Backblaze HDD-Report: So niedrige Ausfallraten wie noch nie
Backblaze hat einen neuen Festplatten-Report veröffentlicht und kann erfreulicherweise berichten, dass es im zweiten Quartal 2020 so wenig Ausfälle gab wie noch nie. Die höchste Ausfallrate hatte (scheinbar zumindest) ein Modell von Seagate mit einer Kapazität von 16 Terabyte - vom selben Hersteller stammt aber auch eines der besten. Western Digital-Festplatten wurden zuletzt nicht mehr erstanden, wohl aber Modelle von deren Tochter HGST.
Der Online-Backup-Service Backblaze hat eine neue Festplattenstatistik veröffentlicht. Die Daten des Dienstes gelten nicht als allgemeingültig, da man seine Server auch mit Desktop-Laufwerken betreibt, haben sie für den Endverbraucher aber einen gewissen Informationswert. Backblaze versucht schon seit Jahren, die optimalen Festplatten für ihre Einsatzzwecke zu finden und bringt regelmäßig Quartalszahlen zu den Ausfallraten heraus. Nun hat man die Daten fürs zweite Quartal 2020 veröffentlicht. Ein Modell von Seagate erwies sich dabei als anfälligstes Modell - was mangels Vergleichsmodellen aber kein ganz fairer Vergleich war. Doch der Reihe nach.
Zum Ende des Quartals hatte Backblaze 140.059 Laufwerke im Einsatz, um die Daten seiner Kunden abzuspeichern. Alle Modelle, von denen man nicht mindestens 60 im Einsatz hatte, wurden jedoch aus der der Gesamtwertung herausgenommen. Damit blieben 139.867 HDDs in der Betrachtung. Warum man diese nicht weiter heranzog, zeigt die folgende Tabelle. Seagates ST16000NM001G mit 16 Terabyte Speicher erwies sich mit einer Fehlerquote (AFR, Annual Failure Rates) von 6,72 Prozent scheinbar als anfälligstes Modell. Allerdings hatte man nur 59 Modelle im Einsatz, was bei einzelnen Ausfällen die Fehlerquote beträchtlich in die Höhe treibt. Zum Vergleich: Ein 12 Terabyte großes Seagate-Modell, von dem über 35.000 Modelle im Einsatz waren, erreicht eine Ausfallquote von 0,9 Prozent.
Quelle: Backblaze
Backblaze HDD-Report: So niedrige Ausfallraten wie noch nie
Fehlerquote fällt auf unter einen Prozent
Seagates ST6000DX000 mit 6-TB-Kapazität erwies sich im Test als unverwüstlich. Alle 886 Exemplare des Dienstes hielten dem Marathon stand. Gleiches gilt für die HUH728080ALE600 von HGST mit 8 TByte bei 1.000 eingesetzten Exemplaren. Auch eine 4 TB große Festplatte von Toshiba - die MD04ABA400V - blieb mit einer AFR-Rate von 0,0 Prozent unauffällig, Backblaze testete allerdings nur 99 Modelle. HDDs von Western Digital schaffte man zuletzt nicht mehr an - aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen, wie man in den Kommentaren ausführt. Eine Abneigung gegen den Hersteller habe man nicht entwickelt, zumal ja Western Digital-Tochter HGST (Hitachi Global Storage Technologies) immer noch im Spiel sei.
Ebenfalls interessant: WD-Gold-Serie bis 20 Terabyte am Endkundenmarkt verfügbar
Insgesamt entpuppte sich das vergangene Quartal als fehlerfreistes seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2013. Im Schnitt lag die "Annualized Failure Rate" der eingesetzten Festplatten bei nur noch 0,81 Prozent, nach 1,07 im ersten Quartal 2020. Überhaupt sei es das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnung, dass man unter einem Prozent geblieben ist. Weitere Ausführungen und Vergleiche finden Sie in der Originalmeldung von Backblaze.
Quelle: Backblaze
Sie sind auf der Suche nach einer starken HDD-Festplatte? In unserem Technik-Ratgeber Festplatten finden Sie die besten von uns getesteten Modelle sowie alles Wissenswerte.

Ob die Platten dann mittels SATA, SAS, SCSI, FC oder sonstwas angebunden sind, ist für mich nebensächlich.
Ob die Platten dann mittels SATA, SAS, SCSI, FC oder sonstwas angebunden sind, ist für mich nebensächlich.
So war es bisher jedenfalls. Sie kaufen das, was sie am günstigsten auftreiben können (so lange es keine Platten von WD sind). Das sind derzeit offensichtlich vor allem 12 TB Platten. Und schon hat sich das mit den Desktop-Platten erledigt.
...oder verwendest du eine andere Unterscheidung zwischen Desktop- und Serverplatten als SATA vs SAS?
Bzgl. manchmal auch ganz normale, handelsübliche Platten: Machen sie das nicht immer? Ist das nicht gerade der Clou?