Deltatronic Silentium X99: Komplett passivgekühlter Achtkern-PC mit GTX 970 überzeugt im Test
Mit dem Silentium X99 bietet Deltratronic einen bemerkenswerten Komplett-PC an, der trotz Haswell-E und Grafikkarten bis hin zu einer Geforce GTX 980 komplett passiv gekühlt wird. Die Kollegen von Golem haben sich ein Modell mit GTX 970 und dem Achtkerner Core i7-5960X geschnappt und ihn ins Testlabor zitiert. Darin stellte es seine Alltagstauglichkeit unter Beweis.
Der deutsche Komplett-PC-Hersteller Deltatronic hat mit dem Silentium X99 einen außergewöhnlichen Rechenknecht im Programm. Dass der Hersteller den PC mit Intels Haswell-EP und Grafikkarten bis hin zur Geforce GTX 980 bestückt, ist dabei gar nicht so ungewöhnlich. Auffällig ist jedoch das komplett passive Kühlsystem. Das klingt gerade jetzt im Sommer heikel, wo schon aktiv gekühlte Rechner ordentlich schwitzen. Wie soll da erst ein lüfterloser High-End-Rechner bestehen?
Die Kollegen von Golem gingen dieser Frage nach und haben eine 3.455 Euro teure Version mit GTX 970 und dem Achtkerner Core i7-5960X bei sommerlichen 30 Grad in ihr Testlabor zitiert. Getestet wurde das System unter anderem mit Next Car Game, das man bewusst in der Ultra-HD Auflösung spielte. Hierbei heizte sich die Grafikkarte zügig auf 81 Grad Celsius auf, woraufhin dem anfänglich anliegenden Boost von 1.289 MHz das Temperaturlimit in die Quere kam. Bei einem Powertarget von 99 Prozent reduzierte sich der Takt dadurch auf 1.040 MHz. Das liegt knapp unterhalb der offiziell von Nvidia kommunizierten Basisfrequenz von 1.050 MHz. Mit 82 Grad erreichten die per Hand ausgelesenen Spannungswandler eine ähnliche (unbedenkliche) Temperatur. Auch die drei vom Spiel belasteten CPU-Kerne blieben im Rahmen - bei Frequenzen von 1,2 bis 3 GHz bliebt der Prozessor bei unter 70 Grad Celsius.
Mittels Luxmark konnten die Tester dem System kleinere Geräusche entlocken. Leichte Knacklaute drangen offenbar aus dem Netzteil und einigen Bauteilen der Hauptplatine. Ans Limit kam das System jedoch erst, als man Prime 95 und Furmark praxisfern miteinander kombinierte. Dabei heizten sich CPU und GPU auf 100 und 91 Grad Celsius auf. Die GTX 970 rechnete dabei mit weniger als 900 MHz, der Haswell-E-Chip fiel auf deutlich unter 3 GHz. Da die Spannungswandler des Prozessors bedenklich heiß wurden, brach man den Test an der Stelle sicherheitshalber ab. "Beide Stress-Tests sind keine Alltagsanwendungen, eine solch hohe Last können weder Spiele noch Video-Rendering erzeugen", stellt Golem jedoch klar.
In der Praxis funktioniere das System daher tadellos. Der PC überhitze weder in Spielen noch in OpenCL-Anwendungen. Dafür habe der Hersteller mit einem riesigen Radiator und einer Drosselung der CPU auf 3 GHz aber auch viel Aufwand betrieben. Insgesamt sei das Silentium X99 ein Nischengerät für Leute, denen Unhörbarkeit abseits von minimalen Störgeräuschen das Geld wert sei. Mehr Details und Eindrücke lesen Sie im ausführlichen Test bei Golem.
Quelle: Golem

Leise PC - PC Silentium! Z97 - Hauptkomponenten
Das ist, als wenn man ein Laferrari-Chassis mit einem Golfmotor verheiratet -.-
Klar ist dann eine passive Kühlung schwerer zu verwirklichen aber auch GM200 läßt sich untertakten und bietet dann immer noch deutlich mehr Leistung als eine 970...
Sinnfrei im Sinne von passiv kühlen nicht, aber wie IncredibleAlk schon sagt, die CPU ist völlig deplatziert respektive überdimensioniert. Das ganze Konstrukt passt von den Komponenten irgendwie nicht recht zusammen, auch wenn die Idee dahinter eigentlich ganz gut ist. Aber wer sich solche einen Prozessor samt Board holt will den ganz sicher nicht mit einer 970 oder 980 einbremsen. Da gehts erst ab 980 Ti, Titan X oder Fury X los, eventuell im Doppelpack als SLI bzw Crossfire. Nur wie ich schon sagte, vorbei wärs mit der Passivkühlerei.
Aber gut, wer SpaWa Kühler zersägt,...