Commodore Callback: Billig-RAM macht Klapphandy günstiger
Commodore senkt den Einstiegspreis seines Klapphandys Callback 8020 noch vor dem Start der Vorbestellungen am 30. Juni um 100 US-Dollar auf 399 US-Dollar. Möglich macht das unter anderem besonders günstiger Speicher aus zweiter Hand.
Commodore hat nur eine Woche nach der Vorstellung des Callback 8020 (Bericht) beim Preis nachgebessert und senkt den Einstiegspreis für vier der fünf Modelle um jeweils 100 US-Dollar auf 399 US-Dollar. Auslöser war nach offiziellen Angaben des Unternehmens die Rückmeldung aus der hauseigenen Community, welcher das ursprüngliche Preisschild von 499 US-Dollar demnach klar zu hoch ausfiel.
CEO Peri Fractic beruft sich in der offiziellen Mitteilung auf das Credo von Firmengründer Jack Tramiel, Technik für die Masse statt für eine zahlungskräftige Minderheit zu bauen, und erklärte zugleich, wie Commodore gedenkt, den Preis seines futuristischen Klapphandys entsprechend niedrig halten zu können. Alter "Billig-RAM" soll seinen Teil dazu beitragen, die Speicherkosten nicht ausufern zu lassen.
Commodore Callback 8020 startet ab 399 US-Dollar
Wer mit dem Callback liebäugelte, den Vorbestellungspreis von 499 US-Dollar aber als zu üppig empfand, bekommt nun einen tieferen Einstieg geboten. Der niedrigere Preis hängt allerdings an mehreren Stellschrauben, allen voran an der weiter anhaltenden Speicherkrise, die man vor der Bestellung kennen sollte.
Speicherkrise: Callback setzt auf alten Gebraucht-RAM
Im Commodore Callback 8020 kommt ein aufbereiteter gebrauchter Systemspeicher zum Einsatz. Der Hersteller nennt das werbewirksam "Post-Consumer"-Speicher, der beim Sparen helfen soll, denn fabrikneue Speicherchips ("ICs") kosten Aufpreis. In Kombination mit dem veralteten LPDDR4X-Speicherstandard lässt sich hier im Gesamtergebnis die größte Einsparung erzielen.
Commodore beschreibt die verbauten 4-GiB-Module als gründlich getestet und sichert ihnen dieselbe einjährige Garantie zu wie neuer Ware. Den zweiten Hebel bilden die Zubehörteile: Die hauseigenen Kopfhörer wandern aus dem Lieferumfang in die Konfiguration und lassen sich beim Kauf abwählen, was den Preis senkt.
Resteverwertung: Uralt-SoC und 4 GiB LPDDR4X
Das Commodore Callback 8020 setzt mit dem Mediathek Helio G81 auf ein mittlerweile veraltetes Mittelklasse-SoC aus dem Jahre 2020, welches von 4 GiB LPDDR4X-Speicher unterstützt wird. Auch wenn das Klapphandy bewusst auf Browser und Social Media verzichtet, adressiert das Gerät primär echte Fans der Marke. Die Preisempfehlungen stehen in keinem Verhältnis zur gebotenen Hardware.
Die Vorverkauf startet am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ auf commodore.net, und Commodore liefert auch in die EU. Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Zoll fallen an der Kasse an. Weitere Details liefert das YouTube-Video zur Vorstellung.
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Quelle: Commodore

Außerdem: Wenn das Gerät ein Leben lang hält, zahlt sich der Preis irgendwann ab. Viel besser als dreimal billige Varianten zu kaufen und alle zwei Jahre ne neue.
Es ist schwer vorherzusagen, wie ein Produkt läuft. Es gibt tatsächlich Beispiele, wo Premium-Geräte mit hohem Preis überraschend gut ankommen, weil die Zielgruppe bereit ist, für Qualität und Langlebigkeit zu zahlen!!!