Euro Truck Simulator 2 bekommt bessere Grafik - ohne teures Raytracing
Der Euro Truck Simulator 2 hat vor kurzem ein neues Update erhalten. Mit diesem wurde unter anderem ein verbessertes Materialsystem eingeführt, das nach und nach die Grafik der Lkws verbessert, ohne auf teures Raytracing zu setzen.
Der Euro Truck Simulator 2 wurde bereits 2012 veröffentlicht und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Ein neues Update soll den Fahrspaß der Spieler noch vergrößern, indem das Materialsystem für einige Lkw verbessert wurde.
Das ändert sich beim Euro Truck Simulator 2
Wie der Name es bereits verrät, reisen Spieler beim Euro Truck Simulator 2 quer durch Europa, um unterschiedliche Ladungen zuzustellen. Dabei gibt es Städte aus Deutschland, Italien, Polen oder beispielsweise auch Großbritannien zu erkunden. Durch erfolgreiche Lieferungen wächst das eigene Unternehmen, und es können auch eigene Fahrer eingestellt werden. Spieler verbringen einen Großteil des Spiels in den Lastkraftwagen, und genau diese hat sich das Entwicklerteam von SCS Software nun vorgenommen.
Das Update 1.60 bringt ein verbessertes Materialsystem für ausgewählte Lkws in Euro Truck Simulator 2 und auch in American Truck Simulator. In einem Blogbeitrag auf Steam erklären zwei Entwickler des Teams, was es damit auf sich hat und wie das Ganze entstanden ist. Mit dem Update werden die Fahrerkabinen schrittweise realistischer in der Grafik. Bislang wirkten die Innenräume zu flach, was vor allem bei der Arbeit am Projekt American Truck Simulator aufgefallen ist, da die Kabinen dort kleiner und dunkler als die europäischen Lkw-Kabinen sind.
Somit entstand die Idee, vorhandene Reflexionstexturen effizienter zu nutzen, um durch unterschiedliche Lichtperspektiven ein dreidimensionaleres Gefühl für die Materialien wie Leder zu erhalten. Je nach Material ändert sich der Grad der Reflexionsstufe. Hochauflösende Reflexionen werden beispielsweise für glänzendes Chrom verwendet. Der Vorteil bei diesem Vorgehen ist, dass die Engine ohnehin diese Reflexionen erzeugen muss und somit kaum weitere Rechenleistung benötigt. Außerdem sollen nun alle Materialien im Innenraum auf das Umgebungslicht reagieren, sodass Spieler beispielsweise einen grünen Farbton erhalten, wenn sie an Bäumen vorbeifahren. Auch hier wird kaum zusätzliche Rechenleistung benötigt. Anstelle eines neu eingebauten Raytracings wird damit auf bestehende Technologien der Engine gesetzt. Dadurch wird auch sichergestellt, dass Spieler mit schwächerer und älterer Hardware nicht ausgeschlossen werden. Dafür wurde während der Entwicklung regelmäßig die Belastung von unterschiedlichen Grafikkarten und Videospeichern überprüft.
Vorerst profitieren von dieser realistischeren Darstellung von Materialien nur insgesamt vier Trucks im Euro Truck Simulator 2 und im American Truck Simulator. Weitere Fahrzeuge sollen jedoch folgen. Da jedes Fahrzeug zu einem anderen Zeitpunkt mit verschiedenen Rendering-Verfahren entstanden ist, ist es nicht möglich, alle Lkw automatisch umzuwandeln. Demnach muss das Team nun alle Innenräume einzeln anpassen und auf unterschiedliche Witterungsbedingungen und Tageszeiten testen. Spieler können sich jedoch auf eine bessere Grafik ohne teures Raytracing freuen.
Quelle: via Steam
