Noctua und Ryzen 7000: Beinahe alle Kühler unterstützen vom Start weg AM5

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Noctua NH-D15 Chromax Black.
Quelle: Noctua

Durch gleiche Lochabstände der Sockel AM4 und AM5 gewährleistet AMD, sofern die Hersteller die serienmäßigen Backplates nutzen, eine hervorragende Kühlerkompatibilität. Ein solcher Hersteller ist Noctua und demnach sind bis auf wenige Ausnahmen alle Modelle des aktuellen Portfolios direkt mit AMDs neuem Sockel kompatibel. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Die meisten PC-Enthusiasten denken bei der Farbgebung von beigen und braunen Lüftern instinktiv direkt an Noctua. Der österreichische Hersteller fabriziert (Gehäuse)-Lüfter und CPU-Kühler in verschiedensten Größen und ist für eine hohe Verarbeitungsqualität und den außerordentlich guten Support seiner Produkte bekannt. Außerdem stattet der Hersteller auch Jahre alte Kühler mit Montagehardware für die aktuellen CPU-Sockel aus.

So verwundert es nicht, dass Noctua plant, die meisten seiner aktuellen CPU-Kühler auch für den Sockel AM5 zu unterstützen. AM5 läutet für AMD den Wandel von einem PGA- zu einem LGA-Sockel mit Pins im Sockel anstatt an der CPU ein. Doch anstelle von großen Umbaumaßnahmen hat der Hersteller die Lochabstände beim LGA1718 (AM5) in Gegenüberstellung zum AM4 gleich belassen, sodass jeder CPU-Kühler, der mit der serienmäßigen AM4-Backplate verschraubt wurde, automatisch auch direkt mit AM5 kompatibel ist. Für Noctua bedeutet das, dass alle Modelle des aktuellen Portfolios, mit Ausnahme des NH-L9a-AM4 und des NM-AM4-L9aL9i, mit dem neuen Sockel kompatibel sind.

CPU-Kühler, die seit Januar 2019 erworben wurden, bieten daher sofort eine volle AM5-Kompatibilität. Auch Multisockel-Modelle, die bereits mit NM-AM4 oder NM-AM4-UxS-Upgrade-Kits ausgerüstet wurden, sind vollumfänglich mit AM5 kompatibel. Vor 2019 erworbene Kühler können mit ebenjenen Kits auch für AM5 vorbereitet werden. Der NH-L9a-AM4 und der NM-AM4-L9aL9i erfordern zur Montage den Austausch der Standard-Backplate, weshalb Noctua aktuell an einem Upgrade-Kit auch für diese beiden Modelle arbeitet. Montage- und Upgrade-Kits, die Ihren älteren Noctua-Kühler mit neuen Sockeln kompatibel machen, können für AMD- und Intel-Sockel bei Noctua kostenlos bezogen werden. Dazu werden lediglich die Rechnungen des CPU-Kühlers und der neuen Hardware benötigt.

Quelle: Noctua

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Es ist natürlich möglich, eigene AM5-Backplates zu entwickeln, die auch die CAM-Befestigung beinhalten. In den wenigen Fällen, wo ich sowas in der Vergangenheit gesehen habe, wurde es schnell wieder ersetzt. (EKWB Predator ersetze z.B. Anfangs die 115X-Backplate durch eine eigene mit integrierter Kühlerhalterung nach 2011-v3- bzw. eher Sockel-F-Vorbild.) Vermutlich mögen die Kunden es einfach nicht, "den Sockel" zu zerlegen, obwohl so ein ILM eigentlich schnell ab- und wieder angeschraubt ist. Ein gewisses Risiko, dass der DAU in den Sockel langt besteht dabei natürlich auch immer und man brauch den passenden Torx, den Hersteller in der Regel extra beilegen.

        Daher gehe ich davon aus, dass Hersteller die bislang eine eigene Backplate nutzen, für Nachrüstkits und neue Halterungen passende Schrauben zur AMD-Backplate verwenden werden. Im Falle des Brocken 3 müsste das aber eigentlich ohnehin so sein. Alpenföhn hatte zwar ursprünglich eine AM4-Halterung mit eigener Backplate entwickelt (und die nutzen wir auch immer noch in der Redaktion). Aber als bekanntwurde, dass einige AM4-Mainboards mit verklebten Backplates arbeiten hieß es, dass dieses Design noch einmal durch ein neues ersetzt werden soll, dass die AMD-Backplate verwendet.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Es ist natürlich möglich, eigene AM5-Backplates zu entwickeln, die auch die CAM-Befestigung beinhalten. In den wenigen Fällen, wo ich sowas in der Vergangenheit gesehen habe, wurde es schnell wieder ersetzt. (EKWB Predator ersetze z.B. Anfangs die 115X-Backplate durch eine eigene mit integrierter Kühlerhalterung nach 2011-v3- bzw. eher Sockel-F-Vorbild.) Vermutlich mögen die Kunden es einfach nicht, "den Sockel" zu zerlegen, obwohl so ein ILM eigentlich schnell ab- und wieder angeschraubt ist. Ein gewisses Risiko, dass der DAU in den Sockel langt besteht dabei natürlich auch immer und man brauch den passenden Torx, den Hersteller in der Regel extra beilegen.

        Daher gehe ich davon aus, dass Hersteller die bislang eine eigene Backplate nutzen, für Nachrüstkits und neue Halterungen passende Schrauben zur AMD-Backplate verwenden werden. Im Falle des Brocken 3 müsste das aber eigentlich ohnehin so sein. Alpenföhn hatte zwar ursprünglich eine AM4-Halterung mit eigener Backplate entwickelt (und die nutzen wir auch immer noch in der Redaktion). Aber als bekanntwurde, dass einige AM4-Mainboards mit verklebten Backplates arbeiten hieß es, dass dieses Design noch einmal durch ein neues ersetzt werden soll, dass die AMD-Backplate verwendet.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Ich zitiere mal ein paar Zeilen aus:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat

        Hier bietet der Sockel AM5 die gleichen Lochabstände und Gewinde wir auch die offizielle Sockel-AM4-Backplate an, sodass viele Kühler der letzten Jahre weiterhin passen sollten. Modelle mit eigener Backplate, die rund ein Drittel der PCGH-Testdatenbank ausmachen, sind unterdessen inkompatibel, denn bei AM5-Platinen muss die ILM-Backplate als ILM-Frame-Verankerung montiert bleiben.
        Ich könnte mir vorstellen, dass die Kühlerhersteller bei Bedarf dann auch wieder Nachrüst-Kits mit entsprechender backplate anbieten werden

        Oder verstehe ich da was falsch [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]?
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Wie sieht es denn mit Kühlern aus die eine eigene Backplate für AM4 besitzen wie z.B der Brocken 3. Wird dieser auch auf AM5 Boards verbaut werden können? Wenn AM4 Kühler auf AM5 Boards passen, dann müssten die Löcher bei AM5 doch an gleicher Stelle sein?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Intel hätte mit etwas mehr Mühe zwar eine wesentlich elegantere und auch herstellerseitig mit wenigen Nachteilen verknüpfte Lösung für den Sockel 1700 finden können, aber AMD hätte für letzteres beim AM4 sogar null Mühe gereicht und man hat trotzdem und sogar mit mangelnder Vorwarnung das Lochraster gegenüber AM3 geändert. Da nehmen sich also beide Hersteller wenig. Und über die letzten gut 1,5 Jahrzehnte herrscht auch Gleichstand in der Gesamtzahl der Kühlerformate: 754/939/940, AM2/AM3/FM1/FM2 und AM4 vs. 775, 115X/1200 und 1700; TR(X)4 vs. 20XX und mit AM1 sowie 1366 noch jeweils eine kurzzeitige Plattform je Hersteller, zu der es bei der Konkurrenz einfach kein Gegenstück gab.
      • Von cordonbleu BIOS-Overclocker(in)
        Das sind doch mal gute Nachrichten. Schön, dass AMD sich hier deutlich mehr Mühe gibt als Intel. Gerade beim Wechsel von PGA zu LGA ist das Bedenken der Kühllösung sicher nicht ganz einfach und trotzdem wurde es realisiert.
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