Für Galaxy S24? Samsung will mit Google wohl zurück zum Exynos - mit Super-Core und AMD-GPU
Während Samsungs aktuelle Smartphone-Topmodellreihe Galaxy S23 auf Qualcomms Snapdragon-Chip setzt, könnte es beim Nachfolger mit dem Exynos 2300 wieder mehr eigene Kost geben, unterstützt von Google und AMD.
Die chinesische Webseite Home IT hat Kernel-Informationen für einen Chipsatz mit dem Codenamen "Quadra" geleakt, der offenbar bei Samsung in der Entwicklung ist und in der Top-Riege von Samsungs nächster Smartphone-Generation, wie dem designierten Galaxy S24, zum Einsatz kommen könnte. Beim kürzlich erschienenen Galaxy S23 kommt derweil bekanntlich mit Qualcomms Snapdragon 8 Gen 2 durchweg ein Fremdprodukt zum Einsatz, das zwar gut bei Testern und Usern ankommt, aber mit dem Vorzug von Eigenentwicklungen nicht ganz in Samsungs Interesse ist.
Mit "Superkern" gegen Snapdragon 8 Gen 2
Mit "Quadra" soll sich dies allerdings wohl wieder ändern: Wie techpowerup.com zu dem Leak berichtet, deuten Gerüchte auf eine Zusammenarbeit mit Google hin und der Exynos 2300-Chip soll demnach die Grundlage für Googles Tensor G3-Chipsatz der nächsten Generation bilden. Laut dem Leak soll der Exynos 2300 standardmäßig eine 1+4+4-Kernkonfiguration aufweisen, bestehend aus vier Performance-Kernen, vier Effizienz-Kernen und einem "Super-Core".
Die Spezifikationen deuten dem Bericht nach darauf hin, dass der einzelne ARM Cortex-X3 "Superkern" mit einer maximalen Taktrate von 3,09 GHz läuft, während die vier ebenfalls leistungsstarken ARM Cortex-A715-Kerne mit 2,65 GHz und die effizienten ARM Cortex-A510-Kerne mit 2,1 GHz arbeiten. Basierend auf diesem Leak von Interna soll der Exynos 2300 in der Lage sein, sich mit dem Snapdragon 8 Gen 2 zu messen, der eine ähnliche Konfiguration von Kernen und Taktfrequenzen aufweist.
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Exynos 2300: AMD-GPU und Google Tensor
Die GPU auf dem Chipsatz trägt unterdessen den Namen "Xclipse 930" und scheint das aktualisierte Produkt einer fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen Samsung und AMD zu sein. Die GPU der vorherigen Generation in Form des Exynos 2200 basierte bekanntlich auf AMDs RDNA 2-Architektur. Brancheninsider vermuten derweil laut Techpowerup.com, dass Samsung bereits über den geleakten Exynos 2300 hinausschaut und die Entwicklung von KI-gestützten Funktionen per Integration einer Neural Processing Unit (NPU) im Chipsatz plant.
Die Tensor-SoCs von Google verfügen bereits über eine ähnliche Technologie in Form ihrer eigenen TPU (Tensor Processing Unit). Die gerüchteweise Zusammenarbeit zwischen Samsung und Google könnte dazu führen, dass das Know-how von Google im Bereich des maschinellen Lernens bei der Entwicklung der nächsten Generation von Exynos-SoCs genutzt wird, heißt es.


