[PLUS] Retro-Wissen: PC-Plattformen und Sockel von 1995 bis 2000
PCGH Plus: Warum brauchen CPUs unterschiedlicher Hersteller verschiedene Mainboards? Was ist ein FSB? Und wer wird als erster die Gigahertz-Schwelle überschreiten? Wir blicken zurück auf die lebhafte Entwicklung der späten 90er. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 11/2022.
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AMD gegen, nicht mit Intel
Im vorangegangenen Teil unseres Rückblicks auf PC-Desktop-Sockel und -Plattformen haben wir die ersten 1,5 Jahrzehnte betrachtet, vom 8088 im IBM-PC bis zum Höhepunkt der Pentium-Ära. Doch die Hardware-Entwicklung kennt keine Pausen und so startet unsere Fortsetzung in vollem Galopp, wo der letzte Teil aufhörte: 1995 hatte Intel mit dem Sockel 7 den dritten und letzten Unterbau für die hauseigene fünfte CPU-Generation vorgestellt, die wegen des Markenschutzes "586" genannt wird.
CPU-seitig bleibt sie bis heute für die Einführung multiskalarer Architekturen und der ersten Multimedia-Befehlssatzerweiterung (MMX) in Erinnerung. Außerdem natürlich wegen des FDIV-Bugs - einem Fehler in der x87-FPU früher Pentiums, welcher für normale Endanwender praktisch keine Rolle spielt, aber erst den bis dato größten Shitstorm der CPU-Welt und im Anschluss daran ihr größtes, theoretisch bis heute ("lebenslang") laufendes Austauschprogramm nach sich zieht. Ebenso anhaltende, aber deutlich größere Auswirkungen auf den CPU-Markt haben die Sockel-7-Nachfolgeplattformen respektive der Zugang der Konkurrenz zu diesen.
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