Commodore Callback: Billig-RAM macht Klapphandy günstiger

17
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Commodore Callback: Billig-RAM macht Klapphandy günstiger
Quelle: Commodore

Commodore senkt den Einstiegspreis seines Klapphandys Callback 8020 noch vor dem Start der Vorbestellungen am 30. Juni um 100 US-Dollar auf 399 US-Dollar. Möglich macht das unter anderem besonders günstiger Speicher aus zweiter Hand.

Commodore hat nur eine Woche nach der Vorstellung des Callback 8020 (Bericht) beim Preis nachgebessert und senkt den Einstiegspreis für vier der fünf Modelle um jeweils 100 US-Dollar auf 399 US-Dollar. Auslöser war nach offiziellen Angaben des Unternehmens die Rückmeldung aus der hauseigenen Community, welcher das ursprüngliche Preisschild von 499 US-Dollar demnach klar zu hoch ausfiel.

CEO Peri Fractic beruft sich in der offiziellen Mitteilung auf das Credo von Firmengründer Jack Tramiel, Technik für die Masse statt für eine zahlungskräftige Minderheit zu bauen, und erklärte zugleich, wie Commodore gedenkt, den Preis seines futuristischen Klapphandys entsprechend niedrig halten zu können. Alter "Billig-RAM" soll seinen Teil dazu beitragen, die Speicherkosten nicht ausufern zu lassen.

Commodore Callback 8020 startet ab 399 US-Dollar

Wer mit dem Callback liebäugelte, den Vorbestellungspreis von 499 US-Dollar aber als zu üppig empfand, bekommt nun einen tieferen Einstieg geboten. Der niedrigere Preis hängt allerdings an mehreren Stellschrauben, allen voran an der weiter anhaltenden Speicherkrise, die man vor der Bestellung kennen sollte.

Speicherkrise: Callback setzt auf alten Gebraucht-RAM

Im Commodore Callback 8020 kommt ein aufbereiteter gebrauchter Systemspeicher zum Einsatz. Der Hersteller nennt das werbewirksam "Post-Consumer"-Speicher, der beim Sparen helfen soll, denn fabrikneue Speicherchips ("ICs") kosten Aufpreis. In Kombination mit dem veralteten LPDDR4X-Speicherstandard lässt sich hier im Gesamtergebnis die größte Einsparung erzielen.

Commodore beschreibt die verbauten 4-GiB-Module als gründlich getestet und sichert ihnen dieselbe einjährige Garantie zu wie neuer Ware. Den zweiten Hebel bilden die Zubehörteile: Die hauseigenen Kopfhörer wandern aus dem Lieferumfang in die Konfiguration und lassen sich beim Kauf abwählen, was den Preis senkt.

Resteverwertung: Uralt-SoC und 4 GiB LPDDR4X

Das Commodore Callback 8020 setzt mit dem Mediathek Helio G81 auf ein mittlerweile veraltetes Mittelklasse-SoC aus dem Jahre 2020, welches von 4 GiB LPDDR4X-Speicher unterstützt wird. Auch wenn das Klapphandy bewusst auf Browser und Social Media verzichtet, adressiert das Gerät primär echte Fans der Marke. Die Preisempfehlungen stehen in keinem Verhältnis zur gebotenen Hardware.

Die Vorverkauf startet am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ auf commodore.net, und Commodore liefert auch in die EU. Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Zoll fallen an der Kasse an. Weitere Details liefert das YouTube-Video zur Vorstellung.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mitmachen und kommentieren

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich schon über Ihre Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie hingegen noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 YouTube oder 💬 WhatsApp und erhalten Sie Neuigkeiten zu CPUs, Grafikkarten und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Quelle: Commodore

17
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Commodore-Preise haben schlichtweg nichts mit dem RAM zu tun. Z.B. Aiphors Bluefox NX1, mit dem ich wegen seiner kompakten Abmessungen liebäugle, und das mit diesem Alleinstellungsmerkmal genauso nischig ist, verbaut sehr ähnliche Hardware. Kostet als vollwertiges Smartphone aber 160 US-Dollar in der 4-GiB-Variante. Ich will mich jetzt nicht dazu äußern, in wie weit Commodore mit der individuellen Software-Umgebung, dem Gehäuse und ähnlichem weitere Kosten hat, die einen viel höheren Preis rechtfertigen könnten. Aber die vergleichbaren Komponenten, also Arbeits-, Massenspeicher, SoC, Modem und Akku, müssen zusammen offensichtlich billigere B2B-Preise haben.
        Oh, das NX1 sieht interessant aus. Kannte ich noch nicht und meine Frau regt sich immer drüber auf, dass alle Smartphones inzwischen so groß sind.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Commodore-Preise haben schlichtweg nichts mit dem RAM zu tun. Z.B. Aiphors Bluefox NX1, mit dem ich wegen seiner kompakten Abmessungen liebäugle, und das mit diesem Alleinstellungsmerkmal genauso nischig ist, verbaut sehr ähnliche Hardware. Kostet als vollwertiges Smartphone aber 160 US-Dollar in der 4-GiB-Variante. Ich will mich jetzt nicht dazu äußern, in wie weit Commodore mit der individuellen Software-Umgebung, dem Gehäuse und ähnlichem weitere Kosten hat, die einen viel höheren Preis rechtfertigen könnten. Aber die vergleichbaren Komponenten, also Arbeits-, Massenspeicher, SoC, Modem und Akku, müssen zusammen offensichtlich billigere B2B-Preise haben.
        Oh, das NX1 sieht interessant aus. Kannte ich noch nicht und meine Frau regt sich immer drüber auf, dass alle Smartphones inzwischen so groß sind.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Aber da ist doch niemand mehr, dem man was zeigen könnte?
        Doch, schon. Aktuell aber eventuell hauptsächlich in flüssiger Form. Ansonsten gibt es hinter dem Draußen angeblich noch weitere Drinnens.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Terracresta
        Ich wundere mich nur, wie sie es schaffen bei 4GB 100 Dollar zu sparen, außer die schrumpfen auch die Gewinnmarge. RAM ist teuer aber noch nicht soooo teuer. Grad erst geschaut, was ein 32GB Kit 5600er SODIMM kostet und den Crucial gibts für 320 Euro.
        Die Commodore-Preise haben schlichtweg nichts mit dem RAM zu tun. Z.B. Aiphors Bluefox NX1, mit dem ich wegen seiner kompakten Abmessungen liebäugle, und das mit diesem Alleinstellungsmerkmal genauso nischig ist, verbaut sehr ähnliche Hardware. Kostet als vollwertiges Smartphone aber 160 US-Dollar in der 4-GiB-Variante. Ich will mich jetzt nicht dazu äußern, in wie weit Commodore mit der individuellen Software-Umgebung, dem Gehäuse und ähnlichem weitere Kosten hat, die einen viel höheren Preis rechtfertigen könnten. Aber die vergleichbaren Komponenten, also Arbeits-, Massenspeicher, SoC, Modem und Akku, müssen zusammen offensichtlich billigere B2B-Preise haben.

        Zitat von empy
        Es gibt der Legende nach dieses... draußen.
        Aber da ist doch niemand mehr, dem man was zeigen könnte?
      • Von RotRotGruen Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Unfaced
        Ich würde mir das Ding vielleicht als Notfallgerät fürn n 50er kaufen, aber doch nicht für den neuen aufgerufenen Preis. Ich weiß nicht, ich kann mir nicht vorstellen dass das Teil so großen Absatz bekommt.
        Naja, ich sehe das anders, ehrlich gesagt. Klar, der Preis ist heftig, aber das muss ja nicht automatisch bedeuten, dass sich das Teil nicht verkauft.
        Außerdem: Wenn das Gerät ein Leben lang hält, zahlt sich der Preis irgendwann ab. Viel besser als dreimal billige Varianten zu kaufen und alle zwei Jahre ne neue.
        Es ist schwer vorherzusagen, wie ein Produkt läuft. Es gibt tatsächlich Beispiele, wo Premium-Geräte mit hohem Preis überraschend gut ankommen, weil die Zielgruppe bereit ist, für Qualität und Langlebigkeit zu zahlen!!!
      • Von Balanarius Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Noch drei weitere Entscheidungen dieser Art und das ganze könnte attraktiv werden.
        Ja, dann ist das für uns als Nerds interessant. So wie ich aus praktischen Gründen ein iPhone, iPad usw. benutze und dennoch ein Google Pixel für Spielerein mit GrapheneOS verwende. Am Ende liegt das Commodore Phone dann vermutlich genau da wo das Pixel aktuell liegt - in der Schublade
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wie macht man denn "schaut mal...", wenn man gerade in social detox ist?
        Der moderne Hipster ist auf der Pirsch und holt dann immer demonstrativ das Commodore Phone raus um Nachrichten zu checken und erwartet angesprochen zu werden und dann "Wall of Text - no Content!"
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk