Forza Horizon 6 ist unter Linux "extrem kaputt" und erhält "schreckliche" Workarounds
Der Hauptentwickler von VKD3D-Proton, Hans-Kristian Arntzen, bezeichnet Forza Horizon 6 unter Linux als "extrem kaputt" und liefert mit dem Pull Request 3033 ganze 33 Commits voller "schrecklicher" Workarounds für das Open-World-Rennspiel.
Hans-Kristian Arntzen, Hauptentwickler von VKD3D-Proton, hat mit dem äußerst umfangreichen Pull Request 3033 unter dem programmatischen und vielsagenden Arbeitstitel "Implement some horrible Forza Horizon 6 Workarounds" am 16. Mai 2026 einen 33 Commits umfassenden Patch-Stapel für das neue Forza Horizon 6 als Draft eingereicht. Bereits der Einleitungssatz lässt am Zustand des Spiels keine Zweifel:
Dieses Spiel ist extrem kaputt. — Hans-Kristian Arntzen
Der Norweger, welcher die Direct3D-12-zu-Vulkan-Übersetzungsschicht in Valves Proton pflegt, listet eine ganze Reihe gravierender Probleme auf: fehlerhaftes Aliasing zwischen Image- und Buffer-Descriptors, fehlende nonuniformEXT-Markierungen in den Raytracing-Shadern, mangelnde Sampler-Heap-Robustheit sowie zahlreiche weitere Bugs, bei denen die Engine ihre Ressourcen erst nach dem Submit allokiert und parallel beschreibt - ein Verhalten, das Arntzen als "Wahnsinn" kommentiert.
Quelle: ProtonDB
Forza Horizon 6 ist auf ProtonDB augrund vieler Probleme aktuell nur mit Silber bewertet.
Bereits Forza Horizon 5 hatte in diesem Bereich Schwächen gezeigt, der Nachfolger setzt diese Tradition nun fort. Wer den am 19. Mai erscheinenden Open-World-Racer auf einem Gaming-PC mit Radeon-GPU spielen will, braucht laut Arntzen hierzu drei Zutaten: den neuen Pull Request, das aktuelle Mesa-Git und die Startparameter RADV_EXPERIMENTAL=heap radv_wait_for_vm_map_updates=true %command%.
Forza Horizon 6: Windows hui, Linux pfui
Wie sich diese Linux-Probleme im direkten Vergleich zur tadellosen Windows-Version auswirken, dokumentiert unser Video "Windows hui, Linux pfui: Forza Horizon 6 im Technik-Test mit Raytracing" ausführlich im Bewegtbild.
Unsere Beobachtungen und die von Hans-Kristian Arntzen beschriebenen Probleme werden auch von zahlreichen Berichten der Linux-Spieler auf ProtonDB bestätigt, welche Forza Horizon 6 aktuell nur mit Silber bewerten. Valve hat diese "Brisanz" erkannt und das Spiel inzwischen offiziell auf Proton Experimental hochgestuft; Nvidia-Grafikkarten sollen auch einen passenden Treiber-Bugfix erhalten.
Die Erfahrungsberichte auf ProtonDB zeichnen ein gespaltenes Bild: Während Steam-Deck-Nutzer dank des "Verified"-Status mehrheitlich positive Reports schicken, häufen sich auf Linux-Desktops mit Radeon RX 9070 XT, Geforce RTX 5090 und Co. die Berichte über "GPU-Errors" beim Aktivieren von Raytracing, Microstutter im "Sekunden-Rhythmus" und schwarze Bildschirme beim Start des Spiels.
Warten oder selbst Hand anlegen
Wer Forza Horizon 6 auf einer aktuellen Linux-Distribution wie CachyOS, Bazzite oder Arch testen möchte, sollte daher bis zum nächsten Proton-Hotfix oder dem Merge von Pull Request 3033 entweder die experimentellen Flags setzen oder auf Updates warten - sonst wird der Trip nach Tokio zur Geduldsprobe.
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Quelle: Hans-Kristian Arntzen via GamingOnLinux / ProtonDB

Das heisst aber nicht dass es nicht Sinn macht es grundsätzlich zu korrigieren.
Ein VW Mechaniker hat ja auch keine Ahnung von BMW Fahrzeugen obwohl das Auto auch ein Auto ist und die gleiche Technologie nutzt.
Ich als Windows Nutzer habe absolut keine Ahnung von Linux und finde das Betriebssystem nervig und eine Katastrophe weil es so anders als Windows ist.
Viele Linux Nutzer sind offensichtlich scheinheilig - nutzen Linux weil sie kein Microsoft nutzen wollen aber erwarten dass Microsoft ihnen die Arbeit abnimmt!
Traurige Wahrheit!
Also ich will jetzt keinen OS-Flamewar starten, aber möchte einfach auf ein paar technische Punkte eingehen:
Spiele werden nicht wirklich für ein Betriebsystem (Windows oder Linux) entwickelt. Sie verwenden Bibliotheken und APIs (wie z.B. DirectX für Windows oder Vulkan für Linux). Es kommt quasi gar nicht vor, bzw. sollte generell vermieden werden, direkt auf Systemaufrufe (also Windows oder Linux-spezifische) abzustützen.
Ich versuch mal den Brückenschlag zum Autovergleich: Wenn du ein Mechaniker bist, ist es eben NICHT wirklich relevant ob du einen BMW oder VW reparierst. Oder denkst du, die Leute können nur eine spezifische Marke reparieren? Klar, die Ersatzteile und wie sie aufgebaut sind, sind im Detail unterschiedlich und das Auto sieht von aussen anders aus. Aber konzeptionell ist es absolut das Gleiche: Links Kupplung, Mitte Bremse, Rechts Gas. Nur wenn ein Hersteller etwas ganz anderes macht als der Standard eigentlich vorsieht, wird der Mechaniker kreativ werden müssen und "schreckliche Workarounds" einsetzen müssen. Für Autos gibts dann übrigens erst gar keine Zulassung
Und ich weiss auch gar nicht welche "Arbeit Microsoft abnehmen soll". MS macht sein Ding (Windows, DirectX), Linux sein Ding. Der, der seine Arbeit richtig machen sollte, sind die Forza Entwickler: Sie sollten einfach ihren Code sauber an DirectX halten, dann läuft der Rest von selbst
Ein VW Mechaniker hat ja auch keine Ahnung von BMW Fahrzeugen obwohl das Auto auch ein Auto ist und die gleiche Technologie nutzt.
Ich als Windows Nutzer habe absolut keine Ahnung von Linux und finde das Betriebssystem nervig und eine Katastrophe weil es so anders als Windows ist.
Viele Linux Nutzer sind offensichtlich scheinheilig - nutzen Linux weil sie kein Microsoft nutzen wollen aber erwarten dass Microsoft ihnen die Arbeit abnimmt!
Traurige Wahrheit!
-Dragons Dogma 2: Generell unter Linux fast unspielbar, wegen zu wenig FPS scheinbar ein Auslastungsproblem. Auch Workarounds hatten nichts geholfen.
-Borderlands 4: Auch unter Linux nicht gut zum start spielbar, aber hatte ja allgemein ein Paar Probleme.
-Path of Exile 2: Lief bei mir stellenweise wie Grütze und Vsync hat ebenfalls nicht gegriffen.
-Robocop Rogue City: Lief bei mir auch nicht rund. Ähnliche Probleme wie Path of Exile 2
-Diablo 4: Hatte immer nach einiger Zeit Probleme mit fehlerhaften Texturen und hat angefangen zu ruckeln.
-Diablo 1: Lief gut, aber hatte sehr oft massive Soundprobleme und Videos wurden fehlerhaft abgespielt.
Ich will jetzt nicht ausschließen, dass es nur an Linux liegt. Eventuell war etwas fehlerhaft installiert, oder die Nvidia Treiber haben reingefunkt. Aber so lange das immer noch der Fall ist und solche Sachen immer mal wieder auftreten, wird Linux immer eine Randerscheinung für Gamer bleiben.
Es ist ja auch so, dass man bei einigen Spielen generell teilweise ein wenig rumfummeln muss, bis sie laufen. Bei Might and Magic 7 und 8, musste ich Lutris nehmen und eine bestimmte Einstellung ändern, damit ich überhaupt springen kann. Sowas rauszufinden, ist schon fast ein 6er im Lotto. Danach liefen die Spiele überraschenderweise komplett fehlerfrei. Unter Proton das gleiche Problem und nicht lösbar. Auch nicht bei umbelegung der Taste.
Ich hatte damals Linux Mint, weil bei einigen anderen Distros hat mal der Controller nicht Kabellos funktioniert, oder Wlan und Bluetooth hatten gestreikt. Teilweise konnte ich das ein oder andere Problem mit stundenlangen Suchen im Internet lösen, aber Benutzerfreundlich geht anders.