PCGH-Plus Label [PLUS] 12-Kerner für Sockel 1700 und Core Ultra 300 (Panther Lake) auf ATX-Mainboards

Parallel zum Refresh von Arrow Lake hat Intel auch neue CPUs im vorangehenden Sockel 1700 und mit der nachfolgenden Core-Ultra-300-Architektur vorgestellt: Bartlett Lake und Panther Lake für Embedded. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2026.

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 12-Kerner für Sockel 1700 und Core Ultra 300 (Panther Lake) auf ATX-Mainboards
Quelle: PC Games Hardware

Einige Gamer kämpfen zwar noch mit "Core Ultra"-Namen, wirklich unübersichtlich ist Intels Produktpalette aber erst marktübergreifend durch die Koexistenz vieler Generationen: Während der Desktop gerade mit Core Ultra 200 Plus ein Refresh von Arrow Lake erhält, wird der Mobile-Markt bereits seit Januar mit dessen Nachfolger Core Ultra 300 alias Panther-Lake bedient. Industrie-PCs laufen derweil mit einer Mischung aus Core Ultra 100 (Meteor Lake, nie im Desktop erschienen) und noch älteren Raptor Lakes, die Heimanwender als Core i-13000/-14000 kennen. Das Portfolio für diese Märkte erweitert Intel nun um zwei Produkte, die zwar nicht an Endkunden verkauft werden, technisch aber allemal spannend sind.

"Core 2" ist zurück

Das erste ist ein Musterbeispiel für verwirrende Namensgebung: "Core Series 2 Processor" müsste man eigentlich zu "Core 2" verkürzen - aber das wären Sockel-775-CPUs aus den späten 2000er-Jahren. Die neuen 200er-Produktnummern verkauft Intel dagegen parallel zu Core Ultra 200. Sie sind architektonisch aber eben nicht "Ultra", sondern nur "Core" respektive altbekannte Sockel-1700-Technik.

Bartlett Lake:  Neuer Chip, alte Technik

Wohlgemerkt: Die Raptor-Cove-Architektur der Kerne ist alt, ebenso die zugehörige "Intel 7"-Fertigung, man kennt beide von allen Sockel-1700-CPUs seit 2022. Die neuen Core 200 sind aber keine Rebrands bestehender Modelle, sondern nutzen nagelneues Silizium, das Intel als "Bartlett Lake 12P" bezeichnet. (Im Folgenden "BTL". Nicht zu verwechseln mit seit 2025 unter dem gleichen Codenamen vertriebenen Embedded-Core-200, die tatsächlich nur einen anderen Namen für bekannte Raptor-Lake-Eigenschaften darstellt; siehe Tabelle.)

Sieht (beinahe) aus wie immer: Nur Kenner unterscheiden den 12+0-Kerner Bartlett Lake anhand der SMD-Bauteile von 8+16-kernigen Raptor Lakes.

BTL nutzt hierbei das bereits mit Alder Lake (Core i-12000) eingeführte Baukastensystem, also die gleiche Grafikeinheit und den gleichen Uncore-Bereich mit Speicher- und PCIe-Controller wie Raptor Lake. Die sich daraus ergebende, identische Schnittstellenausstattung ist einer der Trümpfe der Neuerscheinung, denn so passt BTL in bestehende Sockel-1700-Platinen.

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Wir waren bei Intel zu Gast und beurteilen die neuen Core-200-Zwölfkerner für Sockel 1700 sowie Core Ultra 300 (Panther Lake) im Embedded-Einsatz auf Full-Size-Mainboards.

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