DirectX 12 für Linux: Portierung auf Windows Subsystem für Linux (WSL)
Microsoft hat im Rahmen der hauseigenen "Build" enthüllt, dass über das Windows Subsystem for Linux (WSL) künftig auch grafische Interfaces laufen, ohne dass dazu eigens ein X-Server installiert werden muss. Außerdem hat man DirectX 12 für WSL portiert. Weitere Schnittstellen befinden sich in Arbeit.
Über das Windows Subsystem für Linux (WSL) kann man bereits seit einiger Zeit Linux-Anwendungen auf einem Windows-System laufen lassen. Laut einer im Rahmen der hauseigenen Build-Messe gemachten Ankündigung, die wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr lediglich online stattfand, soll die Umgebung künftig auch grafische Anwendungen unterstützen. GUI-Anwendungen waren dazu auch in der Vergangenheit schon in der Lage, allerdings musste man Umwege beschreiten, etwa über X-Server. Außerdem erklärt Microsoft in einem Blog-Post: DirectX12 wurde für WSL portiert.
Vulkan in Arbeit
Dazu hat Microsoft ein Linux-Kernel-Modul kreiert, das die DX12-Grafikinfrastruktur an das WSL weiterleitet. Durch diesen Schwenk musste Microsoft seine Bibliotheken lediglich neu kompilieren. D3D12-API, unter Linux libd3d12.so, sowie das neue DxCore (libdxcore.so) werden vom Loader automatisch in die Umgebung eingefügt. Außerdem rüstet Microsoft seine Machine-Learning-Bibliothek DirectML für die neue Umgebung - GPU-Hersteller haben ihre Userspace-Treiber entsprechend angepasst. Dadurch ist beispielsweise auch Nvidias CUDA auf Basis von DirectX12 unter WSL lauffähig.
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Wenig Neues gibt es zu den Schnittstellen OpenGL und OpenCL im Windows Subsystem. Microsoft erneuerte lediglich die Ankündigung, dass Collabora die Schnittstellen aktuell auf einen neuen Stack portiert. Dabei setzt man auf die freie 3D-Grafikbibliothek Mesa als Übersetzungsschicht. Vulkan hat Microsoft ebenfalls auf dem Radar, Pläne allerdings noch nicht kommuniziert. "Wir prüfen derzeit noch, wie Vulkan in der WSL am besten unterstützt werden kann. Weitere Details werden wir noch mitteilen."
Quelle: Microsoft (Interface, DirectX12)

man wird nicht ernst genommen und an einem rennen gegen die konkurrenz erst gar nicht zugelassen.
das problem ist nicht linux, sondern das hinter einer plattform mit betriebssystem xyz nun mal ein konzern stehen muss, der die plattform auf den markt bringt und gamer für sich begeistert.
und das war im pc segment noch nie der fall, weswegen sich selbst vulkan bis heute nicht durchgesetzt hat, da hinter windows nun mal microsoft steht und mit microsoft auch direct x.
Zum Glück gibt es noch die Playstation und Apple... Und offene Standards die alle die Begeistern, die viel Geld haben. Auf Servern wie Stadia, läuft nur Linux. Auf Apple Os, läuft Mantle, was von AMD kommt und der Nachfolger Vulkan ist und der Vorgänger der libGPU der Playstation3.
DX12 gibt es nur für Windows 10 und die neue XBox O-One-X keine Ahnung wie die die nennen. Der kleinste Gemeinsame Nenner für alle Platformen, ist OpenGL/ES oder Vulkan.
Man muss nicht nachweisen woher man weiss wie Windows NT 3.5 intern funktioniert.
man wird nicht ernst genommen und an einem rennen gegen die konkurrenz erst gar nicht zugelassen.
das problem ist nicht linux, sondern das hinter einer plattform mit betriebssystem xyz nun mal ein konzern stehen muss, der die plattform auf den markt bringt und gamer für sich begeistert.
Linux ist aus unterschiedlichen Gründen im Serverbereich der Industriestandard. Das wirkt sich zunehmend auch auf den Desktop aus. Man will heute Betriebssysteme, die für das Internet geschaffen wurden. Dazu kommt die ganze freie Software ohne die man heute auch einfach kein Desktop mehr nutzen möchte (egal ob Windows, MacOS oder Linux). Da ist es dann an vielen Stellen egal, was für ein PC-OS man nutzt. Ein unbedarfter Anwender, der zwischendurch mal vom Smartphone an einen PC wechselt, merkt das heute schon gar nicht mehr.
Der Desktop war lange durch Microsoft/Windows monopolisiert. Mit fragwürdigen Geschäftspraktiken an der Grenze zur Legalität. Ich will jetzt hier kein uraltes Fass mehr aufmachen, aber trotzdem darf man das nicht vergessen. Eine offnene Schnittstelle wie Vulkan oder OpenGL hätte sich auch bereits vor 20 Jahren für Spiele durchsetzen können. Aber Microsoft hat das damals aktiv verhindert. Die Schnittstelle musste von Microsoft kontrolliert werden. Dagegen kam niemand an.
Linux wird sich auch auf dem Desktop langfristig durchsetzen, da es eine Art von demilitarisierter Zone zwischen den Konzernen ist. Die Synergien, die sich daraus ergeben, kann man gar nicht überschätzen. Während Corona hat sich die Zahl der Linux-Nutzer verdoppelt, weil viele privat längst auf Linux gewechselt sind, da es in vielen Bereichen viel einfacher einzusetzen ist als Windows. Ich brauche für eine Linux-Neuinstallation mit sämtlicher Anwendungssoftware keine 20 Minuten. Dinge wie Office und vieles andere sind da gleich mit dabei. Ich kann den PC danach einfach nutzen. Die benötigten Treiber sind alle im Kernel, wenn man beim Kauf ein wenig auf die Auswahl der HW-Komponenten achtet. Alte Systeme laufen fast immer out-of-the-box. Minecraft läuft auch noch auf einem alten Laptop mit Intel HD-Grafik geschmeidig, wo Windows 10 sich bisweilen sehr zäh anfühlt. Der Zugang ist für neue Nutzer (Kinder) wesentlich einfacher und das System insgesamt sicherer.
Der Punkt ist einfach, dass der Desktop generell auf dem Rückzug ist. Das werden wir in den kommenden Jahren alle merken, egal ob wir jetzt Windows oder Linux auf unseren PCs nutzen. Konsolen, Streaming und natürlich die mobilen Plattformen haben das PC-Gaming schon deutlich zurückgedrängt. Es würde mich nicht wundern, wenn in 20 Jahren klassisches PC-Gaming ganz überwiegend unter Linux stattfindet. Das ist dann nämlich eine Nische für die sich die großen börsennotierten Konzerne nicht mehr interessieren. Kann man sich heute noch etwas schlecht vorstellen, aber denkt einfach mal etwas weiter in die Zukunft.
man wird nicht ernst genommen und an einem rennen gegen die konkurrenz erst gar nicht zugelassen.
das problem ist nicht linux, sondern das hinter einer plattform mit betriebssystem xyz nun mal ein konzern stehen muss, der die plattform auf den markt bringt und gamer für sich begeistert.
und das war im pc segment noch nie der fall, weswegen sich selbst vulkan bis heute nicht durchgesetzt hat, da hinter windows nun mal microsoft steht und mit microsoft auch direct x.
Da man sich bei Linux aber erst mal bewusst entscheiden muss, ist die Verbreitung schon deswegen geringer weil die meisten nicht mal wissen das es was anderes als Windows gibt.
Der Markt für Spiele ist also deutlich kleiner weshalb es sich vermutlich oft nicht lohnt ein Spiel auch auf den Linux Desktop zu portieren.
Woher kommt deine Aussage das sich Vulkan nicht durchgesetzt hat? Ich habe aus Mangel an interesse vielleicht nicht den vollen überblick über den Spielemarkt aber mittlerweile sehe ich schon nicht wenige Spiele die Vulkan Support haben. Was ja nicht ohne Grund so ist weil Vulkan meines Wissens besser performed als DX12 und dazu auch Platform unabhängig ist.
Die Spiele die vernünftig auf Linux portiert wurden laufen dort auch genau so gut wie unter Windows.
Was viele vergessen ist das Wine, Proton usw. nur ein Versuch sind eine Systemfremde Software zum laufen zubringen. Das ist damit zu vergleinen ein XBox/PS Spiel ohne Portirung auf Windows zu spielen.
Ich finde schon das die Bemühungen eine ziemlich ordentliche Leistung ist!
Mit Devil May Cry 5 hab ich positive Erfahrungen gemacht. Hab das sowohl auf meinen Hauptsystem (Geforce GTX 1060), als auch meinen Zweitsystem (Radeon Rx 580) gespielt. Zuerst hatte ich bei beiden Systemen Dx11 drin und habe dann per config Datei auf Dx12 umgestellt. Probleme gab es auf beiden Systemen nicht. Bei der Geforce hab ich allerdings keinen Unterschied gemerkt, während die Radeon spürbar mehr Frames hatte. Angeblich sollte der Dx12 Modus auf Windows Mikroruckler verursachen. Darüber kann ich aber nichts sagen, da ich es da nie gespielt habe.
SotTR kann ich nur bestätigen. Hab ich erst vor 3 Wochen durchgespielt und wenn man keine RTX-Karte hat, vermisst man auch nichts.