PCGH-Plus Label Erweiterter Print-Test: Ryzen 7-2700X und Ryzen 5-2600X

PCGH Plus: Gerade einmal ein rundes Jahr ist es her, seit AMD mit den Ryzen-Prozessoren den Markt aufmischte. Die neuen, an entscheidenden Stellen verfeinerten Ryzen 2000 legen eine Schippe drauf. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2018.

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Erweiterter Print-Test: Ryzen 7-2700X und Ryzen 5-2600X
Quelle: PC Games Hardware
Aktuelle Änderungen hervorheben

Hinweis: Zum Launch der neuen Ryzen-2000-CPUs haben wir bereits einen Online-Test des Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X veröffentlicht. Im Folgenden finden Sie die Printversion aus der aktuellen PCGH, die wesentlich erweitert wurde. Da natürlich trotzdem schon bestimmte Teile auf der Webseite sind, erhalten Sie den erweiterten Printtest zu einem günstigen Preis. Da wir PCGH Plus auch für Abonnenten anbieten, ist es naheliegend, dass solche Artikel auch auf der Webseite erscheinen.

AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs

Viel Prozessor für wenig Geld - das ist die klassische Domäne von AMD. Mit dem Ryzen-Refresh, aus dem wir die Topmodelle Ryzen 7-2700X und Ryzen 5-2600X zum ausführlichen Test erhalten haben, verbessert AMD die abgelöste 1000er-Produktreihe an kritischen Punkten und bringt so auch Intels 500-Euro-Achtkerner, den Core i7-7820X, in Bedrängnis.

Welche der neuen Modelle für wen geeignet sind und wie AMD das letzte Quäntchen Leistung aus den Prozessoren herauskitzelt, verraten wir im Folgenden.

Die neuen Modelle ...

AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (3) AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (3) Das bis dato aus den beiden APUs R5-2400G und R3-2200G bestehende Ryzen-2000-Lineup komplettiert AMD mit vier neuen Modellen, deren technische Daten Sie in der Tabelle rechts aufgelistet finden.

Nach wie vor sind acht Kerne das Maximum, welches es im kostengünstigen Mainstream-Bereich gibt. Zwei zusätzliche Modelle steuert AMD mit dem Ryzen 7-2700 und dem 2700X bei. Letzterer weist zwei Besonderheiten auf: Als einziger Ryzen verfügt er über eine um 10 Watt erhöhte Thermal Design Power und als einziger Ryzen 2000 zeigen Tools bei ihm einen Temperatur-Offset von 10 °C an, damit die Lüftersteuerung ihn kühler halten und somit der Turbo eine größere Auswirkung hat. Der R7-2700 ohne X hingegen muss wie schon sein nomineller Vorgänger R7-1700 mit 65 Watt auskommen. Apropos Vorgänger: Der R7-2700X ist das (aktuelle) Ryzen-Topmodell, einen R7-2800X hat AMD nicht mit angekündigt.

Im Sechskernbereich gibt es mit dem R5-2600X und R5-2600 weniger Veränderungen: Einmal 95, einmal 65 Watt und natürlich die Unterschiede im Takt. So weit, so Ryzen 1000, denn an den restlichen technischen Daten hat AMD abgesehen vom Takt reichlich wenige Änderungen vorgenommen.
AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (4) AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (4)

... im Umfeld der Konkurrenz

AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (5) AMD jagt Intel: Die neuen Ryzen-2000-CPUs im Test (5) Mit ihren unverbindlichen Preisempfehlungen, welche sich eindeutig an den Marktpreisen der Vorgänger orientieren, setzen speziell die neuen Ryzen-7-Modelle die Lagerbestände gehörig unter Druck, denn mithilfe eines UEFI-Updates unterstützen auch ältere Mainboards mit AM4-Sockel die neuen CPUs. Ohne den eigentlich obligatorischen Aufpreis gibt es keinen Grund mehr, noch zu einem alten Ryzen 7 zu greifen. Ein wenig anders gestaltet sich die Sachlage beim Ryzen 5. Speziell der Ryzen 5-2600X ist mit seinem Launch-Preis von 225 Euro deutlich teurer als sein Vorgänger, den es für gerade 170 Euro über die Ladentheke zieht. Die Differenz zwischen den beiden R5 ohne X liegt bei 45 Euro. Aufgrund der Marktdynamik ist allerdings zu erwarten, dass sich die Preise bald einpendeln werden.

Speicherunterstützung: Es ist kompliziert

Ein großes Thema zum Ryzen-Launch im vorigen Jahr war der fällige DDR4-Speicher. Entsprechende Riegel haben inzwischen einen ziemlich starken preislichen Höhenflug hinter sich, doch es gibt auch gute Nachrichten. Kompatibitlitätsprobleme sind uns im Test keine begegnet und auch deutlich höhere als die spezifzierten Speichertaktraten bereiteten den Probanden keine Probleme - bis hoch auf DDR4-3733 ließ sich der Takt bei Gskills Sniper-X-Riegeln schrauben, welche von Haus aus für DDR4-3400 freigegeben sind.

Doch ganz einfach ist die Thematik "RAM" auch beim Ryzen 2000 nicht - zumindest, wenn man sich innerhalb der offiziellen Spezfikationen bewegen will. Die Tabelle unten links zeigt die wesentlichen Details, welche AMD im Rahmen seiner Begleitdokumentation für den Ryzen-Test verriet. DDR4-2933 ist demnach das höchste der RAM-Gefühle. Einschränkend gilt, dass nur DIMMs mit Single-Rank-Bauweise verwendet werden dürfen und das Mainboard einen Platinenaufbau mit sechs Layern erfordert. Sind es nur vier, wie sie bei sehr günstigen Boards teils verwendet werden, unterstützt AMD offiziell auch hier nur DDR4-2667. Das ist auch der maximale Takt sofern Sie Dual-Rank-Module einsetzen wollen und gilt strenggenommen auch nur dann, wenn sie auf einem Board mit nur zwei DIMM-Sockeln zum Einsatz kommen. Sind derer vier vorhanden wie auf unseren Test-Boards von Asus und MSI, darf auch Ryzen 2000 eigentlich keinen schnelleren Dual-Rank-RAM einsetzen als seine Vorgänger.

Tuner und Overclocker scheren sich um solche Details freilich nicht, zumal die Praxis zeigt, dass auch deutlich schnellerer RAM fast immer völlig problemlos läuft, sofern es sich um Qualitätsware handelt.

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Folgendes finden Sie im Artikel:
  • Die neuen Ryzen-2000-Modelle im Detail
  • Speicherunterstützung: Es ist kompliziert
  • Detailinfos zu RAM, Turbo und Cache
  • Fertigung in "12LP"
  • Energieeffizienz
  • Spiele-Benchmarks
  • Testtabellen Prozessoren
  • Spiele-Detailbetrachtungen: AC Origins, Far Cry 5, Kingdom Come Deliverance, The Witcher 3, Rise of the Tomb Raider
  • Overclocking R7 2700X/R5 2600X und Boxed-Kühler
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