Cooler Master auf der CES: Neue Gehäuse-Serie, CPU-Lüfter und Titanium-Netzteil
Willkommen in der Maker-Werkstatt: Cooler Master präsentierte seine neuen Produkte auf der CES 2016 in Las Vegas einmal ganz anders als alle anderen Hersteller - uns gefiel es, die neuen Produkte wie bei einer "So wird's gemacht"-Sendung kennenzulernen.
Der vielleicht ungewöhnlichste Termin auf der diesjährigen CES in Las Vegas war der bei Cooler Master. Nicht etwa, weil der Peripheriehersteller einmal mehr im Palms-Hotel abseits des CES-Epizentrums residierte. Sondern weil unsere Führung durch seine neuen Produkte an eine Mischung aus dem Besuch einer Bastlerwerkstatt und einer Folge der Sendung mit der Maus erinnerte.
Die neue 5er-Reihe: MasterCase 5
Schon im letzten Jahr stellte Cooler Master seine Produktpalette radikal um. Aus einer Vielzahl von Gehäusen, Lüftern, Netzteilen und Co., von denen manche länger im Markt blieben als andere, wurde eine modulare Reihe, bei der alles zusammenpasst. Inspiriert von der Maker-Bewegung, die in den USA und auch anderswo auf Gehirnschmalz und handfesten Zupacken setzt, um eigene Dinge zu erschaffen, teilte Cooler Master seine Produkte in drei Modellkategorien ein. Nehmen wir beispielsweise das auf der CES 2016 neu vorgestellte PC-Gehäuse: Es kommt als Basismodell MasterCase 5, als etwas besser ausgestattetes Modell MasterCase 5 Pro und dann als Spitzenmodell MasterCase Maker auf den Markt.
Wie bei einem Auto passen einzelne Komponenten wie Seitenabdeckungen, Frontpaneele, Laufwerkskäfige oder Grafikkartenabstandhalter in jedes Modell, sind aber nicht in jeder Ausstattungsvariante vorhanden. So liegt es beim Kunden, welche Abdeckungen und wie viele Lüfter er für sein MasterCase 5 erwerben möchte - bis zu sechs 140-Millimeter-Gebläse sind beispielsweise machbar. In der Maker-Variante werden drei davon mitgeliefert, zwei für die Vorder- und einer für die Rückseite. Auch eine Wasserkühlung ist optional, ebenfalls schalldämmende Paneele, die an die Seitenwände beziehungsweise die obere Abdeckung montiert sind.
Kein Rap-Duo: MasterWatt und MasterAir
In das MasterCase passt auch ein MasterWatt Maker 1200: Cooler Masters neues Digital-Netzteil mit Titanium-Effizienzgrad, das vollmodular und mit einem Gehäuse aus gebürstetem Aluminium ausgeführt ist. Als Lüfter setzt Cooler Master einen Silencio FP 135mm ein, der erst ab einer gewissen Temperatur anspringt. Mit einer eigenen App für Android, iOS und Windows Phone lassen sich Lüfterdrehzahl, Temperatur und Ausgangsleistung überwachen. Für Sparfüchse berechnet die App, wie teuer der Stromverbrauch einer Spielesitzung ist.
Wo es warm wird, muss auch gekühlt werden. Neben der schon bekannten MasterLiquid-Pro-240-Wasserkühlung mit zwei Wasserkammern, die für eine bessere weil gleichmäßigere Wärmeabfuhr sorgen, bekamen wir erstmals den MasterAir Maker 8 zu sehen. Der wuchtige, 758 Gramm schwere CPU-Lüfter verfügt über eine dreidimensionale Verdunstungskammer, über die der Kühlkörper mit der CPU-Kühlfläche verbunden ist. Dadurch soll eine um 19 Prozent bessere Kühleffizienz erreicht werden. Zwei 140 Millimeter durchmessende Silencio-FP-Lüfter führen die Wärme ab. Wer mag, setzt eine LED-Beleuchtung im Lüfter ein oder verkleidet die Oberseite des Boliden mit einer schmalen Aluminiumblende ab. Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann auch eigene Designs für diese Blende oder die Halterungen herstellen.
Noch mehr zum Selbermachen
Neben diesen drei neuen Produkten zeigte Cooler Master auch die MasterFan-Pro-120/140-Serien: mehrere Ventilatorblatt-Varianten, die auf Luftdurchsatz, Luftdruck oder eine Mischung beider Parameter ausgelegt sind. Der Laptop-Stand MasterPal Maker und die Tastaturen MasterKeys Pro L/S und Devastator II sowie die Sentinel-III-Maus rundeten unseren Besuch in der Bastlerwerkstatt ab. Dann ging es daran, einige fertig zusammengebaute Systeme zu jedem der vorgestellten MasterCase-5-Modelle zu begutachten.
Direkt daneben: die Werke von vier Moddern beziehungsweise Makern. Brian Farrell ersann Kabel, die farblich zur Beleuchtung eines Rechners passen. Von Irie Ahmad stammend stylisch bedruckte Schutzblenden, während Bill Owen besonders schmucke Lüfterabdeckungen entwarf. Ron Lee Christianson holte die Airbrush-Pistole heraus, um der Seitenwand eines Gehäuses mit einem düsteren Samurai zu verzieren.
Zwischen Lüfter und Kühler sollte man aber schon unterscheiden können...
Power to the Modder...
Ich würde mich ja über einen schlichten Nachfolger des ATC S 840 freuen. M.M.n. das bislang schönste CoolerMaster Gehäuse.