Game-of-Thrones-Autor: Film- und Fernsehadaptionen "machen es nie besser"
Film- und Fernsehadaptionen "machen es nie besser", sagt Game-of-Thrones-Autor George R.R. Martin.
Game of Thrones, zu Deutsch "Das Lied von Feuer und Eis", vom Autor George R.R. Martin war und ist ein Phänomen - nicht nur durch die Bücher, sondern auch durch die HBO-Serie, die 8 Staffeln erhalten hat. Doch selbst das Epos Game of Thrones kommt nicht auf Zustimmungsraten wie etwa die Serien von Vince Gillian - allen voran Breaking Bad. Das könnte unter anderem daran gelegen haben, dass die Serie zum Schluss weiter war als der Autor mit den Büchern.
Und der äußerte sich nun zu Film- und Fernsehadaptionen. In einem neuen Blogbeitrag erinnert der Autor an eine Diskussionsrunde mit Neil Gaiman, dem Schöpfer der Comicserie Sandman, die von Netflix zu einer Serie adaptiert wurde. Gaiman war an der Entwicklung der Netflix-Serie beteiligt, und obwohl George R.R. Martin keine Kommentare zur Adaption abgab, sagte er, dass sich "seit 2022 sehr wenig geändert hat".
"Wenn überhaupt, haben sich die Dinge verschlechtert", so Martin. "Überall, wo man hinschaut, gibt es mehr Drehbuchautoren und Produzenten, die darauf brennen, großartige Geschichten zu nehmen und 'zu etwas Eigenem zu machen'. Es scheint nicht zu zählen, ob das Quellmaterial geschrieben wurde."
Es scheint immer jemanden zu geben, der glaubt, er könne es besser machen
"Egal, wie bedeutend ein Schriftsteller ist, egal, wie großartig das Buch ist, es scheint immer jemanden zu geben, der glaubt, er könne es besser machen, begierig darauf, die Geschichte zu nehmen und 'zu verbessern'", fährt er fort und verweist auf bekannte Autoren wie Stan Lee, Charles Dickens, Ian Fleming, Roald Dahl, Ursula K. Le Guin, J.R.R. Tolkien, Mark Twain, Raymond Chandler und Jane Austen. "'Das Buch ist das Buch, der Film ist der Film', werden sie dir sagen, als würden sie etwas Tiefgründiges sagen. Dann machen sie die Geschichte zu ihrer eigenen."
"Sie machen es jedoch nie besser. Neunhundertneunundneunzig von tausend Malen machen sie es schlechter". Er unterstreicht, dass es doch ab und an eine großartige Adaption gibt. Martin selbst erwähnt die FX-Serie "Shogun", manche würden aus jüngerer Vergangenheit auch den Film "Der Gesang der Flusskrebse" nennen.
Quelle: George R.R. Martin

Einen Film konsumiert man, ein Buch erzeugt einen Film im eigenen Kopf. Gerade bei Werken von großer Länge und Weite, muss man für Film / Fernsehen straffen und kürzen, die Schwierigkeit ist dabei den Kern zu bewahren und die Charaktere nicht zu verändern. GoT zeigte in den ersten Staffeln wie es geht und sie zeigten in den letzten Staffeln wie man es kaputt macht.
Ein Film kann dann natürlich nicht 1:1 die Fantasie treffen und wird daher immer zu nem gewissen Grad an Enttäuschung führen.
Ein Film kann dann natürlich nicht 1:1 die Fantasie treffen und wird daher immer zu nem gewissen Grad an Enttäuschung führen.
Jaja, bestimmt nur, damit nicht noch mehr in Serienform verschlimmbessert wird… schon klar…
Ich habe die Bücher verschlungen,und feiere dennoch die Serie.
Zwei Figuren finde ich in der Serie sogar weit besser durchdacht, da sie einfach ein gewisses "Fleisch" mitbringen, das in den Büchern gefehlt hat.
Einzig das in der letzten Staffel so viel aus den letzten drei Büchern angeteased wurde, das wohl nie verfilmt werden wird.
Lässt natürlich die Leute die nur die Serie kennen mit einem großen Fragezeichen zurück.