Dead Space 4: Fans reichen nicht - ehemaliger Produzent hält Fortsetzung für unwahrscheinlich

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Dead Space 4: Fans reichen nicht - ehemaliger Produzent hält Fortsetzung für unwahrscheinlich
Quelle: EA / Motive Studios

Dead Space 4 bleibt wohl vorerst Wunschdenken: Ex-Produzent Chuck Beaver verweist auf hohe Produktionskosten, begrenzte Horror-Zielgruppe und Verkaufszahlen, die für EA offenbar nicht ausreichen.

Der Wunsch nach Dead Space 4 dürfte bei vielen Horror-Fans weiter groß sein, doch eine neue Aussage aus dem Umfeld der Reihe dämpft die Erwartungen deutlich. Chuck Beaver, früherer Autor und Produzent bei Dead Space, hält eine Fortsetzung derzeit für unwahrscheinlich. Im Gespräch mit FRVR verweist Beaver vor allem auf wirtschaftliche Gründe: Die nötigen Zahlen seien für ein neues Dead Space offenbar nicht vorhanden.

Beaver beschreibt die Lage nicht als kreative, sondern als betriebswirtschaftliche Hürde. Die Serie habe zwar eine leidenschaftliche Fanbasis, diese sei aber womöglich nicht groß genug für die Produktionswerte, die ein moderner AAA-Ableger mitbringen müsste. Laut Beaver lag die frühere Zielmarke für Dead Space bei etwa fünf Millionen verkauften Einheiten; heute könne sie wegen gestiegener Kosten eher bei 15 Millionen liegen. Gleichzeitig nennt er rund sieben Millionen Verkäufe als Größenordnung, ab der ein neues Projekt realistischer erscheinen könnte.

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Dead Space 4 scheitert laut Ex-Produzent an der Wirtschaftlichkeit

Die Aussagen passen zu früheren Berichten über die Zukunft der Marke. Schon 2024 hieß es, EA Motive habe nach dem Remake von Dead Space keine neue Freigabe für weitere Projekte der Reihe erhalten. VGC berichtete damals über angeblich eingestellte Pläne rund um Dead Space 2; EA widersprach zumindest der Darstellung, dass ein solches Remake offiziell gestrichen worden sei. Diese früheren Angaben waren teils Berichtslage und Gerücht, keine von EA bestätigte Produktankündigung.

Offiziell ist hingegen, dass EA Motive inzwischen an anderen Projekten arbeitet. EA bestätigte 2024, dass ein Team bei Motive künftig an Battlefield mitarbeitet. Philippe Ducharme und Roman Campos-Oriola, die zuvor am Dead-Space-Remake beteiligt waren, sollten dabei ein neues Battlefield-Team innerhalb von Motive aufbauen. Parallel läuft dort weiterhin die Entwicklung des Iron-Man-Spiels.

Game Developer fasste die Lage 2024 so zusammen, dass Dead Space nach dem Remake erneut auf Eis liege. Demnach wollte Motive nach dem Remake Ideen für ein neues Dead Space verfolgen, erhielt dafür aber keine Freigabe. Zugleich wurde darauf verwiesen, dass EA nie konkrete Verkaufszahlen zum Remake nannte und die Einschätzungen zur kommerziellen Leistung auseinandergehen.

Horror-Erfolg reicht nicht automatisch für Dead Space

Beaver verweist im FRVR-Beitrag zudem auf den Unterschied zwischen Faninteresse und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Singleplayer-Horror ohne Live-Service-Modell sei für große Publisher schwerer zu rechtfertigen, wenn die erwarteten Umsätze nicht mit den Produktionskosten mithalten. Als Vergleich nennt er Resident Evil, das auf deutlich höhere Verkaufszahlen kommt und damit eine andere Ausgangslage besitzt.

Thematisch sehr ähnlich lag das 2022 veröffentlichte Callisto Protocol, das letztlich aber auch nicht die Ziele erreichte. Anfang 2023 machten Meldungen die Runde, Publisher Krafton habe 5 Millionen Verkäufe erwartet und 2 Millionen seien erreicht worden. 2025, am langen Ende, meldete Game-Director Glen Schofield, dass man 6-7 Millionen Einheiten verkaufen konnte. Das ging dann aber schon mit mehreren Rabattschlachten einher. Insgesamt soll der Titel 2025 7,2 Millionen Spieler erreicht haben (Abos und Freebies eingerechnet).

Quellen: FRVR, VGC, Game Developer, EA Motive.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Ob Original oder Remake:

        Dieses Ding hier war eh von Anfang an System Shock/2 -- von Michael "Bummbumm" Bay remixt und von den "Call Of Duty"-Leuten produziert. Anfangs gabs noch ein bisschen Stimmung. Irgendwann war der vorhersehbare Brüllmonster-Kai zum tausendsten Mal aus der Kiste -- und hätte eigentlich längst vorm Spieler Angst haben müssen statt umgekehrt.

        Das grandiose HUD sollten sich aber manche noch mal anschauen.... heute mehr denn je -- siehe den Meme-Klassiker "Wenn Ubisoft Elden Ring gemacht hätten".
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Ob Original oder Remake:

        Dieses Ding hier war eh von Anfang an System Shock/2 -- von Michael "Bummbumm" Bay remixt und von den "Call Of Duty"-Leuten produziert. Anfangs gabs noch ein bisschen Stimmung. Irgendwann war der vorhersehbare Brüllmonster-Kai zum tausendsten Mal aus der Kiste -- und hätte eigentlich längst vorm Spieler Angst haben müssen statt umgekehrt.

        Das grandiose HUD sollten sich aber manche noch mal anschauen.... heute mehr denn je -- siehe den Meme-Klassiker "Wenn Ubisoft Elden Ring gemacht hätten".
      • Von Hellfire13 Kabelverknoter(in)
        Zitat von RAZORLIGHT
        Es muss doch nicht alles eine AAA Produktion sein.
        Das Problem scheint mir eher zu sein, dass für AAA-Produktionen mittlerweile schlicht zu hohe Budgets als normal oder notwendig angesehen werden. Noch vor vielleicht 8-10 Jahren lagen die allermeisten Großprojekte wie etwa Assassin's Creed, Far Cry, Dragon Age, Final Fantasy etc. im Bereich um 100-150 Mio. und selbst extreme Ausnahmen wie etwa GTA 5 kamen "nur" auf ca. 265 Mio. Gesamtbudget.

        Dass dann heutzutage 200-300 Mio. gewissermaßen als normal oder gar absolutes Minimum für AAA-Produktionen zu gelten scheinen finde ich also trotz der sicherlich klar gestiegenen Produktionskosten schon ziemlich fragwürdig und problematisch.

        Und um mal bei Dead Space zu bleiben: das Original von 2008 hatte damals ein geschätztes Budget von ca. 37 Mio. US-Dollar, was inflationsbereinigt heute ca. 56 Mio. US-Dollar entspricht. Ein aktueller Nachfolger soll jetzt aber grob geschätzt irgendwo im Bereich des 7-10-fachen dessen benötigen , wie zum Teufel soll das denn bitte funktionieren?
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Ich habe abseits von Teil 3 der schon eine Themenverfehlung war um eine größere Zielgruppe zu erreichen, alle Teile inkl. Remake mehrfach durch und liebe die Reihe.

        EA ist einfach ein Saftladen. Hauptsache für irgendwelche Manager Boni und Spiele die dann nach Release gleich wieder gekillt werden, bläst man Milliarden beim Fenster raus aber einfach mal etwas Budget locker zu machen um eine kleinere Fanbase glücklich zu machen, ist nicht drin?

        Wieso bäckt man nicht einfach kleinere Brötchen? Von mir aus ist das Spiel nur halb so umfangreich und macht Spaß als gar kein Nachfolger.

        Alles woran man sich nicht ordentlich bereichern kann wird fallen gelassen.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Habe vor ein paar Jahren alle 3 Dead Space Titel auf der Series X im Gamepass durchgezockt. Die Auflösung war soweit ich weiß nicht besser als auf der 360. Das Backward Compatibility Programm hat diese Titel leider nicht eingeschlossen aber selbst in 720p sah DS3 richtig gut aus. Als Remake 4K mit RT/PT und hochauflösenden Texturen wäre das zu 100% ein Titel den ich vorbestellen würde.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Durchaus nachvollziehbar. Mit einem Remake wäre das wohl behebbar. Wenn man das Ende noch Erinnerung hat, also als sie zurück zur Erde geflogen sind wäre genau dort ein richtig guter Ansatz für einen 4. Teil.

        EA meint leider alles unter 300% der Entwicklungskosten an Gewinn lohnt sich nicht.
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