[PLUS] RAM-Skalierung mit Core i9-9900K, Ryzen 7 2700X und Threadripper 2950X
PCGH Plus: Neben dem Prozessor hat immer auch RAM einen Einfluss auf die Systemleistung - wie groß dieser ausfällt haben wir mit einem Intel- und zwei AMD-Prozessoren untersucht. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2019
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Leistungskiller Arbeitsspeicher?
Klar, zu wenig RAM darf es nicht sein - sonst drohen Denkpausen und Programmabstürze. Doch abseits der Kapazität gibt es mehrere Eigenschaften, welche die Geschwindigkeit im Alltag beeinflussen. Lieber mehr Takt oder doch niedrige Timings? Was bewirken Dual Rank und Quad Channel? Derartige Fragen klären wir mit diesem Artikel.
Die Plattformen
Da Arbeitsspeicher immer einen Partner in Form des RAM-Controllers benötigt, spielen der Prozessor und dessen Architektur und Plattformeigenheiten eine wichtige Rolle. Ein ganz wesentlicher Unterschied besteht beispielsweise darin, dass Prozessoren für AMDs Sockel TR4 Quad Channel unterstützen, während AM4-CPUs auf Dual Channel beschränkt sind. Wir verwenden daher mit den Achtkernern Core i9-9900K und Ryzen 7 2700X sowie dem Ryzen Threadripper 2950X mit 16 Kernen drei aktuelle Modelle, die wir mit jeweils neun identischen RAM-Konfigurationen nutzen. Den Kerntakt fixieren wir auf typische OC-Werte. Wichtig: Den 2950X betreiben wir mit dem Speicherzugriffsmodus Local bzw. NUMA, der unseren Tests zufolge im Durchschnitt etwas mehr Leistung in Spielen bewirkt als die Standardeinstellung Distributed bzw. UMA. Threadripper-Nutzer können dies mit dem Ryzen Master Utility umstellen. (Den neuen "Dynamic Local Mode" unterstützen nur die Modelle 2990WX und 2970WX.)
Wir verwenden zwei DDR4-RAM-Kits mit je vier 8-GiByte-Modulen und Samsung-Bausteinen. Während das Corsair-Kit CMU32GX4M4C3200C16R dual-ranked organisiert ist, verfügen die vier Riegel des Vengeance-RGB-Pro-Sets CMW32GX4M4C3600C18 über einen Single-Rank-Aufbau. Die Anzahl der Ranks wird außerhalb des Server-Segments leider oft nicht genannt, für DDR4-Desktop-Speicher gilt allerdings: 4-GiByte-Riegel sind stets single-ranked, ab 2017 erschienene 8-GiByte-Sticks überwiegend auch. Bei DIMMs mit 16 GiByte ist Dual Rank angesagt. Der Hauptunterschied: Single-Rank-Sticks ermöglichen tendenziell höhere Taktraten. Dual-Rank-Sticks erlauben dafür mehr Operationen innerhalb des Speichermoduls, was die Leistung bei gleichem Takt erhöhen kann.
Wir betreiben die Riegel mit zwei Taktfrequenzen, nämlich DDR4-2400 und DDR4-3200. Für erstere Taktstufe sind viele günstige RAM-Kits freigegeben, letztere war die Obergrenze, die unser Threadripper-Setup im Quad Channel fehlerfrei mit HCI Memtest absolvierte. Bei den Hauptlatenzen CAS (CL), RCD, RP und RAS verwenden wir die Konfigurationen 16-16-16-40 und 12-12-12-30 mit jeweils 1T Command Rate. Die Spiele-Benchmarks führen wir zusätzlich mit intensiver Hintergrundlast in Form von vier Instanzen des Speichertestprogramms HCI Memtest durch, die je 1.000 MB nutzen. Die Idee dahinter: Durch die stark erhöhten Zugriffe stellen wir die RAM-Controller auf die Probe und zeigen auf, was bei Multi-Tasking mit vielen Speicherzugriffen in der Praxis den Unterschied macht.
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