[PLUS] Detail-Skalierung in 10 Spielen: Grafische Prozessorlast in der Praxis
PCGH Plus: Welche Auswirkungen hat die Grafik von Cyberpunk 2077, Deathloop oder Anno 1800 auf den Prozessor? Welche Effekte kosten am meisten CPU-Leistung? Das haben wir in zehn aktuellen Spielen geprüft, inklusive Bildvergleich. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 11/2021.
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Grafische Prozessorlast
Der Gang ins Grafikmenü ist in der Regel das Erste, was Sie im neu erworbenen Spiel machen? Dem können wir nur beipflichten, doch hinter den Detailoptionen steckt oft mehr als reine Grafik. Wir haben uns mit der Analyse der CPU-Auslastung von verschiedenen Einstellungen in den Grafikmenüs von zehn verschiedenen Spielen beschäftigt. Raytracing nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Wir deaktivieren das Feature in den Tests, da die Option neben der CPU-Last die GPU-Last zu stark erhöht, vor allem in höheren Auflösungen. Mithilfe einer Geforce RTX 3070 sorgen wir für ein praxisnahes System. Als Prozessor kommt ein Ryzen 5 5600X im Eco-Modus zum Einsatz, der mit einem X570-Mainboard sowie 32 GiB DDR4-3200-RAM gepaart wird. Der Speicher verfügt über optimierte Timings, um die CPU-Leistung zu erhöhen. Alle Benchmarks fanden mit den zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels aktuellen Treibern und Updates statt, in dem Fall Geforce 471.96 WHQL sowie dem AMD-Chipsatztreiber 3.09.01.140. Aktiviert sind zudem Resizable BAR sowie die hardwarebeschleunigte GPU-Planung von Windows 10. Selbstverständlich verfügt die RTX 3070 über ein Firmware-Update, damit rBAR korrekt funktioniert.
Ganz schön teuer ...
Wir bemessen die Kosten der Performance, indem wir vom niedrigsten bis zum höchsten Preset alle Optionen durchschalten, die CPU-Leistung erfordern. Die GPU-relevanten Optionen hingegen werden zum Teil reduziert, damit alle Benchmarks außerhalb des GPU-Limits stattfinden. Besonders oft sind uns dabei die Schattendetails aufgefallen. Meist bietet ein Spiel nur eine Option an, nämlich die Qualität der Schatten. Dahinter steckt aber nicht nur die Auflösung, sondern auch die Distanz, vor allem ab wann sie gezeichnet werden. Es ist hinlänglich bekannt, dass das Level of Detail (LoD) maßgeblich an der CPU-Auslastung beteiligt ist. Besonders eindrucksvoll zeigen das die Bilder von Serious Sam 4. Auf der kleinsten Stufe haben Sie das Gefühl, dass Sie vor einem großen, offenen und weiten grünen Feld stehen. Aktivieren Sie dann die höchsten Details, stehen Sie plötzlich vor einem riesigen Wald. Das machen sich auch die anderen Spiele zunutze, meist kann mehr (CPU-)Geschwindigkeit nur erreicht werden, indem insgesamt weniger für ein Bild berechnet werden muss. Das kann im Extremfall Anno 1800 eine bis zu 185 Prozent höhere Bildrate bedeuten, während es andere Spiele gibt, die trotz nachweislich geringerer CPU-Last nicht mehr Fps freischaufeln, darunter Cyberpunk 2077 oder Resident Evil 8. Auf den Folgeseiten finden Sie zu jedem Spiel weitere Informationen sowie Benchmarks, die alle vier Presets (Niedrig bis Ultra) auf die CPU-Performance prüfen. Die Vergleichsbilder dienen als Visualisierung, doch nicht bei jedem Spiel sind die Änderungen sofort sichtbar, obgleich leistungstechnisch fühlbar.
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Folgende Spiele prüfen wir im Artikel mit Ryzen 5 5600X und RTX 3070:
- The Ascent
- Deathloop
- A Total War Saga Troy
- Anno 1800
- Watch Dogs Legion
- Hitman 3
- Cyberpunk 2077
- Horizon Zero Dawn
- Resident Evil Village
- Serious Sam 4
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