AMD: EPYC 7V73X Milan-X mit bis zu 12,5 % mehr Leistung als Milan
Im Serverbereich ist die Zen-3-Architektur von AMD nach wie vor an der Spitze. Durch bis zu 64 Kerne und hohe Effizienz können bisher Intels Spitzenmodelle im Zaum gehalten werden. Nun legt der Hersteller mit 3D-Cache nach und erhöht abermals die Leistung gegenüber dem Wettbewerber. Lesen Sie daher im Folgenden von AMDs neuem Flaggschiff in ersten Benchmarks.
Für Spieler stellt sich aktuell mehr denn je zuvor die Frage, ob AMD oder Intel in den eigenen Gaming-PC einziehen sollen. Bis AMDs Antwort auf Alder Lake in Form des Ryzen 5800X3D auf den Markt kommt, führt Intel zwar, doch der Vorsprung ist gering. Im Servermarkt hingegen zahlt sich die geringere Fertigungsgröße und höhere Kernzahl von AMDs Chips im konkreten Fall der Milan-Modelle allerdings nach wie vor aus.
AMD möchte es aber nicht dabei belassen und hat den 3D-Cache auch hier eingeführt, wo er ebenfalls massive Leistungszuwächse verspricht. Letzte Woche wurden die ersten Benchmarks des neuen AMD EPYC 7V73X veröffentlicht. Das neue Flaggschiff soll wie der Vorgänger über 64 Kerne mit SMT verfügen und eine TDP von 280 Watt haben. Der Basistakt des Chips soll bei 2,2 GHz liegen, während im Boost bis zu 3,5 GHz erreicht werden können. Damit ist der Basistakt des neuen Chips 250 MHz niedriger als beim EPYC 7763, doch dafür bietet der 7V73X anstatt bereits respektabler 256 MB L3-Cache insgesamt wahnwitzige 768 MB L3-Cache, wovon 512 MB gestackter SRAM sind.
Im direkten Vergleich zum EPYC 7763 in fünf Benchmarks gewinnt der 7V73X in vier Fällen klar. Er verliert lediglich bei OpenSSL, was den Cache allerdings nicht nutzt. Diese Niederlage geht klar aufs Konto des niedrigeren Takts, der eine Folge des Stromverbrauchs des Caches ist. Die Tester kommen daher zu dem Ergebnis, das der 3D-Cache ein sehr interessantes Feature der neuen Milan-X-Chips ist, das viel Potenzial birgt und die Frage aufwirft, was AMD diesbezüglich in der Zukunft plant.
Quelle: Wccftech & Chips and Cheese

*: Überschlagsrechnung mit 40 W für den Epyc IOD und einem Viertel für das ein Viertel so große Ryzen-Gegenstück. Ein Abgleich der Epyc-TDP-Angaben ergibt den kleinsten Restfehler bei einer Annahme von 43 W für den IOD.