Für AMD Ryzen 7000: Thermalright präsentiert AM5-Schutzrahmen
Mit Thermalrights "AM5 Secure Frame" für die Ryzen-7000-Prozessorgeneration soll sich nicht nur das Übertreten von Wärmeleitpaste verhindern lassen, sondern auch mehr Stabilität geboten werden.
Nachdem kürzlich bereits Noctua eine dünne Kunststoffdichtblende gegen übertretende Wärmeleitpaste durch die bauartbedingte Heatspreader- und AM5-Sockelgestaltung für die Ryzen-7000-Generation präsentiert hat, bietet nun auch Wettbewerber Thermalright eine entsprechende Lösung zur Optimierung des Prozessorsockels an.
Der "AM5 Secure Frame" aus einer Aluminiumlegierung in Schwarz oder Rot soll dabei nicht nur die Wärmeleitpaste zurückhalten, sondern auch im gleichen Stil wie die hauseigenen "Anti-Biegerahmen" für Intels LGA-1700-Prozessoren der Alder-Lake-Reihe für ein besseres Aufliegen des Kühlers sorgen. Dergleichen kennt man beispielsweise auch bereits von Thermal Grizzly.
Gemäß den Produktangaben auf der Thermalright-Webseite misst der neue AM5-Schutzrahmen 75 x 56 x 7,5 Millimeter und wiegt 45 Gramm. Ausgeliefert wird er zusammen mit einer 2-Gramm-Größe der hauseigenen TF7-Wärmeleitpaste und einem L-förmigen Schraubendreher für die Montage, während außerdem eine Garantie von sechs Jahren gewährt wird.
Verfügbarkeit und Effektivität noch unklar
Abseits der Listung des neuen "AM5 Secure Frame" auf der offiziellen Webseite gibt es bisher weder eine separate Ankündigung seitens Thermalright zu dem neuen Produkt, noch Informationen zu Preis oder Verfügbarkeit. Im PCGH-Preisvergleich gibt es derzeit auch noch keine Spur. Das Pendant für den Intel-Sockel LGA 1700 kostet auf Amazon.de derweil 12,90 Euro, weswegen der Preis hier wohl ähnlich ausfallen dürfte.
Laut Tomshardware.com ist ein solcher Stütz- oder Schutzrahmen für die AM5-Plattform allerdings nicht unbedingt erforderlich, auch wegen des sehr dicken Heatspreaders der Ryzen-7000-CPUs. Vorteile, abseits von der Wärmeleitpastenbegrenzung, müssten daher noch Tests zeigen. Im Falle von Intels Alder Lake-CPUs konnten User die CPU-Temperaturen mit einem solchen Rahmen aber dem Bericht nach um bis zu 10 Grad Celsius senken, da sich der Heatspreader der CPU nicht mehr verbog.
Ich habe daraufhin den Kühlkörper wieder abgenommen. Detail am Rande, ich hatte nicht vergessen die Schutzfolie abzuziehen. Mir fiel auf, dass auf der Kühlfläche kaum Wärmeleitpastete haftete. Ich habe dann wieder meine 360er-AIO eingebaut, und mit dieser gab es kein Problem.
Mein Verdacht ist, dass der größere Kühlkörper/Pumpenkopf der 420er-AIO auf dem Rahmen der CPU-Halterung aufliegt und der Kontakt zum Hitzeschild des Prozessors nur rudimentär ist.
Ich bekam dann einen Tipp bezüglich des AM5 Secure Frames. Der kostete dreizehn Euro und um es vorweg zu nehmen, er ist jeden Cent wert. Ich konnte endlich die 420er AIO ohne Probleme montieren. Und die Kühlung ist nennenswert besser als vorher mit meiner 360er AIO. Allerdings vermute ich, dass die Verbesserung nicht nur auf die größere AIO zurückzuführen ist. Ich habe den Verdacht, dass die originale CPU-Halterung eher suboptimal ist.
Ich kann diesen Frame von Thermalright nur empfehlen.