AMD: Renoir-X ohne Grafikeinheit als günstiger Ryzen-Einstieg?
In der aktuellen Chipkrise nutzen die Hersteller ihre begrenzten Kapazitäten vor allem zur Profitmaximierung und verkaufen die Prozessoren und Grafikkarten aus dem Server- und Highend-Segment. AMD hat nach mehr als einem Jahr immer noch keine Zen-3-Prozessoren mit weniger als sechs Kernen bzw. unter 220 € vorgestellt. Lesen Sie daher im Folgenden, welche andere Lösung das Unternehmen vielleicht für dieses Problem hat.
AMDs Zen-3-Prozessoren haben bei Release Intels 10. Core-Generation regelrecht düpiert und konnten auch von der zugegeben schwachen 11. Generation nicht geschlagen werden. Erst mit Alder Lake hat Intel es geschafft, wieder ein konkurrenzfähiges Produkt vorzustellen. Trotz dieser für AMD positiven Entwicklungen gibt es ein Problem mit dem aktuellen Portfolio. In vorigen Iterationen wie Zen, Zen+ oder auch Zen 2 stellte AMD jeweils Einsteigerprozessoren vor, die für wenig Geld erhältlich waren und gleichzeitig die Vorteile der neuen Architektur in den Mainstream brachten.
Das günstigste Zen-3-Modell ist aktuell die APU Ryzen 5 5600G, die immer noch ca. 220 € kostet. Die günstigste Ryzen-5000-CPU ohne integrierte Grafik startet gar erst bei gut 290 Euro. Damit überlässt AMD den Einsteiger- und Mittelklassesektor der Konkurrenz in Form von Intel mit den neuen 65-W-Versionen von Alder Lake wie dem Core i5-12400. Anstatt nun vierkernige Zen-3-Prozessoren anzubieten, möchte AMD einem aktuellen Gerücht zufolge Renoir in abgewandelter Form weiternutzen. Renoir ist der Codename für Zen-2-basierte APUs mit bis zu acht Kernen und SMT. Laut einem chinesischen Leaker soll AMD diese Chips mit deaktivierter Onboard-Grafik unter dem Codenamen Renoir-X auf den Markt bringen.
Dabei sollen die bisherigen APU-Modelle mehr oder weniger unverändert - bis auf die deaktivierte Grafikeinheit - weiterverkauft werden. Lediglich der Ryzen 5 4600 wäre aus unbekannten Gründen sowohl im Basis- als auch im Turbotakt jeweils 100 MHz niedriger getaktet als sein APU-Pendant. Die Prozessoren sollten mit Relation zum Zen-3-Line-up in der Sub-200€-Preisregion angeboten werden, wo sie sicherlich kompetitiv sein könnten.
AMD hat die CES 2022 nicht für diesbezügliche Ankündigungen genutzt und falls die Gerüchte wahr sind, sieht alles nach einem leisen Release an einem bisher unbekannten Datum aus.
Quelle: Videocardz

Aber wir haben ja von CPUs mit gutem P/L hier geschrieben.
Core i5-12400 im Test: Ohne E-Cores zur günstigen und effizienten Gaming-CPU
Wenn AMD kleinere Modelle rausbringt als den 5600x, müssen die wie schon geschrieben deutlich günstiger sein. Da diese nicht mithalten können, mit den neuen Intel was die Leistung angeht. Dann müssten sie schon den Sechskerner ohne "X" für ~150 Euro anbieten. Vierkerner noch günstiger.
Die Prozessoren sollten mit Relation zum Zen-3-Line-up in der Sub-200€-Preisregion angeboten werden, wo sie sicherlich kompetitiv sein könnten.
Jetzt da die H610 und B660 Boards für ALD-Lake kommen und man diese auch mit DDR4 bestücken kann wird jeder preisbewusste Zocker eher nen 12400+B660+DDR4 nehmen und sich damit einen Preisleistungsknaller ins Haus holen.
Die Dinger richten sich wohl eher an Kaufinteressierte der Sorte "Hauptsache es rechnet und ist billig" für Office/Zweit/Media-PCs.
Wenn AMD Gamer in der 200€ Region abholen wollte, müssten sie den 5600G oder gar 5600X auf unter 200€ drücken. Dann kann man wenigstens noch mit den günstigeren AM4-Boards im Vergleich zu B660 argumentieren und selbst da wird es schwer.
APUs sind doch auch zurzeit gefragt, jedenfalls liegen die Marktpreise viel zu hoch, bzw. sind <6 Kerne quasi nur noch als Restposten zu bekommen (verbaut in Fertig-PCs / Laptops außen vor gelassen).
Oder ginge es dann PCIe-Lanes für den PEG freizugeben? Die sind bei den Generationen vor den 5000er ja auf 8 Lanes beschränkt.