Gaming-PCs analysiert: Wieviel Geld sollte man für CPU und Grafikkarte ausgeben?

Wer seinen ersten Gaming-PC plant, weiß oft noch nicht, welche Kombinationen aus Prozessor und Grafikkarte Sinn ergeben. Ein Hinweis darauf kann der Preisunterschied zwischen beiden Komponenten sein. Wir analysieren dazu die PCGH-PCs.

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News Stephan Wilke
Gaming-PCs analysiert: Wieviel Geld sollte man für CPU und Grafikkarte ausgeben?
Quelle: Symbolbild erzeugt mit ChatGPT

Es ist eine Frage, die vor allem angehende PC-Schrauber häufig umtreibt: Wieviel Geld sollte man in den Prozessor und in die Grafikkarte stecken? Darauf gibt es keine definitive Antwort, da es schlicht zu viele Variablen gibt, welche das Ganze beeinflussen: das zur Verfügung stehende Budget, das erwartete Nutzungsverhalten am PC, der Monitor und andere vorhandene oder eingeplante Hardware, um nur einige zu berücksichtigende Aspekte zu nennen.

Erfahrene PC-Bastler können helfen

Allerdings kann es gerade bei wenig Erfahrung sinnvoll sein, sich anzusehen, welche Konfigurationen erfahrene PC-Schrauber empfehlen oder selbst nutzen. Gute Anlaufstellen sind zum Beispiel der Kaufberatungs-Bereich im PCGHX-Forum oder auch der Schrauber-Guide von PCGH mit Empfehlungen für unterschiedliche Budgets und Basiswissen.

Beachtenswert sind aber auch die bei Krotus Computer erhältlichen PCGH-PCs, denn dort setzen wir auf der Basis der Tests und Empfehlungen der PCGH-Redaktion Konfigurationen um, die zwar bei Bedarf noch individualisiert werden können, grundsätzlich aber unseren Anspruch erfüllen sollen, dass auch wenig versierte Käufer ausgewogene Gaming-PCs zum fairen Preis erhalten - unabhängig vom jeweiligen Budget.

Die CPUs und Grafikkarten in den PCGH-PCs

Daher haben wir uns einmal genauer angesehen, wie das Kostenverhältnis zwischen den verbauten Prozessoren und Grafikkarten ausfällt, wozu wir auf den PCGH-Preisvergleich zurückgegriffen haben, um die aktuellen Marktpreise zu ermitteln. Dabei haben wir die auf jeweils 5 Euro aufgerundeten Bestpreise ermittelt, die wir bei deutschen Händlern für die jeweilige Komponente finden konnten. Ebay und Marktplatzhändler fanden keine Berücksichtigung.

Bei Grafikkarten haben wir dabei nur auf das jeweilige Modell geachtet (z. B. Radeon RX 9070 XT), keine Rolle spielte der Hersteller der Grafikkarte (z. B. Powercolor oder Sapphire). Im nächsten Schritt haben wir errechnet, um welchen Faktor der Preis der Grafikkarten die Ausgabe für die CPU übersteigt. Herausgekommen ist dabei die folgende Tabelle:

Rechner CPU ab ca. GPU ab ca. Faktor (ca.)
PCGH-Allround-PC RX9060XT-Edition V2 125 Euro 390 Euro 3,1
PCGH-Gaming-PC RTX5060Ti-Edition V2 235 Euro 550 Euro 2,3
PCGH-Advanced-PC RX9070-Edition 175 Euro 540 Euro 3,1
PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2 240 Euro 650 Euro 2,7
PCGH-Enthusiast-PC RTX5070Ti-Edition V2 240 Euro 915 Euro 3,8
PCGH-Premium-PC RTX5070Ti-Edition V2 415 Euro 915 Euro 2,2
PCGH-High-End-PC RTX5080-Edition V2 415 Euro 1.190 Euro 2,9
PCGH-Ultimate-PC RTX5080-Edition V2 630 Euro 1.190 Euro 1,9
PCGH-Extreme-PC RTX5090-Edition V2 630 Euro 3.560 Euro 5,7

Wie man sehen kann, schwankt der Faktor zwischen 1,9 und 5,7 - beides Werte, die bei den teuersten Systemen im Portfolio auftreten. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der riesige Preisunterschied im Nvidia-Portfolio zwischen der ab ca. 1.190 Euro erhältlichen Geforce RTX 5080 und der rund dreimal so teuren Geforce RTX 5090.

Der durchschnittliche Faktor liegt bei 3,1, das bedeutet: In allen neun PCGH-PCs ist die Grafikkarte im Durchschnitt etwas mehr als dreimal so teuer wie der Prozessor. Selbst wenn man die beiden teuersten PCGH-PCs als Extremfälle herausnimmt, landet man bei Faktoren zwischen 2,2 und 3,8 und einem Durchschnittswert von 2,9, also ebenfalls einem rund dreimal so hohen Preis für die Grafikkarte gegenüber der CPU.

GPU-Preisfaktor zwischen 2 und 4 ist üblich

Wie eingangs erwähnt, sollte man die Kaufentscheidung immer von den konkreten individuellen Anforderungen abhängig machen. Allerdings zeigen unsere Daten, dass man als PC-Spieler normalerweise gut damit beraten ist, in etwa den dreifachen Betrag für die Grafikkarte auszugeben. Liegt das Preisverhältnis unter 2 oder über 4, sollte es gute Gründe dafür geben.

Wer zum Beispiel nur Gelegenheitsspieler ist, aber eine starke Workstation benötigt, wird vielleicht einen High-End-Prozessor mit einer Mittelklasse-Grafikkarte kombinieren und glücklich damit werden. (Faktor unter 2) Andererseits kommt ein stets auf die bestmögliche Bildqualität erpichter Gamer mit üppigem Budget kaum um das Nvidia-Flaggschiff Geforce RTX 5090 herum, würde aber auch mit einer teureren CPU nicht mehr Fps erzielen als mit einem Ryzen 7 98x03D (Faktor deutlich über 4). Im Folgenden stellen wir drei PCGH-PCs vor, die nahe am 3er-Faktor für die GPU liegen.

PCGH-Allround-PC RX9060XT-Edition V2

Bei diesem PC kommen wir auf einen "GPU-Faktor" von 3,1: Der Marktpreis für eine Grafikkarte des Typs Radeon RX 9060 XT in der besseren Version mit 16 (statt 8) Gigabyte, ist also etwa dreimal so hoch wie für den verbauten Ryzen 5 7500F. Dem Sechskerner, der einen günstigen Einstieg für die Sockel-AM5-Plattform darstellt, stellen wir beim PCGH-Allround-PC RX9060XT-Edition V2 für 1.520 Euro 32 GiByte DDR5-6000-RAM zur Seite.

PCGH-Advanced-PC RX9070X-Edition

Auch bei dieser Konfiguration liegt der "GPU-Faktor" derzeit bei etwa 3,1: So viel mehr muss man für eine Radeon RX 9070 gegenüber einem Ryzen 5 9600X derzeit ausgeben. Im für 1.825 Euro erhältlichen PCGH-Advanced-PC RX9070-Edition stecken außerdem unter anderem 32 GiByte DDR5-6000-RAM und eine bis zu 7.250 MB/s schnelle M.2-SSD des Typs WD_Black SN7100 1 TB.

PCGH-High-End-PC RTX5080-Edition V2

Beim PCGH-High-End-PC RTX5080-Edition V2, der bei Krotus Computer für 2.990 Euro erhältlich ist, liegt der "GPU-Faktor" momentan bei 2,9: Für eine günstige Geforce RTX 5080 muss man also rund das Dreifache dessen ausgeben, was ein Ryzen 7 9800X3D kostet. Neben der schnellen Grafikkarte für 4K-Gaming und dem Achtkerner mit neuer Zen-5-Architektur und 3D-V-Cache sind 32 GiByte DDR5-6000-RAM und eine 2 TB große WD_Black SN7100 verbaut.

Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc. Quelle: Krotus Computer Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc.

Was meinen Sie? Haben Sie für die Grafikkarte in Ihrem Gaming-PC etwa den zwei- bis vierfachen Preis gegenüber dem Prozessor bezahlt oder weicht ihr "GPU-Faktor" deutlich von diesem Bereich ab?

PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget

Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.

<strong>Gaming-PCs analysiert:</strong> Wieviel Geld sollte man für CPU und Grafikkarte ausgeben? Quelle: PCGH Gaming-PCs analysiert: Wieviel Geld sollte man für CPU und Grafikkarte ausgeben?

Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von xDave78 Software-Overclocker(in)
        Ich mach es mir da relativ "einfach".
        Also als Bsp: Wenn ich auf 4 Jahre rechne - neue CPU/RAM/Board 1200€ neue GPU 1500€ = 2700€.
        Ich geh davon aus, dass ich pro Woche im Schnitt 15 Std am heimischen PC verbringe. 4 Jahre x (15 Std x 52 Wochen) = 3120 Std Nutzung. 3120/2700 = 0,86€/Std. Oder andersrum : alle 4 Jahre sind 3000€ vertretbar. Wobei ich eher antizyklisch upgrade (also nach 2 Jahre GPU dann 2 Jahre später CPU und Co) - mit AM4 bin ich inzwischen tatsächlich sogar deutlich unter den 0,86€. "PC" (Zocken, Streamen, Sachen tun) ist halt mein einziges Hobby. Alles bis 1€ /Std ist okay. So rechne ich mir übrigens auch die Anschaffungskosten für Spiele und andere Peripherie schön.
      • Von xDave78 Software-Overclocker(in)
        Ich mach es mir da relativ "einfach".
        Also als Bsp: Wenn ich auf 4 Jahre rechne - neue CPU/RAM/Board 1200€ neue GPU 1500€ = 2700€.
        Ich geh davon aus, dass ich pro Woche im Schnitt 15 Std am heimischen PC verbringe. 4 Jahre x (15 Std x 52 Wochen) = 3120 Std Nutzung. 3120/2700 = 0,86€/Std. Oder andersrum : alle 4 Jahre sind 3000€ vertretbar. Wobei ich eher antizyklisch upgrade (also nach 2 Jahre GPU dann 2 Jahre später CPU und Co) - mit AM4 bin ich inzwischen tatsächlich sogar deutlich unter den 0,86€. "PC" (Zocken, Streamen, Sachen tun) ist halt mein einziges Hobby. Alles bis 1€ /Std ist okay. So rechne ich mir übrigens auch die Anschaffungskosten für Spiele und andere Peripherie schön.
      • Von Malotte Freizeitschrauber(in)
        Bei mir war es dann auch eher Faktor 2.
        Meine 5070ti kostete knapp doppelt so viel wie der 9800X3D.
      Direkt zum Diskussionsende
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