[19/09/2014] Intel Coffee Lake: Das Imperium schlägt zurück. Die Assoziation mit dem wohl beliebtesten Star-Wars-Film trifft genau meine persönliche Meinung. Coffee Lake ist aus Spieler-Sicht der interessanteste Launch seit rund einem Jahrzehnt. Hier stimmen Rechenleistung, Stromverbrauch und sogar der (UVP-)Preis in jedem Titel, auch die Anwendungsleistung lässt für 99 Prozent aller Privatnutzer nichts zu wünschen übrig und bis auf etwas Werks-OC gibt es an Plattform und UEFI-Reife wenig auszusetzen. Das eigentliche Produkt ist also gelungen und darf in 19 Jahren für wehmütige Vergleiche mit billig am Computer generierten Prequels herangezogen werden. Das Geschäftsgebaren des Produzenten hinterlässt währenddessen aber einen sehr schalen Beigeschmack. Man wird Intel zurecht noch lange vorhalten, dass ohne Erklärung geschweige denn plausiblen Grund der zusätzliche Kauf von Merchandising äh Mainboards erzwungen wird, was nicht nur Besitzer langsamerer Skylake-Core-i5- und -i3-Systemen von einem CPU-Tausch abhält. Auch einige Aufrüster mit älteren Plattformen dürften aus Sympathiegründen zu AMDs AM4 tendieren. Es bleibt abzuwarten ob Intels Erfolg hierdurch zumindest ein Bisschen geschmälert wird – möge der Markt mit uns sein. Ich überlege mir derweil, wie ich auf knuddelige Killer-Teddys bei Rückkehr der Zen-Ritter äh dem Launch des Ryzen-Refreshs reagiere.