Inno3D: Neues Mining-Komplettsystem mit neun P104-100-GPUs

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Inno3D MC3865-9-104 (6)
Quelle: Inno3D

Inno3D hat erst vor wenigen Tagen eine neue Mining-Karte in Form der P104-100 vorgestellt, jetzt legt der Boardpartner von Nvidia mit einem dazu passenden Komplettsystem nach. Wie bereits bei den vorherigen Mining-Rigs von Inno3D sind insgesamt neun der Beschleunigerkarten für das Schürfen von Krypto-Währungen in diesem verbaut. Zudem gibt es einen mobilen Celeron-Prozessor und 4 GiByte Hauptspeicher.

Nvidias Boardpartner Inno3D hat mittlerweile schon einige Hardware speziell zum Minen von Krypto-Währungen veröffentlicht. Mittlerweile bietet der Hardware-Hersteller insgesamt fünf verschiedene Beschleunigerkarten zum Schürfen an. Passend dazu gibt es auch bereits fertige Mining-Rigs mit insgesamt neun Mining-GPUs, so nun auch für die erst kürzlich vorgestellte P104-100. Das Komplettsystem mit der Bezeichnung MC3865-9-104 verfügt abseits der dedizierten Mining-Karten über die gleiche Grundausstattung wie die bisherigen Mining-Systeme von Inno3D.

Als CPU kommt der mobile Intel Celeron 3865U zum Einsatz, der auf einen speziellen Mainboard mit neun PCI-Express-x16-Steckplätzen (elektrisch je 3.0 x1 am PCH) sitzt. Ebenfalls sind wie bei den anderen Mining-Systemen von Inno3D 4 GiByte DDR4-2133 als Hauptspeicher sowie eine 64 GB fassende M.2-SATA-SSD verbaut. Anschlussseitig gibt es einmal HDMI 1.4, Gigabit LAN, zwei USB-3.0- sowie zwei USB-2.0-Anschlüsse. Windows 10 in der 64-Bit-Version oder wahlweise Ubuntu Linux 64 Bit ist bereits vorinstalliert. Den Strom für die neun Crypto-Mining Accelerators liefert ein 2.200-Watt-Netzteil. Für kühle Hardware sorgen zudem insgesamt zehn vorinstallierte Lüfter mit 9 cm Durchmesser und 4.800 Umdrehungen pro Minute. Inno3D wird damit den Ansprüchen gerecht, denn sonderlich viel CPU-Leistung oder RAM brauchen die allermeisten Miner nicht. Die Lautstärke ist zudem weitgehend egal, da die Hardware üblicherweise abgestellt wird.

Leistungstechnisch zieht das MC3865-9-104-Komplettsystem am nächstschwächeren System mit P106-100 Beschleunigerkarten vorbei, allerdings stimmen Angaben auf Inno3Ds offizieller Produktseite und Pressemitteilung nicht überein. So gibt der Hersteller in der Pressemitteilung eine Ethereum-Hashrate von 330 MH/s an, auf der Produktseite sind es allerdings lediglich 310 MH/s. Nimmt man letzteren Wert als Grundlage beträgt die Mehrleistung immerhin noch 40 Prozent. Hinsichtlich ZCash werden via Pressemitteilung 4.500 Solutions pro Sekunde angegeben, auf der Webseite sind es 4.300 Sol/s. Gegenüber dem Komplettsystem mit P104-100-Beschleunigerkarten sollte also mindestens mit einer Steigerung für über 50 Prozent zu rechnen sein. Anders verhält es sich bei Monero. Hier bringt das nächstschwächere Mining-Rig 7.000 H/s auf die Waage. Beim MC3865-9-104 sind es lediglich 6.000 H/s.

Die P104-100-Beschleunigerkarten verfügen über 1.920 aktive Shader und damit über genauso viele wie die Geforce GTX 1070. Im Gegensatz zur Gaming-Schwester nutzt Inno3Ds P104-100 jedoch 8 GiByte GDDR5X-11-Gbps-Speicher (für 10 Gbps von Micron spezifiziert, auf 11 übertaktet). Um die Nachteile der Speicherverwaltung von GDDR5X gegenüber GDDR5 auszugleichen, werden pro Chip nur 512 MiByte statt 1 GiByte angesprochen (insgesamt 4 GiByte). Nutzer können das Mining-System vor allem durch eine Begrenzung der Powerlimits und ein weiteres RAM-OC effizienter machen.

Informationen zum Preis des neuen Mining-Komplettsystems sowie zur Verfügbarkeit gibt es seitens Inno3D derzeit noch nicht.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Amon Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es gibt mittlerweile ein paar Währungen mit guter Umweltbilanz. Gridcoin beispielsweise nutzt für Proof-of-Work-Rechenlast wissenschaftliche Aufgaben aus dem BOINC-Netzwerk (großer Bruder von SETI@home), die ohnehin berechnet werden müssen und setzt ansonsten auf Proof of Stack, für das es an Stelle von Mining-Rigs schlicht ein prall gefülltes Wallet braucht. Allerdings haben diese alternativen Coins größtenteils Werte im Cent-Bereich und werden daher von spekulationsfreudigen Investoren ebenso ignoriert, wie von Zahlsystemen diverser Shops.
        Also das mit dem großen Bruder von SETI@home passt ja mal gar nicht. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. S@h war zugegebenermaßen das erste Distributed Computing Projekt, damals über die Screensaver Anwendung für das normale Windows oder den Textclient für Linux und die NT Kernel basierten Windows Versionen. Als dann verschiedene andere Projekte jeweils mit eigener Anwendung kamen hat sich irgendwann jemand in Berkeley die Arbeit gemacht BOINC als gemeinsame Plattform für alle zu entwickeln. BOINC steht nicht umsonst für Berkeley open Infrastructure for Network Computing.

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      • Von Amon Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es gibt mittlerweile ein paar Währungen mit guter Umweltbilanz. Gridcoin beispielsweise nutzt für Proof-of-Work-Rechenlast wissenschaftliche Aufgaben aus dem BOINC-Netzwerk (großer Bruder von SETI@home), die ohnehin berechnet werden müssen und setzt ansonsten auf Proof of Stack, für das es an Stelle von Mining-Rigs schlicht ein prall gefülltes Wallet braucht. Allerdings haben diese alternativen Coins größtenteils Werte im Cent-Bereich und werden daher von spekulationsfreudigen Investoren ebenso ignoriert, wie von Zahlsystemen diverser Shops.
        Also das mit dem großen Bruder von SETI@home passt ja mal gar nicht. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. S@h war zugegebenermaßen das erste Distributed Computing Projekt, damals über die Screensaver Anwendung für das normale Windows oder den Textclient für Linux und die NT Kernel basierten Windows Versionen. Als dann verschiedene andere Projekte jeweils mit eigener Anwendung kamen hat sich irgendwann jemand in Berkeley die Arbeit gemacht BOINC als gemeinsame Plattform für alle zu entwickeln. BOINC steht nicht umsonst für Berkeley open Infrastructure for Network Computing.

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      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Xaipe
        Hoffentlich verschwinden Cryptowährungen sehr schnell wieder vom Markt... Die Umweltbilanz ist fatal und wirklich handfeste Vorteile im realen Leben bieten sie auch nicht.
        Es gibt mittlerweile ein paar Währungen mit guter Umweltbilanz. Gridcoin beispielsweise nutzt für Proof-of-Work-Rechenlast wissenschaftliche Aufgaben aus dem BOINC-Netzwerk (großer Bruder von SETI@home), die ohnehin berechnet werden müssen und setzt ansonsten auf Proof of Stack, für das es an Stelle von Mining-Rigs schlicht ein prall gefülltes Wallet braucht. Allerdings haben diese alternativen Coins größtenteils Werte im Cent-Bereich und werden daher von spekulationsfreudigen Investoren ebenso ignoriert, wie von Zahlsystemen diverser Shops.
      • Von shadie Volt-Modder(in)
        Und da geht die Verfügbarkeit der GTX 1070 dahin / und da meines Wissens nach ja der Speicher der 1080 verwendet wird / deren Verfügbarkeit gleich mit.

        So lange man Strom in anderen Ländern für nen Appel und nen Ei bekommt.
        Und die "Währungen" stetig im Wert steigen wird das aber nicht aufhören.

        Ich verstehe die Leute ja auch, aus nichts Geld erschaffen, wer will das nicht?

        Aber die Umweltbilanz ist katastrophal und die Verfügbarkeit und Preise der GPU´s wird dadurch ebenfalls beeinträchtigt.

        Mich juckt letzteres aktuell weniger, ich sitze auch noch eine weitere Generation aus.....sehe es nicht ein für ein Produkt 25-50% vom eigentlichen Wert zu zahlen nur weil aktuell eine Kundengruppe den preis wegen steigender Nachfrage in die Höhe treibt.

        Da stecke ich die "übrig bleibende Kohle" dann doch lieber ins Moped...die werden von Jahr zu Jahr preiswerter
      • Von Xaipe Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hoffentlich verschwinden Cryptowährungen sehr schnell wieder vom Markt... Die Umweltbilanz ist fatal und wirklich handfeste Vorteile im realen Leben bieten sie auch nicht.
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