Dolby Vision 2: Zur IFA 2025 bringt Dolby eine neue HDR-Generation
Auf der IFA 2025 wird etwas überraschend auch Dolby Vision 2 vorgestellt. Nach zehn Jahren der ersten Generation springen die Dolby Laboratories nun ebenfalls auf den KI-Zug auf.
Die IFA 2025 steht vor der Tür: Vom 5. bis zum 9. September 2025 treffen sich wieder zahlreiche Unternehmen zur Internationalen Funkausstellung in Berlin. Etwas überraschend haben sich auch die Dolby Laboratories angekündigt, die für die "Dolby Vision" genannte HDR-Technologie einen Nachfolger präsentieren.
Dolby Vision 2: Nach einem Jahrzehnt gibt's die KI-Unterstützung
Mit Dolby Vision 2 springt das Unternehmen wie selbstverständlich auf den Zug der künstlichen Intelligenz auf. Unter anderem nennt Dolby in der Pressemitteilung eine überarbeitete "Image Engine", die von der sogenannten "Content Intelligence" angetrieben wird. Das KI-gestützte Feature soll sowohl das Bildmaterial als auch das jeweilige Ausgabegerät sowie die Umgebungsbedingungen in Kontext setzen und so für ein besseres Bild sorgen. Zusätzlich fährt Dolby Vision 2 folgende Geschütze auf:
- "Precision Black": Manche HDR-Szenen fallen schlicht zu dunkel aus, was die Bildqualität beeinträchtigt, wie Dolby meint. Hier soll "Precision Black" Abhilfe schaffen und die Details in schattigen Bildbereichen aufpolieren.
- "Light Sense": Dieses Feature baut auf dem bekannten "Dolby Vision IQ" auf. Hierbei werden die Umgebungslichtsensoren des TVs mit Referenzdaten aus dem Quellmaterial für eine Anpassung an die Lichtverhältnisse im Raum kombiniert.
- Bi-direktionales Tone Mapping: Inhalte lassen sich hiermit spezifisch an die "Vorteile moderner TVs" anpassen - Dolby Vision 2 will schlicht mehr aus den Spitzenhelligkeiten der Geräte herausholen.
- "Authentic Motion": Der sogenannte Seifenopern-Effekt tritt gelegentlich bei Zwischenbildberechnungen hervor - mit dem neuen Feature können Filmemacher nun genau festlegen, wie die Darstellung von Bewegungen erfolgen soll.
Abwärtskompatibel und mit ersten Partnern
Auf Nachfrage von The Verge gab Dolby bekannt, dass die neue Generation abwärtskompatibel bleibt. Zusätzliche Metadaten werden von Fernsehern mit dem "ersten" Dolby Vision schlicht ignoriert.
Innerhalb von Dolby Vision 2 selbst gibt es allerdings eine zusätzliche Abstufung. Mit "Dolby Vision 2 Max" wird eine zusätzliche Ebene "für Premium-Fernseher" freigeschaltet. Wie sich diese von der regulären Version unterscheidet, geht aus der Ankündigung allerdings nicht hervor.
Apropos Fernseher: Erste Hersteller von TVs und Inhalten kündigen im selben Atemzug bereits an, dass Dolby Vision 2 auf dem Weg in erste Geräte und Ausstrahlungen ist.
- Das chinesische Unternehmen Hisense will die Technologie im zweiten Halbjahr 2026 in ersten TVs mit RGB-MiniLED-Technik einbauen. Grundlage hierfür ist der ebenfalls frisch angekündigte MediaTek Pentonic 800, der mit der "MiraVision Pro PQ Engine" den ersten Chip mit vollumfänglichem Support von Dolby Vision 2 darstellt.
- Aufseiten von Inhalten meldet sich hingegen das französische Medienhaus Canal+, das künftig Filme, Serien und Live-Sport mit Dolby Vision 2 anbieten will. Wann weitere (Streaming-)Dienste folgen, ist indes noch unklar.
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Ich bin ehrlich, ich seh keinen Unterschied zwischen Dolby Vision und normalem "HDR"
Vor allem bei dem bis ins Nirvana komprimierten Mist den Streaming Dienste so ausspucken... Aber selbst bei UHDBD sehe ich keinen Unterschied. Bin wohl einfach alt.
Aber Hey, irgendwie muss man ja neue Geräte verkaufen ^^
Bei HDR kann der Filmemacher/Produzent/Studio beim Mastering z.B.: nur einmal die höchste Spitzhelligkeit angeben, genauso wie Farbwerte. Diese gelten dann für den gesamten Film --> statisches Verfahren.
Bei Dolby Vision sind diese Metadaten Bild für Bild anpassbar.
Deshalb wirken Dolby Vision Filme sehr viel seltener zu dunkel oder zu Hell, Helligkeit und Farben sind für das Mastering dynamisch.
Den Nachteil von HDR versuchen die TV Hersteller mit dynamischen Tone Mapping auszugleichen. Das funktioniert auch verhältnismäßig gut, sorgt aber dafür dass der Film nicht so aussieht wie es das Studio wollte, weil manche Szenen zu hell oder zu dunkel dargestellt werden.
Insgesamt sorgt das Tone-Mapping für mehr "POP" was vielen Nutzern halt gefällt, aber nicht korrekt ist.
Blu Ray sterben immer mehr aus, da sie kaum noch wer kauft, erst recht UHD Blu Rays, die ja erst HDR und co. bieten, die viel zu teuer sind. Die UHD und HDR/DV Streams der Streaming Anbieter werden immer teurer so dass der normale Netflix/Disney und co. Kunde halt wieder in 1080p ohne HDR auf seinem UHD TV schaut. Und wenn der normale TV Käufer was neues will, verstehen die meisten eh nur Bahnhof von dem was da alles auf der Packung steht und sitzen trotzdem begeistert vor Ihrem neuen OLED TV mit eingeschaltetem Energiesparmodus.
Für die ganzen Neuerungen interessiert sich doch am Ende nur noch die Technik Bubble. Sonst haben die Hersteller den normalen Kunden schon lange verloren.
Naja, ich denke, da werden noch einige Jahre ins Land gehen.
In der Zwischenzeit erfreu ich mich über mein Dolby Vision auf 110Zoll
Und der Unterschied ist in meinen Augen sehr deutlich, gegenüber HDR.
Ich empfinde Dolby Vision als eine viel "natürlichere" Wiedergabe, ich achte immer darauf, dass ich Material in DV bekomme. HDR10+ empfinde ich persönlich als Fehlschlag, zumindest auf meinem Projektor, da es nicht den Kontrast- und Farbumfang von DV zu erreichen scheint.
Beispiele hierfür sind Mortal Engines und John Wick - Kapitel 4, beide nutzen den BT.2020 Farbraum bei DV und das kennt man gewaltig an den satteren Farben.