SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

20
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Hersteller Seagate hat eine Erklärung zu seinen eigenen Hybrid-Festplatten in Form der Solid State Hybrid Drives (SSHDs) abgegeben, in der er begründet, warum nicht mehr als acht Gigabyte Flachspeicher als Cache zum Einsatz kommen. So heißt es, dass der Großteil aller Nutzer keinen Profit davon erhalten dürfte, weil nicht soviele Daten genutzt werden.

Als Basis für die eigenen Hybrid-Festplatten dienten, laut Seagate, umfangreiche Testläufe. So sollen durchschnittlich 19,48 Gigabyte an Daten in den fünf Tagen, in denen die Testphase stattfand, ausgelesen worden sein. Wenn man davon die mehrfach genutzten Daten abzieht, wurden 9,59 Gigabyte im Durchschnitt genutzt. Da der NAND-Cache immer wieder zumindest teilweise geleert wird, sollen die acht vorhandenen Gigabyte also vollkommen ausreichend sein, womit ein größerer Cache nur einen geringen Vorteil bringen soll. Des Weiteren sollten, laut Seagate, bereits 2,11 Gigabyte ausreichen, um eine 95-prozentige Leistung von vollwertigen SSDs zu erreichen. Wie genau man diesen Wert ermittelt hat, wird allerdings nicht gesagt. Angemerkt werden muss hier jedoch, dass die Tests nur an Arbeitsrechnern stattgefunden haben.

In unserem Test konnten wir feststellen, dass SSHDs im Vergleich zu normalen HDDs (Hard Disk Drives) durchaus wesentlich schneller agieren können. Allerdings muss man beachten, dass man eine gewisse Nutzungszeit einkalkulieren muss, bis der integrierte Algorithmus gelernt hat, welche Daten man zu welchem Zeitpunkt häufig benötigt. Demnach werden diese Daten bereits vor der Nutzung in den Cache geladen, wodurch die höheren Geschwindigkeiten erreicht werden. Jedoch gilt dies nur für die Leseraten, da die Schreibvorgänge nur über die magnetischen Platter laufen. Trotzdem haben richtige SSDs immer noch einen deutlichen Leistungsvorteil, weshalb wir die obrige Angabe mit den 95 Prozent nicht nachvollziehen können.

Obwohl man deutlich von dem eigenen Produkt überzeugt ist, wird Seagate zukünftig weiterhin SSDs herstellen. Wünschenswert wäre es unserer Meinung nach, wenn der Hersteller Hybrid-Festplatten mit dem doppelten Cache-Flashspeicher anbieten würde, damit Leute, welche häufig viele unterschiedliche Daten gebrauchen, von einem solchen Laufwerk profitieren. Beispielsweise seien hier Videobearbeiter genannt, die mit 8 Gigabyte für ein Video häufig nicht auskommen dürften.

Quelle: Techweekeurope

20
    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von metalstore Software-Overclocker(in)
        AW: SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

        Zitat von klaerchen
        ah danke
      • Von klaerchen Freizeitschrauber(in)
        AW: SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

        Bei den 2,5"-Sata-Festplatten mit SSD-Cache.
      • Von metalstore Software-Overclocker(in)
        AW: SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

        ich denke auch, dass im Moment 8GB reichen, da auch mehr als 8GB RAM (meistens) unnötig sind...
        aber mal ne Frage: wo findet man die SSHD's im Preisvergleich?
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        AW: SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

        Bill Gates sagte auch mal 64kb sind genug. Heute wissen wir, es ist nicht so. Vielleicht besinnt sich Seagate noch, oder hat schon was im Feuer, will aber die "alten" SSHDs noch los werden.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen

        Zitat von Multithread
        Was das Coden angeht: Unsere Projekte in der Forma sind zusammen etwa 4GB Gross, dazu noch Visual Studio. Und gerade Netbeans und Visual Studio profitieren von der SSD, da es viele kleine Daten zu laden gilt, das geht mit der SSD doch schneller.
        Passt doch von der Größe her
        Und man darf ja auch nicht vergessen: Solange du damit arbeitest, sollte der Großteil im Arbeitsspeicher bleiben. Je nachdem, wie das Projekt am Anfang und Ende geladen/gespeichert wird, sollte es vom Caching-System dann sogar als homogener Burst erkannt und überhaupt nicht gecached werden, weil hier auch der HDD-Teil (bis auf den etwas geringeren maximalen Durchsatz) angemessene Performance bietet.

        Zitat
        Die 80% erreichst du aber mMn nur wenn du pro Zeit rechnest, und nicht wenn man die Leerlaufzeit raus rechnet, denn dann ist die HDD plötzlich wieder deutlich Langsamer.
        Ich würde allgemein Zeiten mit Speicherzugriffen nehmen. Aber auch da gibt es eben viele, bei denen die HDD nicht stört. Ladevorgänge von Dateien in einem geöffneten Program hängen z.B. oft nur von der CPU ab. Ich hab mal n Revodrive gegen eine Samsung F4 beim öffnen einer >100 MiB .xlsb antreten lassen (auf nem i5 750) und die Festplatte brachte 99% der SSD-Leistung . Bei Opera + 10 Tabs (von Platte) waren es sogar 130 (okay, das lag an der OCZ-Qualität - ne Corsair SSD lag wieder ± gleich auf. Ein RAID0 aus zwei F4 aber noch einmal 5% höher).
        Irgendwann vor ein paar Jahren hatte PCGH mal 2-3 Dutzend Spiele mit SSD vs HDD verglichen und bei iirc 50% gar keine Vorteil und bei weiteren ~20% nur sehr geringe feststellen können. Und Spiele sind ja fast schon prädestiniert für verteilte Zugriffe bei Ladevorgängen, weil ein Level auf unzählige Elemente zugreift. Bei Programmen ist es z.B. noch schwerer, etwas zu finden, was von hohen Datenraten und/oder Zugriffszeiten profitiert. Von daher halte ich die 95% durchaus für realistisch - schließlich lagen schon die 2,5 SSHDs (mit ihren arg lahmen Plattern) selbst in SSD-afinen Anwendungen näher an der SSD, denn an der HDD:

        Zitat von Kuschluk
        na ja wie wirkungsvoll cache sein kann sieht man ja in sachen CPU 8 -12 MB sind dort schon viel und steigern die leistungsfähigkeit imens.
        CPU-Caches arbeiten nach einem anderen Prinzip und halten kürzlich genutzte Daten vorrätig. Seagates SSHDs haben den Flash in der Vergangenheit vor allem als alternatives Speichermedium für Zugriffszeit-empfindliche Daten genommen. Neuerdings scheinen sie auch eine Art precaching implementiert zu haben, aber ich würde mal davon ausgehen, dass das den geringen Einfluss hat. (schließlich steht nach dem Start einer Anwendung kaum noch Zeit zur Verfügung, irgendwelche Daten vorzuladen - und permanent im Cache halten kann man nur die wichtigen, kleinen Dateien)
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk