[03/02/2017] Ryzen 4000 ... ist ein großer Wurf seitens AMD, erst recht in Sachen Effizienz, wo aktuell kein Intel mithalten kann – selbst nicht mit der nächsten Generation. Natürlich wird Intel in Sachen Spitzenleistung mit Comet Lake-H noch mehr aufholen. Auch wenn ein aktueller Intel-Achtkerner schon jetzt den Ryzen 9 schlägt, zumindest wenn man ihn mit doppelt so viel Strom füttert. Viel spannender aber finde ich die Einsteiger- und Mittelklasse-Chips: Der Ryzen 5 ist bereits ein Sechskerner mit zwölf Threads, während der nächste i5 nach wie vor ein Vierkerner ohne Hyperthreading – da wird Intel von AMD nochmal ordentlich versohlt werden. Außerdem: Die Vega-Grafik im APU ist zwar nicht spektakulär, wird aber wesentlich mehr Spieleleistung als die Intel-Chips liefern – und das quasi ohne Aufpreis. In klassischen vierstellig bepreisten Gaming-Notebooks mit RTX-Grafik wird es an sich egal sein, ob sie von einem Ryzen9 oder Core i9 nicht limitiert wird. Es sind die kleineren Chips, die die Einsteiger-Klasse des genügsamen Gamings aufräumen werden und umso interessanter machen. Generell freut es mich, hier bei den Notebook-CPUs wieder mehr Konkurrenz von AMD zu haben. Denn letztlich sorgt diese für Druck zu mehr technischen Entwicklungen und letztlich auch niedrigere Preise. In der Home-Office-Quarantäne wird mir jedenfalls dank neuen Chips von allen drei großen Playern nicht langweilig werden.