Die Geforce RTX 5090 ist das neue Nonplusultra, aber spielt der Preis wirklich keine Rolle?
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Nach dem Test wurde die Geforce RTX 5090 wie erwartet als beste Gaming-Grafikkarte bestätigt, die RTX 4090 vom Thron gestoßen. Der Startpreis ist aber noch einmal deutlich höher als beim Vorgänger - worin Nvidia kein Problem sieht.
Auf dieser Seite
- 1 RTX 5090 ist das neue Gaming-Flaggschiff
- 2 Das größte Feature-Set im Geforce-Universum
- 3 Spielt Preis keine Rolle?
- 4 Pro+ Showcase: Gaming-PC mit Ryzen 7 7700X und RTX 4070 Ti Super
- 5 PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
- 6 Ultra Showcase: Gaming-PC mit Ryzen 7 9800X3D und RTX 4080 Super
Mehr als zwei Jahre lang dominierte die Geforce RTX 4090 den GPU-Markt: Keine andere Gaming-Grafikkarte bot mehr Rechenleistung, mehr Speicher oder mehr Features. Sowohl die interne Konkurrenz in Form der RTX 4080 (Super) als auch die Radeon RX 7900XT(X) hatte das Flaggschiff klar im Griff. Nachdem Intels Arc-Serie zwar zuletzt mit den Modellen B580 und B570 Achtungserfolge erzielt hat, aber noch nie im High-End-Segment mitmischte und AMD mit der Radeon RX 9070 (XT) inzwischen auch kleinere Brötchen backt, konnte sich Nvidia mit der RTX 5090 eigentlich nur selbst schlagen.
RTX 5090 ist das neue Gaming-Flaggschiff
Mit der Geforce RTX 5090 ist das Nvidia unter dem Strich souverän gelungen: In Full HD bremsen selbst in grafisch anspruchsvollen Spielen oft die derzeit schnellsten Prozessoren vom Schlage eines Ryzen 7 9800X3D, sodass ein Vergleich in 4K UHD am sinnvollsten erscheint: Mit klassischem Rasterizing setzt sich die neue Grafikkarte im Durchschnitt um 28 Prozent von der RTX 4090 ab, bei Raytracing-Benchmarks ermittelten wir ein Plus von 26 Prozent. In der Königsdisziplin und dem wohl ersten Pathtracing-Leistungsindex der Welt ermittelten wir eine Mehrleistung von durchschnittlich 27 Prozent. Das mag keine Leistungsexplosion sein, wie sich noch von neuen GPU-Generationen in der Vergangenheit entfesselt wurde, ein konkurrenzlos schnelles Angebot ist es aber in jedem Fall, wie sich in unserem Test der Geforce RTX 5090 nachlesen lässt.
Das größte Feature-Set im Geforce-Universum
Außerdem hat Nvidia ja noch einen Trumpf in der Form von DLSS 4 inklusive Multi Frame Generation in der Hinterhand. Für DLSS 4 nutzt Nvidia ein neues KI-Modell und wechselt vom bisher genutzten Convolutional Neural Network (CNN) auf ein Transformer-Modell, das nicht nur eine höhere Qualität bieten, sondern auch mehr Potenzial für zukünftige Verbesserungen bieten soll. Im Test zeigte sich, dass DLSS 4 ähnlich wie DLSS 3 in der Anfangszeit noch Artefakte zeigt, die mit zunehmender Trainingszeit verschwinden dürften, aber hohes Potenzial aufweist und stark von schnellen Monitoren profitiert. Der Ersteindruck im DLSS4-Test von PCGH war auf jeden Fall "erfreulich gut".
Spielt Preis keine Rolle?
So toll die Geforce RTX 5090 sein mag, mit Preisen ab 2.329 Euro spielt sie in einer Liga, in der man statt einzelner Grafikkarten bereits gut ausgestattete Gaming-PCs kaufen kann. Sie toppt damit noch einmal den Launch-Preis der RTX 4090 von 1.949 Euro deutlich. Angesprochen auf die Preisgestaltung gab Nvidia-CEO Jensen Huang daher auch schon bekannt, dass "sich jemand einfach für das Beste entscheidet, wenn er das Beste möchte" und gab zu verstehen: "Unsere Enthusiasten werden sich nicht mit etwas ein wenig Besserem zufriedengeben oder an 100 $ sparen und ein billigeres Modell wählen."
Auch andere in den vergangenen Tagen getätigte Aussagen des berühmten Lederjackenträgers lassen keinen Zweifel daran, dass Nvidia sich vollends bewusst darüber ist, dass die Geforce RTX 5090 kein Produkt für die Masse ist, sondern High-End-Gamer mit großem finanziellen Spielraum. Der Preis ist kein "Unfall", sondern wohlkalkuliert und wird angesichts dessen, dass die Nachfrage das Angebot wohl derzeit übersteigt, bei Partner-Modellen vermutlich vorerst eher die Richtung nach oben einschlagen. Bereits jetzt wollen Scalper mit ersten Listungen Profit mit der knappen Verfügbarkeit machen.
Wer aber nicht über 2.000 Euro nur für eine Grafikkarte ausgeben, sondern dafür einen ganzen Gaming-PC kaufen möchte, hat zum Glück aber weiterhin viele spannende Optionen. Wie so eine Konfiguration aussehen könnte, stellen wir Ihnen im Folgenden beispielhaft anhand zweier PCGH-PCs vor, die exakt so oder nach Ihren Wünschen modifiziert, bei unserem Partner Dubaro erworben werden oder Ihnen als Bauvorschläge dienen können.
Pro+ Showcase: Gaming-PC mit Ryzen 7 7700X und RTX 4070 Ti Super
In diesem Rechner ist der Achtkernprozessor AMD Ryzen 7 7700X verbaut, der dank des Sockel-AM5-Mainboards Gigabyte B650E Aorus Elite X Ice alle modernen Standards wie PCI-Express 5.0 und DDR5-RAM unterstützt. Von Letzterem verbauen wir 32 GiByte DDR5-6000-RAM mit CL 30 aus der Serie Kingston Fury Beast RGB. Die CPU-Kühlung übernimmt ein Deepcool AK620 Digital mit RGB-LED-Beleuchtung und Display mit Echtzeit-Statusanzeige.
Als Grafikkarte kommt im PCGH Pro+ Showcase Gaming-PC die Nvidia Geforce RTX 4070 Ti Super mit 16 GiByte Speicher zum Einsatz. Als SSD kommt die 2 TB fassende Kingston NV3 zum Einsatz, die 6.000 MB/s beim Lesen und 5.000 MB/s beim Schreiben von Daten erreicht. Die Energieversorgung übernimmt das MSI MAG A850GL mit 850 Watt. Beim Gehäuse handelt es sich um ein Phanteks XT View TG in Weiß, mit dem sich der Innenraum dank großer Fenster vorne und seitlich gut in Szene setzen lässt. Käufer dieses 2.100 Euro teuren Gaming-PCs erhalten zudem die Wärmeleitpaste PCGH Gear Carbonite Ultra sowie einen Gutschein für ein PCGH-Sonderheft als Extras dazu.
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Ultra Showcase: Gaming-PC mit Ryzen 7 9800X3D und RTX 4080 Super
In diesem PC kommt der Achtkerner Ryzen 7 9800X3D zum Einsatz, der dank besonders großem L3-Cache und der neuesten AMD-Architektur die derzeit schnellste Gaming-CPU ist. Gekühlt wird der AMD-Prozessor im PCGH Ultra Showcase 9800X3D Gaming-PC vom Deepcool AK620 Digital samt ARGB-Beleuchtung und einer in die Kühlerabdeckung integrierten Anzeige. Als Mainboard kommt das Asus ROG Strix B650E-F Gaming Wifi zum Einsatz, beim Speicher setzen wir auf 32 GiByte DDR4-6000-RAM mit CL 30 aus der Reihe Kingston Fury Beast.
Bei der Grafikkarte handelt es sich um eine Geforce RTX 4080 Super mit 16 GiByte Grafikspeicher, die auch nach dem Debüt der RTX 5090 immer noch eine der schnellsten Grafikkarten auf dem Markt ist. Für das Betriebssystem und Anwendungen steht eine 2 TByte fassende Kingston NV3 zur Verfügung. Die Energieversorgung übernimmt ein 850 Watt starkes MSI MAG A850GL. Die PC-Behausung Be quiet! Light Base 600LX bietet besonders viele Möglichkeiten, lässt sich zum Beispiel hochkant oder waagrecht betreiben und im Inneren invertieren. Der für 2.750 Euro erhältliche Gaming-PC enthält als Extra das Wärmeleitmittel PCGH Gear Carbonite Ultra samt Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Dubaro Ihren Wünschen anpassen.
Quelle: PCGH
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Die Menschen, die nicht aufs Geld achten müssen, sind wahrscheinlich in der Minderheit.
Auch wenn ich gutes Geld in mein Hobby stecken kann, so sind mir manche Preisvorstellungen der Hersteller einfach zu abgeschmackt.
Mein Interesse an der 5090 war geweckt - bis die UVP kam !!!!
Und ja, man muss im Leben immer Prioritäten setzen.
Wer allerdings für den Kauf seiner Graka unter einer Brücke pennen muss, hat wohl seine Prioritäten offensichtlich falsch gesetzt... Nebenbei, wo kriegt man unter der Brücke den Strom für den PC her?