Danamics LMX: Was steckt im "gefährlichsten CPU-Kühler der Welt"?
Der Danamics LMX Kühler ging vor gut 13 Jahren einen ungewöhnlichen Weg: In den Heatpipes steckte eine Flüssigmetalllegierung aus zwei hochreaktiven Alkalimetallen. Ob die Wahl des potenziell gefährlichen Materials auch einen Einfluss auf die Kühlleistung hatte, untersucht der8auer in einem Video.
Vor mehr als einem Jahrzehnt ging der Danamics LMX in begrenzter Auflage in den Handel. Das selbsterklärte Ziel des CPU-Kühlers: Die "unzureichende Leistung herkömmlicher Heatpipes" zu verbessern. Um dies zu erreichen, nutzte der Hersteller flüssiges Metall in den optisch ansonsten unauffälligen Heatpipes. Hierbei handelte es sich um eine Legierung aus Natrium und Kalium, also zwei äußerst reaktiven Alkalimetallen. Der Profi-Übertakter Roman "der8auer" Hartung hat sich den Danamics LMX nun in einem Video genauer angesehen.
Hierfür untersuchte er die Natrium-Kalium-Legierung auf ihre physikalischen Eigenschaften, um die Logik hinter dem potenziell gefährlichen Einsatz nachzuvollziehen. Demzufolge verfügt das im Danamics LMX eingesetzte Flüssigmetall nur über ein Viertel der Wärmekapazität von Wasser, hat dafür aber eine etwa 30 Mal höhere Wärmeleitfähigkeit als Wasser. Liest sich super - wenn da nicht der Umstand wäre, dass die Wärmeleitfähigkeit einer Flüssigkeit in Heatpipes für die Kühlleistung nur wenig bis gar keine Aussagekraft hat.
Doch wie schlägt sich der Danamics LMX in der Praxis? Hierfür verglich der8auer den Kühler mit einem Noctua NH-U12A und stellte fest, dass der Danamics LMX bei PC-Spielen einen guten Eindruck hinterlässt, da sich die Temperaturen in etwa auf Augenhöhe bewegen, obwohl der Noctua-Kühler deutlich neuer sei. Allerdings sei dies kein "perfekter Vergleich", schließlich änderten sich die Werte durch laufende wechselnde Szenarien schnell. Eindeutiger ist da der Cinebench-Test, wo der Noctua NH-U12A den genutzten Prozessor etwa fünf bis sechs Grad Celsius kühler hält.
Insgesamt sei die Performance des Danamics LMX aufgrund des fortgeschrittenen Alters "überraschend und besser als erwartet". Allerdings hatte der Flüssigmetall-Kühler schon zur Zeit der Veröffentlichung das Problem, zu teuer zu sein - reguläre Luftkühler haben laut der8auer zum damaligen Zeitpunkt nur die Hälfte gekostet. Fraglich bleibt zudem, wie Nutzer den Kühler im Zweifelsfalle hätten entsorgen sollen, denn einen "normalen Weg zum Recyceln oder Entsorgen gibt es nicht". Danamics selbst muss sich damit nicht mehr befassen: Schließlich ging das Unternehmen nur wenige Monate nach dem Release des LMX-Kühlers pleite.

In meinen beiden USVs ist genug Gift, um hunderte Menschen zu töten und nebenbei kann man denen damit auch noch das Gesicht verätzen. Das klingt natürlich deutlich aufregender, als die nüchterne Tatsache, dass da insgesamt drei 12V 7,2Ah Bleiakkus drin sind.
Zu den Fakten: es sind nur 1,5ml Flüssigmetall enthalten, das ist sehr wenig. Beim Kontakt mit Luft entsteht erst Natronlauge und dann Natriumcarbonat. Also eher weniger gefährlich, wenn man das Ding nicht gerade unter Wasser setzt. Dann ist das ganze auch noch gut versiegelt, meines Wissens hat es kein einziges Problem gegeben. Der 8auer hat da massiv übertrieben.
Größtes Problem ist bei beidem die Entsorgung, weil man NaK nunmal selten auf dem Schirm hat. Dafür natürlich Quecksilber, weshalb bei Flüssigmetall generell immer die Alarmglocken schrillen müssen.