[PLUS] 5 CPUs im Streaming-Test: Was leisten Vier-, Sechs- und Achtkern-CPUs?
PCGH Plus: Live-Streaming erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, weshalb wir einige CPUs auf ihre Streamtauglichkeit testen und anhand der richtigen Stellschrauben versuchen, den Stream zu verbessern. Wir testen Ryzen 7 3700X, Core i9-9900K, Ryzen 5 2600, Core i7-8700K und Ryzen 5 1500X. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.
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Kernkompetenz: Stream
Portale wie Twitch, Youtube Gaming oder Mixer werden regelrecht mit Content erschlagen, denn mittlerweile will (und kann) jeder Ottonormalo und Mustermann zum Entertainer und Streamer avancieren (Influenza inbegriffen). In wenigen Schritten ist das Streamer-Starter-Pack heutzutage zusammengestellt: Lediglich Rechner, Internet und einen Account auf einem namhaften Portal wird vorausgesetzt. Allein Twitch konnte deshalb im Jahr 2019 ganze 4,1 Millionen monatliche Streamer verzeichnen, das sind ganze 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Jeden Tag schauen so gleichzeitig auf Twitch über 1,2 Millionen Personen anderen Menschen beim Computerspielen, Basteln, Essen oder einfach nur Reden zu. Wir wollten deshalb von unseren PCGH-Forenmitglieder wissen, wie viele CPU-Kerne im aktuellen System werkeln. Die Verteilung der Vier-, Sechs- und Achtkerner ist dabei relativ ausgewogen ausgefallen, aber die Streaming-Tauglichkeit unterscheidet sich gewaltig. Wir zeigen Ihnen deshalb, wie Sie das beste Bild aus Ihrer CPU zaubern können.
Die Sache mit den Presets
Damit man auch einen ansehnlichen Stream auf die Beine stellen kann, benötigt man eine Übertragungssoftware. Beliebt ist unter Streamern die kostenfreie Suite OBS Studio, die mit vollem Namen Open Broadcaster Software heißt. Damit lassen sich nicht nur alle möglichen Stellschrauben für einen technisch optimalen Stream drehen, sondern Sie können mit Overlays, Bildern und anderen Szenen auch eine handwerklich gute Show abliefern - Übung und Talent vorausgesetzt.
Eine Sache, die in den Einstellungen fast sofort auffällt, sind die "Presets". Das sind Voreinstellungen, die Ihnen anhand ihres Namens eine Idee vermitteln sollen, wie lange sich der Prozessor für einen Frame Zeit nimmt. Das beinhaltet dann natürlich das Aufnehmen, Komprimieren und Versenden des Bildes. Nativ steht OBS auf "very- fast", sodass nahezu jeder Nutzer einen halbwegs passablen Stream zustande bekommen sollte. Je länger sich der Prozessor also mit der Frame beschäftigt, desto weniger Kompressionsartefakte, ausgewaschene Farben oder verworfene Frames treten beim Zuschauer auf der anderen Seite auf. Ziel ist es deshalb, nicht unbedingt die Auflösung des Streams zu erhöhen, um so ein kristallklares Bild hinzubekommen, sondern dem Prozessor mehr Zeit bei der Verarbeitung der Frame bereitzustellen.
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Ryzen 7 3700X
Core i9-9900K
Ryzen 5 2600
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