FIFA 13: PCGH-Hands-On-Test und exklusives Interview - Lohnt sich das Update für FIFA-12-Spieler?

2
Test Oliver Halbig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

FIFA 13 angespielt: EA hat in Köln für einen Nachmittag seine Tore geöffnet und einigen Pressevertretern ein ersten Hands-On-Test zum nächsten Teil der Fifa-Serie ermöglicht. Der Executive Producer David Rutter war ebenfalls vor Ort und stellte den versammelten Pressevertretern die Neuerungen im Gameplay für FIFA 13 vor. Außerdem stand er im Anschluss für einige kurze Interviews zur Verfügung.

Fußball ist vor allem emotional, spannend und unvorhersehbar. Executive Producer David Rutter begann seine Präsentation mit einigen Zitaten wichtiger Größen im Fußball, um den versammelten Pressevertretern zu verdeutlichen, in welche Richtung die Entwicklung bei FIFA 13 gehen soll. Mit dem neuen Teil der Fußballsimulation soll der nächste Schritt in Richtung spürbarem Realismus gemacht werden. Dabei setzen die Entwickler nicht auf optische Neuerungen, in diesem Jahr steht eindeutig das Gameplay im Vordergrund. Während im letzten Jahr mit der neuen "Impact Engine" der technische Grundstein gelegt wurde, bauen diverse neue Features jetzt auf dieser Technik auf und sollen das Spielgefühl deutlich verbessern. Im Anschluss an die Präsentation äußerte sich David Rutter im Interview zum Thema Grafik und ob aktuelle Konsolen immer noch schnell genug sind, um die ideale Hardware-Grundlage für eine realistische Fußballsimulation zu sein.

FIFA 13: Interview mit Executive Producer David Rutter (EA Canada)
Am Rande des EA-Events bekamen wir eine kurze Chance für ein Interview mit David Rutter. Zunächst bestätigte er, dass es mit FIFA 13 keinen Rückschritt für PC-Spieler geben wird. Auch die PC-Version wird in identischer Form zur Konsolen-Version ausgeliefert. Zum Thema Gameplay äußerte er, dass höherer Realismus gleichzeitig nicht bedeuten müsse, dass FIFA für Einsteiger in Zukunft schwieriger werde. Im Gegenteil: Wer sich mit Fußball beschäftige und hier ein grundsätzliches Verständnis vom Spiel mitbrächte, werde es in Zukunft sogar einfacher haben, da sich das Spiel viel intuitiver spielen lasse. Wer absolut keine Ahnung von Fußball habe, könnte es allerdings etwas schwieriger haben. Das sei bei FIFA-Spielern aber eher selten der Fall.

Zum Thema Impact Engine ist Rutter von den Möglichkeiten begeistert. Während es sich bei FIFA 12 mehr oder weniger um eine reine Kollisionsabfrage von Ball und Spielern gehandelt habe, sei das Feature nun so weit fortgeschritten, um die vielen neuen Gameplay-Elemente auf Basis der Engine zu implementieren und so ein völlig neues Spielgefühl zu ermöglichen. Er sei nach dem technisch bedeutenden vergangenen Jahr nun froh, in diesem Jahr viele neue Gameplayaspekte auf Basis der Engine umsetzen zu können.

Wie wichtig ist die Grafik für eine realistische Fußball-Simulation? Rutter war diesbezüglich deutlich und erklärte, dass sein Team stets darum bemüht sei, Atmosphäre, Beleuchtung und Publikum zu verbessern. Generell sei es ihm jedoch besonders wichtig, wie sich ein Spiel anfühle und welche Möglichkeiten man im Spiel habe. Gerade Fußballsimulationen seien in erster Linie vom Gameplay abhängig und die Grafik spiele eine wichtige, aber dem Gameplay untergeordnete Rolle.

Zum Schluss unterhielten wir uns mit Rutter über das Verhältnis von PC zu Konsole und ob er sich vorstellen könne, der PC-Version grafische Verbesserungen gegenüber der Konsole zu gönnen. Zunächst betonte er, dass der PC auch in diesem
Jahr wieder die verbesserte Auflösung gegenüber der Konsole besitzen werde. Darüber hinaus wolle er lieber weiterhin das Gameplay verbessern, statt zu viel in die Grafik zu investieren. Denn der Fokus des Teams auf ein realistisches Gameplay sei unabhängig von der Plattform und auch PC-Spieler würden hier mehr als von einer besseren Grafik profitieren.

Unsere letzte Frage drehte sich um die Zukunft der Konsolen und damit von FIFA: Wir wollten wissen, ob er sich von den in die Jahre gekommenen Konsolen eingeschränkt fühle oder ob PS3 und Xbox 360 immer noch genug Power hätten, um die ideale Fußballsimulation zu entwickeln. Rutter antwortete kurz und schmerzlos: Er selbst und sein Team würden sich von den aktuellen Konsolen nicht eingeschränkt fühlen. Sowohl Xbox 360 als auch PS3 würden genug Leistung besitzen, um auch in Zukunft die Ideen und Konzepte für FIFA umzusetzen. Beim Punkt Grafik ginge natürlich mehr und FIFA könnte besser aussehen, beim Gameplay wüsste er jedoch derzeit nichts, wofür er Konsolen der nächsten Generation benötigen würde.

Eine detaillierte Auflistung der neuen Features von FIFA 13 finden Sie auf Seite 2 des Artikels.

FIFA 13: Persönlicher Eindruck / Fazit
Abgesehen von den üblichen Bugs in der frühen Version eines Spiels macht FIFA 13 einen runden und spaßigen Eindruck. Die neuen Features fügen sich gut in das Gesamtkonzept ein und fügen sich intuitiv in das Spielgeschehen ein. Besonders versierte Dribbler werden mit dem neuen Teil voll auf ihre Kosten kommen. Wer eher den langen Ball nach vorne bevorzugt, wird mit der neuen Ballannahme anfangs seine Probleme haben. Pässe müssen präziser werden und wer nicht gerade Ballkünstler wie Messi im Sturm spielen hat, wird an gewagten Steilpässen nur wenig Freude haben. Hier geht EA einen großen Schritt in Richtung realistischer Fußballsimulation und lässt den Spieler die individuelle Klasse seiner Spieler deutlich spüren. Das Freistoß-System gewährt unzählige neue Möglichkeiten und wer viel Zeit in das Training seiner Varianten investiert, wird hier in Zukunft diverse Möglichkeiten haben, um die Verteidiger auszuspielen. Besonders positiv fällt auf, dass EA endlich die im letzten Jahr eingeführte Impact Engine im Griff hat und Spieler nicht mehr wie Kegel übereinander fallen.

So groß die Fortschritt beim Gameplay sind, technisch und vor allem optisch riskieren die Entwickler nichts. FIFA 13 sieht in der aktuellen Fassung nahezu identisch zum Vorgänger aus und die Aussagen von David Rutter lassen keine große Hoffnung aufkommen, dass sich bis zum Release daran noch viel ändern wird. Nach dem bisherigen Eindruck kann man also feststellen, dass FIFA den nächsten Schritt in der Evolution der Fußball-Simulation macht und einige knackige Gameplay-Neuerungen mitbringt. Die große Revolution fehlt jedoch und es bleibt abzuwarten, ob die neuen Features ausreichen, um den großen Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen.

Reklame: FIFA 13 jetzt bei Amazon bestellen

Bildergalerie

2
  1. Seite 1 FIFA 13 - Besuch bei EA und Interview mit David Rutter
  2. Seite 2 FIFA 13 - Neue Gameplay-Verbesserungen im Überblick
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von .Moe PC-Selbstbauer(in)
        AW: FIFA 13: PCGH-Hands-On-Test und exklusives Interview - Lohnt sich das Update für FIFA-12-Spieler?

        Klingt ja alles schön & gut, aber lohnt sich jetzt ein Update von FIFA 12 ??^^
      • Von .Moe PC-Selbstbauer(in)
        AW: FIFA 13: PCGH-Hands-On-Test und exklusives Interview - Lohnt sich das Update für FIFA-12-Spieler?

        Klingt ja alles schön & gut, aber lohnt sich jetzt ein Update von FIFA 12 ??^^
      • Von DirectCurrent Kabelverknoter(in)
        FIFA 13: PCGH-Hands-On-Test und exklusives Interview - Lohnt sich das Update für FIFA-12-Spieler?

        Wer zum Teufel schreit denn bitte nach Revolution?

        Allein die Tatsache das dieses Spiel auch nach dem x-ten mal Emotionen auslöst(mal positiv mal negativ), rechtfertigt eine Evolution und keine Revolution.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk