AMD: Verträge mit Global Foundaries bis 2025 verlängert
Die akuellen Zen-3-Chips werden zwar bei TSMC gefertigt, doch abgesehen von den eigentlichen Chiplets braucht man für ein AM4-Ökosystem weitere Chips, die nicht unbedingt in 7 nm entstehen müssen und für I/O-Die oder Chipsätze vollkommen ausreichen. Lesen Sie daher von AMDs neuen Verträgen mit Global Foundries, die weiteren Chip-Nachschub gewährleisten sollen.
Eine 8-K SEC-Form ist für die meisten Menschen, die sich nicht regelmäßig mit Wertpapieren amerikanischer Unternehmen beschäftigen, vermutlich ein neuer Begriff. Es handelt sich dabei um einen Sonderbericht, den ein Unternehmen laut Aktienrecht aufgrund seiner Wesentlichkeit innerhalb von vier Tagen veröffentlichen muss. Dieser wird von der staatlichen Securities and Exchange Commission (SEC) kontrolliert und dient der außerplanmäßigen Information der Anteilseigner und restlichen Öffentlichkeit.
Einen solchen Bericht hat nun auch AMD veröffentlicht. In dem Bericht geht es um eine wesentliche Veränderung, konkret um das erneuerte Abkommen zur Lieferung von Wafern zwischen AMD und Global Foundries. Im letzten solchen Abkommen waren Verbindlichkeiten von 1,6 Milliarden US-Dollar bis 2024 festgeschrieben. Die aktualisierte Version erhöht AMDs Verbindlichkeiten auf 2,1 Milliarden US-Dollar und verlängert die Geschäftsbeziehung der beiden Unternehmen um ein Jahr bis mindestens 2025. Global Foundries mag zwar den bei den aktuellen Fertigungsprozessen nicht mit Samsung oder vor allem TSMC mithalten zu können, doch Wafer in 12 bzw. 14 nm werden immer noch in großen Mengen für aktuelle Chips benötigt.
So setzt AMD für die Chipsätze seiner Mainboards und die clOD- wie auch slOD-Komponenten für die Prozessoren nach wie vor auf diese Techniken. Die Verlängerung des Vertrages mit Global Foundries lässt vermuten, dass das auch zukünftig der Fall sein wird und die 12-nm-I/O-Dies weiterhin verwendet werden sollen. Ob das auch bei neuen Chipdesigns wie Genoa oder Raphael der Fall sein wird, sollte 2022 zeigen, doch für Milan und Vermeer, die bis mindestens 2023/2024 laufen sollen, sind diese I/O-Dies sowieso Pflicht.
Quelle: Techpowerup

Für die 600er und auch der 700er Generation sollten GFs Fertigungstechniken ausreichend modern sein.