Scythe präsentiert All-In-One-Wasserkühlung Apsalus 3
Immer mehr Hersteller steigen in den Markt der All-In-One-Wasserkühlungen ein. Heute präsentierte auch Scythe mit der Apsalus 3 eine entsprechende Kühllösung - zumindest in Japan. Zum Einsatz kommt ein umgelableter Asetek-Hydrokühler. Beim Lüfter greift Scythe hingegen zu einem hauseigenen Modell, welcher besonders leise arbeiten soll.
Quelle: Scythe
Scythe präsentiert All-In-One-Wasserkühlung Apsalus 3 (2)
Scythe ist für seine diversen Kühler bekannt, mit der Apsalus 3 präsentierte der japanische Hersteller eine neue Kompaktwasserkühlung. Scythe setzt - wie viele andere Firmen derzeit auch - auf Hydrokühler aus dem Hause Asetek. Beim Radiator, der Pumpe und der Coldplate vertraut Scythe auf das technische Know-How von Asetek. Die Produkte stammen aus der vierten Generation, welche mit einem gesteigerten Wasserdurchsatz effizienter kühlen soll - und das bei geringerer Lautstärke.
Beim Lüfter hingegen setzt Scythe auf ein hauseigenes Modell, welches besonders leise arbeiten soll. Der Lüfter stammt aus der Glide-Stream-Serie und verfügt über Features wie einen entkoppelten Rahmen und geriffelte Rotorenblätter. Letztere sollen aufgrund des geringeren Luftwiderstandes für einen leisen Betrieb des Lüfters sorgen und so die Geräuschemissionen der Apsalus 3 weiter verringern. Der 120-Millimeter-Lüfter soll mit bis zu 1.200 U/min arbeiten. Die Apsalus 3 wird mit Intels 1155-, 1156-, 1366-, 2011- und AMDs AM3(+)-, AM2(+)-, FM1- und FM2-Sockel kompatibel sein. Der japanische Preis wird bei 6.980 Yen liegen, was etwa einem Preis von 65 Euro entsprechen würde. Wann und ob die Apsalus 3 in Europa erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt.
Quelle: Scythe

Damit haben sie schon einen gewissen Einfluss, aber der ist natürlich nicht sonderlich groß. Bei den anderen Punkten stimm ich dir natürlich zu.
Viele Marken sind aber tatsächlich nur Marktlabel hinter denen sich außer dem mehr oder weniger großen Bekanntheitsgrad des Namens so gut wie gar nichts verbirgt, oder allenfalls ein mehr oder weniger gut organisierter Vertrieb steht. Es ist einfach eine Art farblosen Produkten von der Stange den Ruf einer bekannten Marke aufzuprägen, um sie in der breiten Masse besser verkaufen zu können. Natürlich gilt das nicht für alle Markenprodukte und ist in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich stark ausgeprägt, aber für die allermeisten sog. Marken-Produkte gilt es inzwischen tatsächlich. Massen-Konsumartikel werden ja fast gar nicht mehr von altbekannten Herstellern produziert. Im PC-Bereich kommt inzwischen so gut wie alles aus Fernost und wird von großen und kleinen, meist chinesischen, Produktionsstätten auf einem schwer zu kontrollierenden Qualitätsniveau produziert. Ob ein Markenanbieter z.B. bei Billigprodukten wie Kompakt-Waksü direkten Einfluss auf die Materialauswahl hat wage ich auch zu bezweifeln - das geht vermutlich nach dem Prinzip friss oder stirb. Da wird sicher deutlich mehr Zeit ins Marketing und in Pseudo-Alleinstellungsmerkmale wie irgendwelche elektronische Spielereien gesteckt. Woher soll auch ein i. d. R. völlig fachfremder Markenvertrieb plötzlich irgendetwas sinnvolles zur Materialauswahl bei solchen Produkten beitragen können?
Man macht sich imo auch etwas vor, wenn man bestimmten Marken zubilligt, dass die ihre OEM-Hersteller besser kontrollieren als andere. Es gibt natürlich trotzdem Marken die im Schnitt ein besseres Qualitätsniveau bieten als andere, aber himmelweite Unterscheide sind es selten. Auch bei allgemein als "gute" Marken akzeptierten Firmen kommt es immer wieder vor, dass ganze Produktserien die üblichen Qualitätsmerkmale nicht einhalten oder sogar völlig unbrauchbar sind. Die Einschätzung von Marken als gut oder schlecht ist imho oft sehr subjektiv, da sie immer durch mehr oder weniger subjektive Tests, eigene frühere Erfahrungen, die i. d. R. unbekannte tatsächliche Verbreitung des Produkts und die daraus resultierenden Meldungen über Probleme, und weitere subjektive Kriterien beeinflusst werden.
Man sollte sich imo einfach anschauen, was man haben möchte, was die in Frage kommenden Produkte bieten und was einem das wert ist. Dann wird man im Regelfall automatisch bei den Dingen die einem wirklich wichtig sind, auch bei guten Produkten landen, weil man sich intensiv damit beschäftigt und tatsächliche vor und Nachteile sorgfältig abwägt. Zwar kann man auch dann ab und zu mal einen Reinfall erleben, aber keine Regel ohne Ausnahme. Produkte ohne nennenswerte Auswahlmöglichkeiten, wie z.B. bei Kompakt-Waküs, fallen da in Regelfall sowieso sehr schnell aus dem Raster, weil es nur ganz ganz wenige Anwendungsfälle und Zielsetzungen gibt, wo sie eine überlegene Lösung darstellen. Ist so ein Teil dann immer noch im Rennen und hat man dann noch die Wahl zwischen verschiedenen Marken, greift der informierte User einfach zum billigsten oder ansprechendsten - denn bei sowieso gleichen Produkten ist der Markenname wirklich egal. Das Service-Argument zieht bei solchen Billigprodukten imo sowieso nicht wirklich, denn für so etwas wie eine Kompakt-Wakü ist schlicht kein Service nötig. Wenn sie nicht mehr läuft ist sie ein Fall für den Recycling-Kreislauf - da gibt´s nichts zu reparieren (lohnt sich auch nicht). Auch Garantien sind da ziemlich überflüssig. Entweder man sieht nach kurzer Zeit den Fehlkauf ein, weil man von den eigenen Erwartungen her eigentlich ne richtige Wakü wollte (dann fliegt das Zeug sowieso recht schnell wieder raus), oder man gibt sich damit zufrieden, und nimmt allenfalls die Leistungen des Händlers in Anspruch, falls das Teil wirklich defekt ist. Mit dem Markenvertrieb oder gar mit dem OEM-Hersteller wird man bei so etwas als normaler User so gut wie nie in Kontakt kommen.
Das lässt sich mMn auch auf viele andere Produkte im PC-Hardware Bereich übertragen - nicht auf alle aber auf die meisten.
Die Marken können durchaus auch einen Einfluss auf die Qualität haben, sei es durch die Auswahl der Materialien oder durch die Anzahl der Qualitätskontrollen. Das ist bei unterschiedlichen OEMs schwierig, aber auch möglich. Bei Kompaktkühlungen scheint das aber nicht umgesetzt zu werden.
Service ist markenabhängig, aber Qualität kommt bei 95% der Fälle eben vom OEM-Fertiger - oder nicht. Das Scythe gute Lüfter bauen kann, bringt eben null Vorteile für die Qualität der Pumpe, genauso wie ein "Antec"-Netzteil iirc meist ein FSP-Produkt ist, dass nicht im geringsten etwas mit Antec-Gehäusen gemeinsam hat, oder wie AMD-RAM eine komplette andere Qualität als AMD-CPUs haben kann,... . Trotzdem gibt es jede Menge Leute, denen man das eine mit dem Ruf, den die Firma durch das andere hat, verkaufen kann.
a) bei Luftkühlern auch nicht anders
b) vorteilhaft für die Kunden
c) bis jetzt noch nicht ansatzweise festzustellen (im Gegenteil: Enermax hatte ihre Kompaktkühlung mit 240er Radiator mal sehr günstig angeboten, nach kurzer Zeit wurde sie extrem viel teurer, weil man scheinbar gemerkt hatte, dass die Leute auch mehr Zahlen und das zu mehr Gewinn führt, auch wenn die Verkaufszahlen leicht sinken)