PCGH-Plus Label [PLUS] Intel Core Ultra 200 im Neu-Test: Arrow Lake im zweiten Anlauf

PCGH Plus: Arrow Lake hatte einen schweren Start. Nun folgt ein neuer Test mit aktuellem Microcode sowie neuester Windows-Version. Ob Core Ultra 200 nun konkurrenzfähig ist, erfahren Sie im Folgenden. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2025.

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 Intel Core Ultra 200 im Neu-Test: Arrow Lake im zweiten Anlauf
Quelle: PCGH

Das verlorene Kind

Eines war nach dem Release-Test der Core-Ultra-Prozessoren klar: da stimmt etwas nicht. Im großen Benchmark-Test haben wir ermittelt, dass insbesondere die Leistung in Spielen von Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K zu wünschen übrig lässt. Einen erkennbaren Grund dafür gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Nur kurze Zeit später hat Intel bereits einen Fahrplan veröffentlicht, wie man die neuen Arrow-Lake-Prozessoren handhaben sollte, damit die Leistung auf der Straße ankommt. Der Hintergrund ist, dass "Core Ultra 200S" im Desktop auf einen neuen Tile-Ansatz setzt, der von der Software anders angesprochen werden muss als die bisherigen Core-Prozessoren. Verantwortlich für eine zu geringe Leistung bei Teillast kann etwa sein, dass fälschlicherweise E-Cores statt P-Cores vom Thread Director respektive Windows Scheduler mit Last versehen werden. Es war dann wieder einige Zeit still, bis Intel im Dezember 2024 endlich offiziell zugegeben hat, dass man an zahlreichen Verbesserungen für Arrow Lake arbeitet. Nicht nur soll es neue Treiber geben, sondern vor allem ein Microcode-Update, welches in Verbindung mit dem neuesten Windows-11-Update für Version 24H2 dafür sorgen soll, dass insbesondere die einzelnen Kerne richtig adressiert werden. Wir von PCGH haben von vornherein gesagt, dass wir das "volle Paket" abwarten, bis wir einen Neu-Test der Arrow-Lake-Prozessoren liefern, und inzwischen sind alle Änderungen umgesetzt worden. Wir haben das aktuelle F16c-BIOS vom 23.01.25 für unser Test-Mainboard Gigabyte Z890 Aorus Master verwendet.

Aktuelle Software

Da wir in jüngster Vergangenheit beim CPU-Testsystem ohnehin auf Windows 11 24H2 umgestiegen sind (siehe Print 03/25), ist die Zeit nun endlich reif für den richtigen Test von Arrow Lake. Die Prozessoren wurden dabei so konfiguriert, wie von Intel vorgesehen. Da es jedoch offiziell keine Spezifikationen hinsichtlich der Power-Limits gibt, sondern nur Empfehlungen, halten wir an der bestehenden Methodik fest. Das bedeutet für alle Intel-Prozessoren der K(F)-Klasse ein Powerlimit 1 von 125 Watt nach 56 Sekunden, ein Powerlimit 2 nach der jeweiligen Empfehlung von Intel und eine Limitierung der maximalen Stromstärke, die im jeweiligen Datasheet offiziell angegeben ist. Was die einzelnen Prozessoren am Ende aus dieser "Spezifikation" machen, ist das, was Intel sich bei der Konzeption der einzelnen Modelle gedacht hat. Wir möchten keinen Einfluss darauf nehmen und geben nur die Zahlen wieder, welche wir in den Benchmarks ermitteln. Das gilt auch für die Leistungsaufnahme. Und auch für alle anderen Prozessoren im Test. Die neuesten Zahlen haben jedenfalls ergeben, dass Arrow Lake aktuell die höchste Pro-MHz-Leistung aller auf dem Markt befindlichen Desktop-CPU-Generationen erreicht. Insbesondere die E-Cores haben zum Vorgänger gewaltig zugelegt und agieren jetzt auf AMD-Zen-4-Niveau. Die P-Kerne sind rund zehn Prozent schneller als AMD Zen 5. Damit sind nun alle Weichen gestellt. Neben den Benchmarks möchten wir Ihnen die drei Prozessoren im Test noch einmal vorstellen.

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Folgende Produkte finden Sie im Test: 

  • Intel Core Ultra 9 285K (24 Kerne, bis zu 5,7 GHz)
  • Intel Core Ultra 7 265K (20 Kerne, bis zu 5,4 GHz)
  • Intel Core Ultra 5 245K (14 Kerne, bis zu 5,2 GHz)
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