Made in Germany: 25-Jähriger baut Drohne, die eine große Nachfrage auslöst
Die Rostocker Firma CiS baut mit der Orka eine autonome Drohne, die laut dem Hersteller sogar von fahrenden Schiffen und Lkw abheben kann - die Nachfrage ist europaweit groß.
Drohnen werden als unbemannter Fluggeräte zu einem immer wichtigeren Teil der zivilen und kritischen Infrastruktur. In diese Gemengelage stößt ein Rostocker Unternehmen: CiS-Drohnensysteme, geführt vom 25-jährigen Tom Kaufmann, hat mit der "Orka" eine autonom fliegende Drohne entwickelt - und dazu eine Station, die sie eigenständig aufnimmt.
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist dabei nicht der Flug, sondern das "Orka-Dock". Kaufmann beschreibt es als "weltweit einmaligen" Hangar, in dem die Drohne unterkommt und Strom zieht. Von dort hebt sie ohne menschliches Zutun ab und kehrt zurück - selbst wenn die Basis auf einem rollenden Lkw oder Boot sitzt.
Auf dem Markt ist das Dock erst seit wenigen Monaten, trotzdem denkt Kaufmann schon in Serienstückzahlen - die Auftragslage läuft der Kapazität davon. Rund 100 Exemplare der Orka schafft der Standort im Rostocker Umland derzeit pro Jahr - zu wenig, gemessen an den Anfragen, die laut dem jungen Firmenchef europaweit eintrudeln.
Zwölf Kilogramm, kaum hörbar und gegen Störsender gewappnet
Zur Technik nennt CiS ein Fluggewicht von etwa zwölf Kilogramm und einen Rotorkreis von 1,30 Metern Durchmesser; im Betrieb soll die Orka kaum zu hören sein. An Bord sitzt eine Wärmebildkamera, gegen elektronische Störmaßnahmen ist das Gerät dem Unternehmen zufolge unempfindlich. Bei der Ausdauer nennt CiS rund 75 Minuten Flugzeit mit fünf Kilogramm Nutzlast. Für Dauerpräsenz sorgt weniger der einzelne Flug als der Wechsel ins Dock, das nachlädt und neu startklar macht.
Öffentlich vorgestellt wurde das Orka-Dock im Mai 2026 auf der Fachmesse "Combined Naval Event" im britischen Farnborough. Zuvor absolvierte das System laut CiS bei der Marineübung "SeaSEC 2026" im April in Rostock automatische Start- und Landezyklen von einem fahrenden unbemannten Boot bei bis zu 15 Knoten. Den Start wickelt das Dock nach Unternehmensangaben in unter 30 Sekunden ab.
Eine Grenze zieht der Entwickler: "Wir bewaffnen unsere Drohnen nicht", sagt Kaufmann. Im Einsatz ist die Orka bislang in der verdeckten Aufklärung, etwa für die Bundeswehr - ausgelegt zum Beobachten, nicht zum Zerstören. Ob die derzeit 30 Mitarbeiter und die geplante Serienfertigung mit der Nachfrage Schritt halten, zeigt sich in den kommenden Monaten.
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Quelle: Nordkurier, DroneXL

Im Einsatz ist die Orka [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] in der verdeckten Aufklärung, etwa für die Bundeswehr - ausgelegt zum Beobachten, nicht zum Zerstören.
Hoffentlich verkaufen die sich nicht ins Ausland, solche Unternehmen und Leute braucht es heute mehr denn je, in den verschiedensten Branchen.