Cryengine-Shooter Enemy Front: Gewollter Mix aus Call of Duty und Far Cry - Exklusives Interview mit den Entwicklern
Das Thema Zweiter Weltkrieg scheint nach wie vor nicht tot zu sein: Mit Enemy Front erscheint Mitte Juni ein frischer Shooter, der den Spieler in den Zweiten Weltkrieg zieht. PC Games Hardware hatte die Möglichkeit, bei CI Games einige Fragen zum Spiel und zur Cryengine zu stellen. Das spannende Interview lesen Sie hier in einer deutschen Zusammenfassung sowie im englischen Originalwortlaut.
Bei City Interactive werden gerade die letzten Feinheiten an Enemy Front aufpoliert. Das Spiel handelt im Zweiten Weltkrieg und wird am 13. Juni erscheinen. Das Besondere: Der "Semi-Sandbox-Shooter" verwendet die Cryengine und soll die Kriegsschrecken so halbwegs "ansehnlich" machen. PC Games Hardware hatte die Möglichkeit, mit den Entwicklern zu sprechen und die gaben auf unsere Fragen bereitwillig Antwort.
Über zwei Jahre habe man am Shooter gearbeitet. Damals sei die Entscheidung gefallen, dass es das Beste sei, dass man die Cryengine verwendet. Es handelt sich deshalb auch nicht um die neueste Ausbaustufe der Engine. "Wenn die Entwicklung einmal in vollem Gange ist, sind Änderungen problematisch. Deshalb ist es entscheidend, dass diese frühen Entscheidungen richtig sind." Insbesondere bei Außenlevels biete die Cryengine großartige Möglichkeiten und das habe man bei Enemy Front ausgiebig genutzt. Zusammen mit Effekten, Beleuchtung und den guten Artworks zeigt man sich mit dem Ergebnis zufrieden.
Enemy Front: Kein Release auf Playstation 4 und Xbox One
Enemy Front erscheint übrigens nicht für die Playstation 4 und die Xbox One. Die Entwickler erklären auch, warum das so ist. Als man mit der Entwicklung begonnen hat, wollte man mit dem Spiel noch vor der Veröffentlichung der neuen Konsolen auf den Markt. Da man sich zugunsten des Spieles aber auf eine Verschiebung des Release-Termins geeinigt hat, sind die neuen Konsolen nun schon erhältlich. Man sieht das aber nicht als Nachteil. Wie viele andere Entwickler weiß man um die breite Nutzerbasis der Playstation 3 und der Xbox 360. Die der neuen Konsolen ist noch deutlich kleiner und damit wirtschaftlich uninteressanter.
Wer die bestmögliche Grafik haben will, muss also auf dem PC spielen. Der bietet naturgemäß die optisch anspruchsvollste Wiedergabe des Zweiten Weltkriegs. Das Entwicklerteam erklärt, dass man auf dem PC natürlich in den Genuss höherer Auflösungen und besserer Texturen kommt. Auch mit den Effekten musste man nicht so sparsam umgehen wie auf den sieben Jahre alten Konsolen. Zudem wurde mit diversen Shadern gearbeitet, um jedem Level ein besonderes Aussehen zu geben. Die Rendertechniken sind zwar größtenteils sehr ähnlich, aber mit kleinen Anpassungen lassen sich gute Ergebnisse erzielen.
Enemy Front: Abwechslungsreiches Leveldesign mit viel Atmosphäre
Der auffällige Unterschied in den verschiedenen Level erklärt sich auch dadurch, dass verschiedene Entwicklerteams unabhängig am Design gearbeitet haben. Das hat zur Folge, dass jeder Schauplatz seine ganz eigene Atmosphäre hat, da viele verschiedene kreative Ideen eingeflossen sind. "Man muss damit allerdings sehr vorsichtig sein, denn die Ergebnisse dürfen am Ende nicht in zwei unterschiedliche Spiele in einem münden, auch mit Hinblick auf das Gameplay." In Enemy Front gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Leveltypen: Die eher engen und beklemmenden "Warsaw Uprising"-Szenarios und die eher offen gestalteten "Flashback"-Level. Erstere bieten ein Gameplay, das eher an Call of Duty angelehnt ist. Die offenen Schauplätze dahingegen bieten mehr Freiheit bei der Lösung der Mission. Die Entwickler denken, dass ihnen eine gute Mischung gelungen ist, aber man dürfe auch nie vergessen, dass Enemy Front ein First-Person-Shooter sei. Da dürfe man nicht zu weit abdriften und müsse liefern, was der Markt erwartet.
Die Cryengine ist vor allem bei der Beleuchtung sehr stark und bietet viele Möglichkeiten. Das fiel auch in Enemy Front auf und die Entwickler bestätigen, dass man sich hier viel Zeit genommen hat. Mit der Beleuchtung könne man nicht nur viel optischen Mehrwert erreichen, sondern auch die Aufmerksamkeit des Spielers lenken. Zudem helfe Beleuchtung, den Wiedererkennungswert zu stärken. Insbesondere in Hinblick auf die schwache Hardware der Konsolen habe man hier viel experimentiert.
Die Mischung aus offenen und beengten Designansätzen beim Leveldesign haben wir bereits angesprochen. Das kann aber Probleme mit der KI verursachen, die schon andere bekannte Entwicklerteams in Schwierigkeiten brachte. "KI richtig hinzubekommen, ist immer kompliziert. Das System kann sehr schnell ein kompliziertes Monster werden, das man erst nach Monaten in den Griff bekommt. Zuerst wollten wir zwei Systeme entwickeln, doch es stellte sich schnell heraus, dass hierfür nicht genügend Zeit vorhanden war." So wurde ein System entwickelt, dass beide Leveldesign-Ansätze bedienen kann. Die KI passt sich den Umständen an und reagiert auch auf das Verhalten des Spielers. Das komplette Interview finden Sie in Originalsprache auf der zweiten Seite dieses Artikels.
In diesem Artikel
Enemy Front: Hintergründe und Details zum Spiel
Die Story von Enemy Front soll dabei zahlreiche historische Begebenheiten des Zweiten Weltkriegs aufgreifen, wie die Geschehnisse in der Wolfsschanze oder die Entschlüsselung der Enigma-Codes. Protagonist ist Roy Hawkins, amerikanischer Kriegskorrespondent, der zum Held der Widerstandsbewegung wird. Das vom Krieg zerrissene Europa wird zudem mit der Middleware Environmental Damage System in Szene gesetzt, die komplett zerstörbaren Level ermöglichen soll. Die Kampagne soll 10 bis 12 Stunden dauern und einen Koop umschließen. Außerdem gibt es natürlich einen Mehrspielerpart. In Deutschland wir der Titel von Koch Media vertrieben und erscheint ungekürzt. Allerdings wurden wie bei jedem WW2-Shooter die verfassungsfeindlichen Symbole entfernt. Eine internationale Version lässt sich aus Deutschland auch nicht auf Steam aktivieren.

Da hilft auch ein WW2-Setting nichts, kann man getrost auslassen.
jap das Video macht echt keinen guten Eindruck.... sehr schade!
Da spiel ich doch lieber ein schlechtes Call of Duty ^^
Bin ja mal gespannt wann mit dieser ach so tollen Cryengine endlich auch ein gutes Spiel kommt, welches nicht nur interaktive Techdemo sein wird.
Mal abwarten, DoDs
istwar ja nicht so schlechtAber seit ein gewissen Update vor Jahren schon in denen die MP40/Thomson so gepuscht wurde (genau und ohne Recoil) ist es langweilig geworden.
Enemy Front wirkt zumindest in diesen Vid schon sehr weich gespült.
Von einen WW2-Shooter erwarte ich einfach mehr Spannung im Sinn von: Beobachten, genau überlegen wo man wie, wann und wem angreift, vorzeitig seine Postion verraten sollte sofort bestraft werden und nicht durch 'Multikill' belohnt werden.