LGs Micro RGB Evo soll LCD-TVs näher an OLED bringen

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LGs Micro RGB Evo soll LCD-TVs näher an OLED bringen
Quelle: PCGH

LG zeigt auf der LG Convention 2026 seinen neuen Micro RGB Evo TV. Dank extrem kleiner RGB-LEDs und neuem α11-AI-Prozessor soll das LCD-Flaggschiff eine deutlich präzisere Bildsteuerung erreichen und sich in einigen Punkten OLED annähern.

LG hat auf der LG Convention 2026 in Frankfurt am Main eine ganze Riege neuer Fernseher vorgestellt, darunter das extrem flache OLED-Flaggschiff OLED77W6. Ein Highlight im LCD-Bereich war jedoch der Micro RGB Evo TV (MRGB96). Der Fernseher wurde bereits auf der CES 2026 mit einem Innovation Award ausgezeichnet und soll laut Hersteller einen deutlichen Technologiesprung gegenüber bisherigen Mini-LED-Displays darstellen. So nutzt er extrem kleine RGB-LEDs, die einzeln angesteuert werden können - ein Ansatz, mit dem man sich Stück für Stück der Präzision eines OLEDs annähern will. Möglich wird die neue Ansteuerung durch den α11 AI-Prozessor Gen3, der mit einer sogenannten Dual-AI-Engine zwei Bildverarbeitungsprozesse gleichzeitig ausführen kann. Dadurch sollen Inhalte besonders scharf dargestellt werden, ohne dabei unnatürlich zu wirken.

Doch selbst mit Micro Dimming Ultra und tausenden Dimming-Zonen, die zweifellos für starken Kontrast und eindrucksvolle Bilder sorgen, bleibt man damit noch weit entfernt von den Millionen selbstleuchtenden Pixeln eines OLED-Fernsehers. Und das weiß man auch bei LG, wie ein Vertreter vor Ort erklärte. Der Micro RGB Evo soll daher vor allem die Bildkontrolle klassischer LCD-Technik weiter verbessern. Als wichtigster Unterschied zwischen beiden Ansätzen bleibt laut LG weiterhin der Preis, da OLED-TVs die technisch aufwendigere und damit meist teurere Displaylösung darstellen.

Ein LG-TV zeigt eine Welle im Meer Quelle: PCGH LGs neues OLED-Flaggschiff, der OLED77W6, erhält sein Signal kabellos von einer Zero Connect Box und ist nur 9,9 mm dick.

Volle Farbraumabdeckung und neue LCD-Generation

Trotzdem will der Micro RGB Evo TV auch an anderer Stelle neue Maßstäbe setzen, etwa bei der Farbdarstellung. Dank der Technologie RGB Primary Color Ultra deckt er laut Intertek-Zertifizierung 100 Prozent der Farbräume BT.2020, DCI-P3 und Adobe RGB ab. Damit soll der Fernseher nicht nur für HDR-Filme, sondern auch für professionelle Bildbearbeitung geeignet sein.

Neben dem neuen Topmodell zeigte LG auch die nächste Generation seiner QNED- und Nano-UHD-Fernseher. Diese sollen ebenfalls von neuen Bildverarbeitungsfunktionen sowie der erweiterten Multi-AI-Plattform profitieren. Durch die Integration von Microsoft Copilot und Google Gemini sollen die TVs komplexe Sprachanfragen verstehen und als digitale Assistenten fungieren. Zudem setzt LG nach wie vor auf die Personalisierungsfunktionen von webOS, etwa über Voice ID und individuelle Startbildschirme. Die neuen QNED- und Nano-UHD-Modelle erscheinen in Größen von 43 bis 115 Zoll. Gleichzeitig garantiert LG im Rahmen des webOS Re:New-Programms Software-Updates für die kommenden vier Jahre.

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