Mächtige Hardware - und der Preis stimmt auch: Gaming-PC mit 9800X3D und RTX 5080
Dank Ryzen 7 9800X3D und Geforce RTX 5080 verspricht das aktuelle Gaming-PC-Angebot bei Media Markt Höchstleistung. Doch wie stimmig ist die Konfiguration und ist der Preis tatsächlich attraktiv? Das haben wir uns genauer angesehen.
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Bei uns Menschen ist es vergleichsweise einfach: Wer die Zeit in einen durchtrainierten Körper gesteckt hat, ist meistens fitter als andere. Bei PC-Hardware lässt sich das Ganze nicht so leicht beurteilen: Ein pfeilschneller Gaming-Prozessor und ein Chip, der nicht für viel mehr als Office zu gebrauchen ist, unterscheiden sich nämlich optisch kaum voneinander. Glücklicherweise ist der bei Media Markt gerade um 150 Euro reduzierte Gaming-PC von Systemtreff auch tatsächlich fit genug, um selbst besonders anspruchsvolle PC-Spiele bei Top-Bildqualität flüssig darzustellen.
AMD Ryzen 7 9800X3D ist das Optimum für Gamer
Als Prozessor haben sich die Profis von Systemtreff für den AMD Ryzen 7 9800X3D entschieden und damit die derzeit wohl beste Wahl für einen Gaming-PC getroffen: Die bis zu 5,2 GHz schnelle 8-Kern-CPU stammt aus AMDs aktueller Zen-5-Serie und verfügt über einen besonders großen L3-Cache. Diesen realisiert AMD durch sogenannten 3D-V-Cache, der per Stacking-Technologie über den Kernen untergebracht wird und gerade in Spielen einen spürbaren Unterschied macht. Denn PC-Spiele sind aufgrund ihrer Interaktivität besonders schlecht planbar für den Prozessor.
Ein großer Zwischenspeicher ermöglicht es, mehr Daten direkt in der CPU vorrätig zu halten, die dann nicht erst aus dem im Vergleich zum Prozessor-Cache sehr langsamen Arbeitsspeicher angefragt werden müssen. Der mit 96 statt 32 MiByte drei Mal so große L3-Cache des Ryzen 7 9800X3D zeigt im Vergleich zum Ryzen 7 9700X mit gleicher Architektur und ebenfalls 8 Kernen eindrucksvoll seine Wirkung: Der 9800X3D liegt im PCGH-Spiele-Index für CPUs bei 100 %, der 9700X erreicht nur 72,5 % der Leistung. Gekühlt wird der AMD-Chip von der MSI MAG Coreliquid I360, einer AIO-Wasserkühlung mit drei 120-mm-Lüftern und RGB-Beleuchtung.
Quelle: Mediamarkt.de, Asus
Tipp: Der Asus ROG Strix OLED XG27ACDNG bietet OLED-Bildqualität in 2.560 × 1.440 bei E-Sport-tauglichen 360 Hz.
Geforce RTX 5080 mit Taktplus und dicker Kühlung
Als Grafikkarte ist im Gaming-PC von Systemtreff die mächtige MSI Geforce RTX 5080 16G Gaming Trio OC verbaut, welche über eine große Kühlkonstruktion mit drei 100-mm-Axiallüftern verfügt und damit trotz Vorübertaktung von bis zu 98 MHz im OC-Profil eine leise Kühlung gewährleistet. Nvidias Geforce RTX 5080 wird in der aktuellen GPU-Generation lediglich von der erheblich teureren RTX 5090 geschlagen: Sie erzielt im PCGH-Leistungsindex für Grafikkarten 71,5 % der Raytracing-Leistung. Für Gaming mit maximalen Details in 4K UHD gibt es also kaum eine bessere Wahl.
Beim derzeit für alle PCs leider immer teurer werdenden Arbeitsspeicher fiel die Wahl auf DDR5-6000-Module aus der Reihe Kingston Fury Beast RGB mit CL 30. Die Kapazität beträgt 32 GiByte, was eine sinnvolle Wahl darstellt: Mehr Speicher hätte vor allem die Kosten in die Höhe getrieben, ohne im Gaming-Alltag einen echten Mehrwert zu bieten, und 16 GiByte wären für manche Titel wie etwa den Microsoft Flight Simulator in der Praxis zu wenig und angesichts der restlichen Ausstattung des Gaming-PCs auch nicht angemessen.
Kein Geld bei Board und SSD verschwendet
Als Mainboard ist das MSI B850 Gaming Plus Wifi PZ zum Einsatz, das PCI-Express 5.0 für die Grafikkarte und eine SSD zur Verfügung stellt, aber auch mit Wifi 7, Bluetooth 5.4 und einer 5 GBit/s schnellen LAN-Buchse den aktuellen Stand der Technik bietet. Vermissen könnte man lediglich USB4, wie es bei teureren X870E-Boards üblich ist. Schick ist das Design: Sowohl die Platine als auch die Kühlkonstruktionen und Abdeckungen sind in Weiß gehalten.
Als Datenspeicher ist im Gaming-PC von Systemtreff eine WD_Black SN7100 mit 2 TB Speicherkapazität verbaut. Die SSD ist mit TLC-NAND von Sandisk bestückt. Die sogenannten Triple Layer Cells sind schneller und haltbarer als in manchen Sparmodellen verbauten QLC-Chips (Quad Level Cells). Spezifiziert ist der M.2-Datenspeicher für 7.250 MB/s Lesegeschwindigkeit und bis zu 6.900 MB/s beim Schreiben von Daten. Angebunden ist der M.2-Datenspeicher mit PCI-Express 4.0 ×4 - eine vernünftige Wahl, da SSDs mit PCI-Express-5.0-Geschwindigkeit in Spielen praktisch keinen Vorteil bieten, aber die Kosten nach oben treiben.
Quelle: Mediamarkt.de, Nyfter
Tipp: Die Nyfter Nyfboard Gen2 98% ist mit vorgeschmierten Gateron GPro 2.0 Yellow Switches ausgestattet und bietet ein 98%-Layout mit sehenswerter RGB-Beleuchtung - jetzt 20 Euro günstiger.
Netzteil und Gehäuse aus der Hand von MSI
Für die stabile Energieversorgung ist das MSI MAG A850GL PCIE mit 850 Watt zuständig. Das Netzteil erfüllt die Anforderungen von 80 Plus Gold, liefert also eine Effizienz von über 90 %. Dazu ist es vollmodular, sodass nur die Stromkabel angeschlossen sein müssen, die tatsächlich benötigt werden. Da neben vier PCI-E-Stromsteckern mit 6/8 Pins auch ein moderner 12V-2×6-Anschluss vorhanden ist, können auch die neuesten Grafikkarten wie die verbaute Geforce RTX 5080 ohne Adapter mit Strom versorgt werden.
Beim Gehäuse handelt es sich um das MSI MAG PANO 110R PZ in Schwarz, das dank großer Glasflächen an der Front und der Seite ideal zum Präsentieren der Hardware geeignet ist. Es verfügt über Staubfilter oben und unten sowie eine integrierte Steuerung für bis zu 5 ARGB-PWM-Lüfter mit 18 Beleuchtungsmodi, wobei bereits vier Ventilatoren vorinstalliert sind. Als Frontanschlüsse gibt es 1× USB-C, 2× USB-A und 1× 3,5-mm-Audio.
Preiswert oder überteuert? Das sagt der Preisvergleich
Leistungsfähige Hardware schön und gut - ob sich ein Kauf lohnt, hängt auch wesentlich vom Preis ab, den wir uns daher als Nächstes ansehen. Zur Analyse ziehen wir dafür den Preisvergleich Geizhals heran, der für alle verbauten Komponenten die jeweils günstigsten Händler anzeigt. Der mit Abstand größte Kostenfaktor ist die Grafikkarte, danach folgen Prozessor und Arbeitsspeicher.
Quelle: Geizhals.de
Der Gaming-PC im Preisvergleich: So viel zahlt man mindestens für die einzelnen Komponenten.
Die Zusammenstellung liegt im Preisvergleich bei rund 2.734 Euro, wobei es sich hierbei um einen noch zu niedrigen Idealwert handelt, da keine Versandkosten enthalten sind. Wer nicht bei jedem beliebigen Händler, der gerade den Tiefstpreis bietet, einkaufen möchte, dürfte für die ein oder andere Komponente auch noch etwas mehr zahlen müssen. Dem steht ein Verkaufspreis von 2.899,90 Euro inklusive Versand bei Media Markt entgegen. Das entspricht einem Aufpreis von lediglich 6 Prozent, in welchem der Zusammenbau und Service, aber auch die Versandkosten enthalten sind - ein guter Wert und wirklich fair.
Fazit: Gaming-PC bei Media Markt
Hier bekommt man zum aktuell reduzierten Preis von 2.899,90 Euro bei Media Markt einen sinnvoll zusammengestellten Rechner mit extrem schnellem Prozessor und leistungsfähiger Grafikkarte. Für E-Sport mit sehr hohen Bildraten als auch Singleplayer-Genuss bei bester Bildqualität ist die Konfiguration von Systemtreff gleichermaßen geeignet. Der Preis ist absolut angemessen, doch nur anspruchsvolle PC-Spieler werden in der Lage sein, dieses System auszureizen und wertzuschätzen.
