Intel Core i5-14400/14500/14600 im Test: Üppige Mittelklasse mit vielen Kernen [Update]
Der Raptor Lake Refresh besteht nicht nur aus Core i9-14900K und i7-14700K: Im Preisbereich bis 300 Euro bietet Intel viele spannende Möglichkeiten, drei von diesen haben wir zum Test geladen, darunter den 10-Kerner Core i5-14400 und die beiden 14-Kerner Core i5-14500 und i5-14600.
In diesem Artikel
Aktualisierung vom 08.04.2024: Auf vielfachen Wunsch hin hat PCGH mittlerweile auch ein Video zur Mittelklasse-Riege von Intel veröffentlicht. Wie sich der 10-Kerner Core i5-14400 und die beiden 14-Kerner Core i5-14500 und i5-14600 zum Beispiel gegen den Ryzen 7 5800X3D schlagen, erfahren Sie im folgenden Video. In der Beschreibung heißt es: "Dave hat sich drei weitere Intel-CPUs aus dem Raptor Lake Refresh zur Brust genommen und intensiv getestet. Wie sich der Core i5-14400, i5-14500 und i5-14600 geschlagen haben, sehen Sie im Video".
Ohne großes Tohuwabohu hat Intel zum ersten Quartal 2024 die 14. Core-Generation vervollständigt. Neu hinzugekommen sind ganze elf CPUs (PCGH berichtete), jeweils in den bekannten Ausführungen ohne Namenszusatz (etwa Core i5-14600) und mit F-Suffix, was auf die deaktivierte IGP hindeutet. Tatsächlich erschien sogar schon die erste Desktop-CPU mit der neuen Nomenklatur, namens Intel Processor 300. Dahinter verbirgt sich allerdings nur ein Pentium Gold G7400, der minimal höher taktet und für Spieler kaum der Rede wert ist. Wir haben den Raptor Lake Refresh in Form des Core i5-14400, 14500 und 14600 getestet und bilden damit einen Querschnitt über die aktuelle Intel-Mittelklasse ab. Die drei Prozessoren unterscheiden sich nicht groß im Preis, doch unter der Haube hält Intel einige Überraschungen parat. Das und mehr erfahren Sie jetzt im großen Vergleichstest, der auf dem neuen CPU-Testparcours beruht, den wir in der PCGH-Print 03/2024 vorgestellt haben.
Auf dieser Seite
Core i5-14400/14500/14600: Übersicht und technische Daten
Obwohl man von der Bezeichnung her eine völlig neue CPU-Generation erwarten könnte, stecken in allen drei Prozessoren "nur" alte Bekannte. Beginnen wir mit dem Core i5-14400: Mit sechs Performance- und vier Effizienz-Kernen bietet man genauso viele Kerne wie beim Vorgänger Core i5-13400. Beim Takt dagegen werden jeweils 100 bis 200 MHz mehr bei P- und E-Kernen geboten. Zudem hat Intel die Maximum Turbo Power (PL2) von 154 auf 148 Watt gesenkt, was offensichtlich ein positives Nebenprodukt der optimierten Fertigung ist. Das war es dann auch mit den Änderungen. Da ein Core i5-13400 ein Alder Lake Refresh ist, gelten diese Restriktionen auch für den Core i5-14400: Es werden maximal 192 GiByte DDR5-4800 (4400 bei Mainboards mit vier RAM-Bänken) und DDR4-3200 unterstützt. Mit an Bord bleiben 16 PCI-E-5.0-Lanes und vier PCI-E-4.0-Lanes, sowie die Xe-LP-IGP mit 24 EUs für den Office-Einsatz ohne dedizierte Grafikkarte.
Core i5-14500 setzt wie sein Vorgänger auf insgesamt sechs Performance- und acht Effizienz-Kerne. Der Refresh bietet bei beiden Kernen jeweils 200 MHz mehr Takt und damit einen Boost von bis zu 5,0 GHz bzw. 3,7 GHz. Intel hat mit dem Core i5-13500 damals einen Hybrid geschaffen, denn im Desktop gab es zur Alder-Lake-Generation keine CPU mit einer Aufteilung von 6 P- und 8 E-Kernen. Dennoch wird auf Golden Cove gesetzt, "Alder Lake" bleibt also auch die Basis beim Core i5-14500. Das Powerlimit beträgt unverändert 154 Watt. Auch hier gilt: Es werden maximal 192 GiByte DDR5-4800 (4400 bei Mainboards mit vier RAM-Bänken) und DDR4-3200 unterstützt. Mit an Bord bleiben 16 PCI-E-5.0-Lanes und vier PCI-E-4.0-Lanes. Die IGP ist mit 32 EUs etwas leistungsfähiger als beim Core i5-13400/14400, dennoch sollte man damit nicht mehr als den Office-Betrieb anstreben.
| Prozessor | Kerne | Takt (bis zu) | RAM (bis zu) | L2-Cache, L3 | TDP (PL2) | Preis (Stand 02.04.24) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Intel Core i5-14600 | 6P+8E/20T | 5,20/3,90 GHz | DDR5-5600/DDR4-3200 | 20 MiB (6× 2 MiB/8× 1 MiB), 24 MiB | 65 Watt (154 Watt) | 278 Euro |
| Intel Core i5-13600 | 6P+8E/20T | 5,00/3,70 GHz | DDR5-4800/DDR4-3200 | 11.5 MiB (6× 1.25 MiB/8× 512 KiB), 24 MiB | 65 Watt (154 Watt) | 283 Euro |
| Intel Core i5-14500 | 6P+8E/20T | 5,00/3,70 GHz | DDR5-4800/DDR4-3200 | 11.5 MiB (6× 1.25 MiB/8× 512 KiB), 24 MiB | 65 Watt (154 Watt) | 250 Euro |
| Intel Core i5-13500 | 6P+8E/20T | 4,80/3,50 GHz | DDR5-4800/DDR4-3200 | 11.5 MiB (6× 1.25 MiB/8× 512 KiB), 24 MiB | 65 Watt (154 Watt) | 253 Euro |
| Intel Core i5-14400 | 6P+4E/16T | 4,80/3,40 GHz | DDR5-4800/DDR4-3200 | 9.5 MiB (6× 1.25 MiB/4× 512 KiB), 20 MiB | 65 Watt (148 Watt) | 239 Euro |
| Intel Core i5-13400 | 6P+4E/16T | 4,60/3,30 GHz | DDR5-4800/DDR4-3200 | 9.5 MiB (6× 1.25 MiB/4× 512 KiB), 20 MiB | 65 Watt (154 Watt) | 225 Euro |
Beim Core i5-14600 haben wir dagegen eine Überraschung erlebt. Dazu schlüsseln wir kurz auf, worum es sich beim Vorgänger, Core i5-13600 handelt. Anders als beim kleinsten ursprünglich erschienenen Raptor Lake, Core i5-13600K, handelt es sich beim i5-13600 mitnichten um einen "13600K ohne offenen Multiplikator", sondern um einen Alder Lake Refresh, also einen i5-13500 mit mehr Takt. Ein Core i5-13600 entspricht von den Spezifikationen her ziemlich genau einem Core i5-14500. Ein Alder-Lake-Unterbau (Golden Cove) erkennt man an der Größe des L2-Cache mit 1,25 MiByte/512 KiByte (Raptor Cove setzt auf 2/1 MiByte). Selbst wenn es sich um einen beschnittenen Raptor Cove handelt, setzt Intel die Restriktionen seitens des Arbeitsspeichers auf Alder-Lake-Niveau, zudem zeigt sich Golden Cove weniger taktfreudig als Raptor Cove. Ein Core i5-13600 war zum Erscheinen Anfang 2023 demnach eine Enttäuschung und nicht der erhoffte effiziente Raptor Lake.
Zurück zum Core i5-14600: Hier steckt tatsächlich ein "Core i5-14600K" ohne offenen Multiplikator drin, also ein "echter" Raptor-Lake-Prozessor. Die CPU unterstützt bis zu DDR5-5600 und DDR4-3200, taktet ab Werk mit bis zu 5,2 GHz und die E-Cores rechnen mit 3,9 GHz. Das Powerlimit beträgt wie beim Vorgänger 154 Watt, auch die IGP mit 32 EUs entspricht der gleichen Ausbaustufe. Doch der größte Unterschied ist bei den CPU-Kernen zu sehen. Raptor Cove taktet höher und verkraftet leistungsfähigeren Arbeitsspeicher.
Wie sich die drei Modelle aus dem Hause Intel im Vergleich zu vielen anderen CPUs schlagen, haben wir in zwölf Spielen getestet. Üblicherweise begleiten die Zahlen ein Eintrag im CPU-Spiele-Index. Wo werden Core i5-14400/14500 und 14600 landen und wie wirkt sich beim i5-14600 der leistungsfähigere Unterbau aus?

gruß
Sehr gute Prozessoren. Absolut zu empfehlen.
Geschätzte 90% der Leute kaufen nach Gefühl oder weil sie irgendwo irgendwas gehört haben was gut und schlecht ist (deswegen funktioniert Werbung und die bekannten schwachsinnigen Präsentationsfolien). Weitere 9% googeln vielleicht mal vorher und stolpern über Userbenchmark, Computerbild, den 3DMark und ähnliches und kaufen stumpf den längsten Balken den sie sich leisten können.
Das eine letzte Prozent sind dann Leute wie wir, die sich in Spezialforen treffen und darüber diskutieren welche Litemodes und Settings man wie bestenfalls wählt um die Performance pro Watt zu optimieren...
Oder anders gesagt: 99% der Leute die Computer kaufen interessiert all das hier nullkommagarnicht. Deswegen verkauft sich ein 300W Prozessor mit 6,2 GHz viel besser als der gleiche mit 150W und 5,5 GHz. Weil bei letzterem wäre der AMD Balken ja (meistens) länger.
Kennst das doch:
"Alter was verbraucht deine 500PS Karre eigentlich?!"
"Keine Ahnung wenns klingelt geh ich tanken"
(So wirklich erlebt)
Das kann ich genauso bestätigen.
Wenn ich jemanden neue Hardware Teile oder ganze Rechner zusammenstelle können mir viele in den Ansätzen und Denkweisen gar nicht folgen.
Daher gilt beim verkaufen es so einfach wie möglich zu halten für den Kunden ohne ihn völlig zu überladen mit Informationen mit denen er a) vielleicht überhaupt nichts anfangen kann und b) ihn vielleicht sogar auch gar nicht interessieren.