Intel Kaby Lake G mit Vega und Hudson-Canyon-NUCs vorgestellt
Intel hat die CES 2018 genutzt, um die Prozessoren vom Typ Kaby Lake G sowie die beiden eigenen Produkte Intel NUC offiziell vorzustellen, in denen jeweils das schnellste Modell seiner TDP-Klasse verbaut ist. Insgesamt soll es fünf Prozessormodelle geben.
Nachdem die Präsentation zu Kaby Lake G bereits gestern durchgesickert war, hat Intel die Prozessoren der achten Core-Generation mit Radeon-GPU nun offiziell gemacht. Erstmals zum Einsatz kommen sie in "Hades Canyon", Intels neuen NUC-Geräten. Konkret nennt man die Modelle NUC8i7HNK und NUC8i7HVK. In Letzterem steckt die schnellste Ausbaustufe von Kaby Lake G (Core i7-8809G) mit vier Kernen, SMT, 3,1 GHz Basistakt, 4,2 GHz Turbotakt und der besagten Radeon Vega M GH mit 24 Compute Units (1.536 Shader) und 4 GiByte HBM2 (1.024 Bit). Sie ist mit 1.063 bis 1.190 MHz getaktet - je nach Lastszenario des mit 100 Watt TDP spezifizierten Prozessors. Das geht soweit, dass sogar einzelne Compute-Units abgeschaltet werden können.
Die Anbieter haben neben dem eben erwähnten Topmodell i7-8809G auch die Wahl, den i7-8705G zu verbauen. Während die CPU kaum langsamer ist, ist es die Radeon Vega M GL deutlich: Hier kommen nur 20 Compute Units (1.280 Shader) zum Einsatz, die mit Taktraten von 931 bis 1.011 MHz zu Werke geht. Der Speicher bleibt gleich. Auf dem Papier ist die GPU damit knapp 40 Prozent langsamer, was sich in einer gesenkten TDP auf 65 Watt bemerkbar macht. Insgesamt werden in der 65-Watt-Klasse drei sich wenig unterscheidende Modelle angeboten.
Laut Intel reicht das flotte NUC NUC8i7HVK für VR-Anwendungen. Laut Intel sind vergleichbare Nvidia-Lösungen bei gleicher Leistungsaufnahme aber auch langsamer. Ob die PR-Weisheiten stimmen, wird sich erst im März nach Benchmarks zeigen, auch wenn Intel bereits eigene mitliefert. Schweigsam war die PR zu weiteren Anwendungsszenarien der Kaby Lake G, aber man darf wohl davon ausgehen, dass sie schnell in anderen Produkten auftauchen. Denkbar sind vor allem AIO-Geräte diverser Anbieter und natürlich Apple, aber auch Notebooks.
Quelle: Intel
Intel Kaby Lake G und Hudson-Canyon-NUCs vorgestellt (15)
Konkrete Preise zu den CPUs nannte Intel keine. Man darf aber davon ausgehen, dass der Unterschied der beiden wichtigen CPU-Modelle bei rund 200 US-Dollar liegt, denn Intel nannte Gesamtpreise für die ansonsten gleich ausgestatteten NUCs von 800 bzw. 1.000 US-Dollar.
Zu deren Standard-Repertoire gehören zwei Gigabit-Ethernet-Ports via i219-LM und i210-AT, WLAN via AC8265, zwei M.2-Slots (max. M2280), zwei SO-DIMM-Slots, zwei HDMI-2.0a-Anschlüsse sowie zwei Mini-Displayport-1.4-Anschlüsse. Alle sind in der Lage, UHD mit min. 60 Fps auszugeben. Außerdem gibt es zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse im Format USB Typ C, über die sich auch das Displayport-Signal abgreifen lässt. Die Audio-Anschlüsse werden von einem Realtek ALC700 befeuert. Wie üblich werden die Geräte ohne SSD und RAM ausgeliefert. Von Letzterem lassen sich maximal 32 GiByte DDR3-2400 installieren. Verpackt ist alles in einem 221 × 142 × 39 mm großen Gehäuse.
| NUC8i7HVK | NUC8i7HNK | |
|---|---|---|
| CPU | Intel Core i7-8809G | Intel Core i7-8705G |
| GPU | Radeon RX Vega M GH | Radeon RX Vega M GL |
Ist damit das Kaufinteresse geweckt, lassen sich im Detail zahlreiche weitere Entdeckungen machen. Etwa beim kritischen Budget an PCI-Express-Lanes. Intel bindet zum Beispiel USB 3.1 Gen 2 und den SDXC-Controller direkt an die CPU an, um den DMI des PCH zu entlasten. Damit sind die Optionen aber auch schon aufgrund der begrenzten Teilungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Weiteres interessantes Detail ist, dass die Intel-iGPU von Kaby Lake aktiv bleibt und Funktionen wie Quicksync und Play Ready 3.0 bereitstellt. Die Video-Anschlüsse werden aber allesamt von der mit 8 PCI-E-3.0-Lanes angebundenen Radeon gespeist. Aufgrund des Custom-Designs von AMD muss auch ein spezieller Treiber her. Der kommt komplett von Intel - natürlich mit Teilen von AMD-Code. Was die Kombination (noch) nicht kann, ist eine Art Nvidia Optimus, wo frei gewählt werden kann, welche Anwendung wo läuft.
Während es zunächst nur die beiden genannten NUC-Geräte geben wird, sollen insgesamt fünf Prozessoren von Kaby Lake G im BGA-Format angeboten werden, die vornehmlich in die beiden TDP-Klassen getrennt sind und sich sonst nur gering unterscheiden. Eines der beiden gleichen 100-Watt-Modelle soll übertaktbar sein.
| C/T | Takt (GHz) | L3-Cache | RAM | TDP | Vega M | Takt (MHz) | HBM2 | Multi | VPro | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| i7-8809G | 4/8 | 3,1-4,2 | 8 MiByte | DDR4-2400 | 100 W | GH 24 CUs | 1.063-1.190 | 1,6 GHz | X | - |
| i7-8709G | 4/8 | 3,1-4,1 | 8 MiByte | DDR4-2400 | 100 W | GH 24 CUs | 1.063-1.190 | 1,6 GHz | - | - |
| i7-8706G | 4/8 | 3,1-4,1 | 8 MiByte | DDR4-2400 | 65 W | GL 20 CUs | 931-1.011 | 1,4 GHz | - | X |
| i7-8705G | 4/8 | 3,1-4,1 | 8 MiByte | DDR4-2400 | 65 W | GL 20 CUs | 931-1.011 | 1,4 GHz | - | - |
| i5-8305G | 4/8 | 2,8-3,8 | 6 MiByte | DDR4-2400 | 65 W | GL 20 CUs | 931-1.011 | 1,4 GHz | - | - |

Quelle: heise online - IT-News, Nachrichten und Hintergrunde
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Erster Test: NUC-Mini-PC mit Intel-AMD-Kombiprozessor entfacht brachiale 3D-Spieleleistung |
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Intel durchbricht das und bringt nun alte Kaby Lake 4 Kerner mit 8000er Nummer, nur weil die Grafikeinheit eine andere ist.
Beschiss ohne Ende. Aber von Intel ist man das ja inzwischen gewohnt.
Oder vergesse och gerade ein ach-so-tolles feature?
Aber habe mir mittlerweile selbst etwas gebastelt, ist zwar größer aber hab ja Platz
Beschiss ohne Ende. Aber von Intel ist man das ja inzwischen gewohnt.