
Thunderbolt 3 und andere flotte Zusatzcontroller Onboard wären allerdings schön gewesen. Möglicherweise setzt der verwendete mobile-PCH hier Grenzen oder schlicht die Preisklasse, in der solche Systeme angeboten werden.