Keine Gaming-PCs mit Sockel AM4 mehr? Warum wir bei den PCGH-PCs neue Wege gehen
Seit heute gibt es die PCGH-PCs bei unserem neuen Partner Krotus Computer. Damit präsentieren wir auch ein neues Line-up, bei dem wir alte Zöpfe abgeschnitten und uns vom Sockel AM4 verabschiedet haben - hier mehr zu den Hintergründen.
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Seit 2008, als der erste PCGH-PC auf dem Markt kam, ist Krotus Computer erst der dritte Partner, bei dem es die auf den Empfehlungen der Redaktion basierenden Gaming-PCs zu kaufen gibt. Krotus Computer hat sich inzwischen als Fertiger von qualitativ hochwertigen Rechnern für jeden Geldbeutel etabliert und legt neben Leistungs- und Stabilitätstests sowie angepassten Lüfterkurven auch Wert auf Details wie Aktualität bei UEFI-Versionen, Windows-Updates und Treibern. Da Kunden die Systeme im umfangreichen PC-Konfigurator ihren eigenen Wünschen anpassen können und Krotus Computer bei Bedarf auch individuell berät, steht dem persönlichen Traum-PC zum fairen PC kaum etwas im Wege.
Kein PCGH-PC mit Sockel AM4 mehr
Aufmerksamen Lesern wird womöglich aufgefallen sein, dass es im aktuellen PCGH-PC-Sortiment gerade im unteren Preisbereich Veränderungen gibt. Das liegt im Wesentlichen daran, dass wir uns dazu entschieden haben, weniger Kompromisse einzugehen und auch bei den günstigsten Gaming-PCs eine höhere Zukunftssicherheit zu bieten. Um es konkret zu machen: Es gibt aktuell zum Beispiel keinen Rechner mehr im Sortiment, der auf AMDs Sockel AM4 setzt.
Dafür gibt es mehrere Gründe: Es existiert mittlerweile kein nennenswerter Preisunterschied zwischen DDR4- und DDR5-RAM mehr: 32 GiByte DDR4-3600 sind im PCGH-Preisvergleich ab ca. 70 Euro gelistet, für ca. 80 Euro erhält man bereits 32 GiByte DDR5-6000. Da DDR5-Arbeitsspeicher in großem Umfang von allen Herstellern gefertigt wird, während das DDR4-Angebot zurückgeht, spricht bei einem Neukauf immer weniger für den technisch unterlegenen, alten Speicherstandard.
5700X3D-Preis geht in die falsche Richtung, CPU-Nachschub fehlt
Dazu bietet der Sockel AM4 keine attraktiven Aufrüstmöglichkeiten: Prozessoren wie der Ryzen 5 5600(X) oder Ryzen 7 5700X3D bieten zwar unzweifelhaft viel Gaming-Leistung fürs Geld, gehören aber auch der letzten CPU-Generation für diesen Sockel an. Anders sieht es etwa beim im PCGH-Allround-PC RX9060XT-Edition V2 verbauten Ryzen 5 7500F aus. Er liegt preislich und leistungstechnisch zwischen den genannten AM4-Modellen, kann aber bei Bedarf ohne Mainboard-Wechsel und RAM-Tausch gegen eine extrem schnelle Gaming-CPU wie den Ryzen 7 9800X3D ausgetauscht werden - übrigens auch einer der Gründe, warum wir bei diesem PC auf das solide Asus TUF Gaming B650E-Wifi und nicht etwa ein Billig-Board ohne MOSFET-Kühler o. ä. setzen.
Dazu kommt die Preisentwicklung bei den Prozessoren, welche die Attraktivität des Sockel AM4 ebenfalls reduziert. Der beliebte Ryzen 7 5700X3D beispielsweise war im Herbst 2024 für rund 170 Euro zu bekommen, ist seitdem aber deutlich im Preis gestiegen und kostet aktuell rund 220 Euro. Der von uns verbaute Ryzen 5 7500F hingegen lag im vergangenen Herbst bei etwa 150 Euro und verteuerte sich zum Jahresende auf 160 Euro, ist nun aber zu Preisen ab rund 130 Euro erhältlich. Oder anders gesagt: Die Preisdifferenz von ca. 20 Euro ist seit Herbst 2024 zu einem Preisaufschlag von ca. 90 Euro angewachsen.
Fazit - letzte Chance für den Sockel AM4 bei den PCGH-PCs?
Für Gamer, die bereits ein Sockel-AM4-System besitzen, lohnt es sich oft, durch ein Upgrade wie mehr RAM oder einen schnelleren CPU die Systemleistung zu erhöhen und den Zeitpunkt eines Plattformwechsels hinauszuschieben. Bei einem Neukauf führen Trends wie eine Verknappung des DDR4-Angebots und Preissteigerungen beim Ryzen 7 5700X3D aber dazu, dass es aus unserer Sicht immer weniger Gründe gibt, zur Sockel-AM4-Plattform zu greifen, die mangels CPU-Nachschub oder auch der Abwesenheit von PCI-Express 5.0 ihr hohes Alter immer weniger verbergen kann.
Trotzdem: eine kleine Hintertür möchten wir uns noch offenstehen lassen. Aktuell gibt es keinen PCGH-PC mehr im Preisbereich bis 1.000 Euro, was PC-Spieler mit einem besonders knappen Budget stören könnte. Daher die Frage an Sie: Vermissen Sie einen Preisbrecher im Portfolio, etwa mit Ryzen 5 5600(X) und einer günstigeren Grafikkarte als der AMD Radeon RX 9060 XT 16 GB? Lassen Sie es uns gerne in den Kommentaren wissen.
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
Quelle: PCGH
Keine Gaming-PCs mit Sockel AM4 mehr? Warum wir bei den PCGH-PCs neue Wege gehen
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.


Die Unterschiede sind grad so Messbar, mehr aber auch nicht. Sehe das "Feature" nicht als Mehrwert, wenn es nichts bringt... höchstens als Preistreiber um Mainboards noch teurer zu machen.
Solange PCGH mit 5200 MHz bzw. 5600 MHz Ram die CPUs testet, fällt es Schwer die Ergebnisse Ernst zu nehmen.
Da 6400 MHz eigentlich der Sweet Spot sind. Herstellervorgaben hin oder her. Denn ihr verkauft Schließlich 6400er Ram mit den Krotus PCGH PCs! Sowie der Power Build in der August Ausgabe beinhaltet auch 6400 MHz! Checkt Ihr?
Der 5800X3D mit DDR4 3200 MHz kommt dem 14700K mit DDR5 5600 MHz schon sehr nah (Siehe Core Ultra 9 285K PCGH Test, Cyberpunk PL). Hat man noch DDR4 3600er CL16 rum liegen, wirds dann noch Enger. Die gering vorhandenen Vorteile von DDR5 sind nicht dem Preis entsprechend und stehen in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung.
4x8GB DDR3 Sticks kosten derzeit 45,56€ (Patriot Viper 3 schwarz UDIMM 8GB, DDR3-1600, CL10-10-10-27 (PV38G160C0)) für 32GB DDR4 3600er CL 16 bezahlt der Endkunde das doppelte, ca. 90€! DDR5 6400 CL30 140€!
Dazu kommt noch die künstliche Verknappung der Hersteller, die ihre Chips teurer verkaufen, und damit DDR5 Attraktiver machen wollen, indem man künstlich die DDR4 Preise in die Höhe treibt!
Auch bei DDR5-RAM hat man abgesehen von den technischen Vorteilen in einigen Jahren eine wesentlich bessere Aufrüstsituation. Derzeit sind im PCGH-Preisvergleich beispielsweise nur noch 28 DDR3-Kits mit mind. 32 GiByte Kapazität gelistet. Von denen sind aber viele nicht auf Lager und die meisten kosten mehr als einfache DDR4-3600-Kits, bei DDR4-Kits mit der gleichen Kapazität kann man hingegen aus 489 Einträgen wählen.
Dazu kommt, dass der 14600KF nicht nur günstiger, sondern auch schneller ist als der 5700X3D. In Spielen setzt er sich mit einem PCGH-Index-Wert von 81,6 % ab (5700X3D: 71,0 %), in Anwendungen ist er mit 60,4 % vs. 41,7 % sogar deutlich überlegen. Die Mehrleistung sorgt natürlich auch dafür, dass man länger mit der CPU auskommt und es daher eher zu verschmerzen ist, dass man für eine neue CPU-Generation ein neues Mainboard benötigen wird. Entscheidet man sich dazu, Mainboard und CPU zu tauschen, hat man zudem wesentlich bessere Möglichkeiten, den verbauten DDR5-Speicher weiter zu nutzen, während es für DDR4-RAM schon heute keine aktuelle Plattform mehr gibt.
Wenn die Energieeffizienz an oberster Stelle steht, ist der 7600X3D natürlich "der klare Gewinner", allerdings auch ein klarer Verlierer, wenn man auf die gebotene Leistung blickt: Der 265KF ist in Spielen schneller (84,6 % vs. 77,7 %) und in Anwendungen in einer ganz anderen Liga unterwegs (78,2 % vs. 42,0 %). Bei nahezu identischen Geizhals-Bestpreisen (aktuell: ca. 275 vs. 260 Euro) leistet der 265KF also deutlich mehr pro Euro. Bei der aktuellen Marktlage verbauen wir daher sehr gerne den 265KF in den PCGH-PCs.
1700 ist so was von EOL, und 1851 ist im Grunde genauso EOL wie AM4 - denn was auch immer sich ARL-Refresh nennen wird ist im Prinzip genauso nutzlos wie irgendwelche 5900XT-Recycling-Prozessoren für AM4.
Lasst doch solche Schwurbel-Texte einfach sein! Das ist doch lächerlich und einer Fachpublikation echt unwürdig. Was wäre so schlimm daran, einfach zu schreiben "Hey, neuer SI-Partner, neue Basis-Konfigurationen, alles anpassbar, tolle Qualität, tolle Preise" - und fertig? Nein, es müssen Seiten mit Blödsinn gefüllt werden, der jedem verständigen PCGH-Leser sofort auffällt. Wem nützt das?
Uch ich bin ein Schrauber, dennoch klar ist das irgendwann mal eine Ära zu Ende geht, auch der AM4. Wenn es Soweit ist, aber das kann noch dauern, werde ich natürlich auch auf AM5 gehen
Man sollte daran denken, dass man bei einem toten Sockel einfach nichts mehr upgraden kann. Während ich bei AM5 noch ein sinnvolles Upgrade machen kann, kann ich das bei Intel nicht mehr.
Über die Jahre gesehen, kann ich also bei AMD 1 Board + 2 CPUs kaufen und bei Intel 2 Boards + 2 CPUs. Somit ist AMD immer günstiger als Intel auch wenn das MB noch ein wenig mehr kosten würde. Das war auch schon in der AM4 Ära so und ich war auch froh AMD statt Intel genommen zu haben. Das sollte, meiner Meinung nach, die Redaktion miteinbeziehen. Auch wenn der direkte Vergleich 1xMB/1xCPU AMD vs. Intel zur Zeit Intel gar nicht mal so blöd dastehen lässt.
Ich baue hier und da PCs für Kumpel und da habe ich auch vor kurzem AM5 mit Ryzen 7700 verbaut. Sollte er irgendwann wieder auf mich zukommen und ein Upgrade benötigen, hau ich einfach eine neue CPU rein (sollte sie limitieren) und der Fisch ist geputzt. Vielleicht eine GPU dazu. Bei Intel käme noch ein Mainboard dazu, egal ob ich dann auf Intel oder AMD setze. Schlauere Wahl wäre dann natürlich AMD
Ein toter Sockel limitiert immer und auch davor gab es meist nur 2 Generationen bei Intel wo sich ein Upgrade eh kaum lohnt.