CPU-Revolution? Intel-Patent will Kerne per Software zu "Superkernen" zusammenfassen

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CPU-Revolution? Intel-Patent will Kerne per Software zu "Superkernen" zusammenfassen
Quelle: Amazon.de, Intel; Zuschnitt: PCGH

Intel beschreibt in einem Patent einen neuen Ansatz: Einzelne Kerne sollen per Software zu sogenannten "Superkernen" kombiniert werden. Das soll die Singlecore-Performance deutlich steigern, ohne dass dabei die Effizienz zu sehr leidet.

Während sich die Leistung von Grafikkarten vergleichsweise leicht erhöhen lässt, indem mehr Recheneinheiten verbaut werden, ist die Situation bei Prozessoren schwieriger. Für Multicore-Aufgaben helfen dort zwar mehr Kerne, viele Anwendungen benötigen aber eine hohe Singlecore-Performance. Diese lässt sich wiederum nur durch überproportional größere Schaltwerke oder höhere Taktraten erreichen. Das geht zulasten der Kosten und des Energieverbrauchs. Intel will für dieses Dilemma nun aber eine Lösung gefunden haben - sogenannte "Superkerne".

Einfach verschmelzen

In einem Patent, das 2023 von Intel eingereicht und diesen Juli veröffentlicht wurde, beschreibt das Unternehmen sogenannte "Software defined supercores" (SDC) - also "Softwaredefinierte Superkerne". Mit diesem Ansatz sollen zwei oder mehr Kerne als Superkern zusammengefasst werden, der die Instruktionen eines einzelnen Threads abarbeitet. Intel will die einzelnen Rechenwerke nach außen hin also wie einen einzelnen Kern erscheinen lassen - und damit die Singlecore-Performance deutlich steigern.

Intel will einzelne Kerne per Software zu 'Superkernen' zusammenfassen - und damit die Single-Thread-Leistung deutlich erhöhen. Quelle: Intel Intel will einzelne Kerne per Software zu "Superkernen" zusammenfassen - und damit die Single-Thread-Leistung deutlich erhöhen. Laut der Patentschrift soll die Zusammenarbeit schnell und effizient erfolgen und mit den verschiedensten Programmen funktionieren - beispielsweise mit vorkompilierter Legacy-Software, neu kompilierten Anwendungen oder auch in Echtzeit interpretierten Tools. Notwendig soll dafür lediglich ein "SDC-Interface" sein, das jeden Kern beispielsweise um eine verbesserte Speicherkommunikation ergänzt. Dadurch sollen benachbarte Kerne wohl schnell Daten austauschen und damit die Zusammenarbeit ermöglichen.

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Wie für derartige Patente üblich, sind Intels Erklärungen zu den neuen Superkernen leider sehr vage. Ob das Unternehmen tatsächlich ein entsprechendes Produkt plant und ob der Ansatz überhaupt rentabel ist, bleibt daher unklar. Insbesondere die Rechen- und Energieeffizienz des Ansatzes wäre interessant. Denn hier dürfte die vom Prozessor durchgeführte, nur meistens zutreffende Vorhersage kommender Entscheidungen im Programmcode limitieren. Diese ist schon heute eines der komplexesten Themen der CPU-Entwicklung. Und bei der Zusammenarbeit mehrerer Kerne müsste diese Aufgabe wohl noch wesentlich zuverlässiger erfolgen, damit die Kerne ihre Arbeit nicht im Nachhinein verwerfen und von vorn beginnen müssen.

Wie könnte Intels Superkern-Ansatz im Detail aussehen - und welche Probleme erwarten Sie? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Intel (Google Patents) via Tom's Hardware / Videocardz

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Khabarak
        bedenke: vor Launch der ersten Ryzen Generation kosteten 8 Kerne €1099 bei Intel - In der Form des 6900K
        ja, das ist die Highend-Plattform. Das gabs natürlich auch davor schon.
        Ich rede hier von der Mainstream-Plattform.
        Aber ja pro Kern haben sich die Preise im Mainstream halbiert, stimmt.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Khabarak
        bedenke: vor Launch der ersten Ryzen Generation kosteten 8 Kerne €1099 bei Intel - In der Form des 6900K
        ja, das ist die Highend-Plattform. Das gabs natürlich auch davor schon.
        Ich rede hier von der Mainstream-Plattform.
        Aber ja pro Kern haben sich die Preise im Mainstream halbiert, stimmt.
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        Intel wie auch AMD hatten immer schön günstige CPUs.
        Jetzt ist man besonderes günstig... Eben weil man kein Produkt hat das gleich schnell wie das von AMD ist.
        Allerdings gab es immer Flotte Intel CPUs um normale Summen und "Highend" war bei Intel viele Jahre zwischen 250 und 330€, das waren die CPUs mit voller Ausstattung. Etwa ein 2700K, 3770K, 4770K usw usf. Anders gesagt die schnellsten sinnvollen Gaming-CPUs beinIntel kosteten ca 300 (+/-). Trotz Inflation derselbe Listenpreis. Während man heute viel mehr hinlegen muss und die teure Marke wenn man so will AMD geworden ist. So hab ich für den 9800X3D 450 bezahlt. Allerdings sind - Inflation berücksichtigt- die Preise Recht stabil geblieben: für den i7 920 habe ich 220€ bezahlt, da waren wir heute wohl auch wo zwischen 400-500
        bedenke: vor Launch der ersten Ryzen Generation kosteten 8 Kerne €1099 bei Intel - In der Form des 6900K
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ryzen hat die Preise mal eben mehr als halbiert und dann mit 16 Kernen nochmal pro Kern deutlich reduziert.

        Ja, die absoluten Preise für High End CPUs sind gestiegen, aber nur wenn man die ersten i Generationen vergleicht und nicht die 8 Kern CPUs.
      • Von eXquisite Lötkolbengott/-göttin
        2700K, 3770k usw. waren nie High-End und nie die CPUs mit voller Ausstattung.

        Dafür gab es ja HEDT, so wie der Name sagt: High-End Desktop Tray.

        Also 980X, 3960X usw...
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tolotos66

        2015 kostete der 6700K €324,-! 4-Kerner+SMT. Ganz zu schweigen von den Preisen der hochgelobten HEDT-Platform.
        Intel ist z.Z auch nur scheinbar günstig, weil ihnen der Wind ins Gesicht bläst.
        Aber in Punkto Marktausgleich hast Du völlig Recht. Monopolisierung hat noch nie jemanden irgendwann etwas genutzt.
        Gruß T.
        Intel wie auch AMD hatten immer schön günstige CPUs.
        Jetzt ist man besonderes günstig... Eben weil man kein Produkt hat das gleich schnell wie das von AMD ist.
        Allerdings gab es immer Flotte Intel CPUs um normale Summen und "Highend" war bei Intel viele Jahre zwischen 250 und 330€, das waren die CPUs mit voller Ausstattung. Etwa ein 2700K, 3770K, 4770K usw usf. Anders gesagt die schnellsten sinnvollen Gaming-CPUs beinIntel kosteten ca 300 (+/-). Trotz Inflation derselbe Listenpreis. Während man heute viel mehr hinlegen muss und die teure Marke wenn man so will AMD geworden ist. So hab ich für den 9800X3D 450 bezahlt. Allerdings sind - Inflation berücksichtigt- die Preise Recht stabil geblieben: für den i7 920 habe ich 220€ bezahlt, da waren wir heute wohl auch wo zwischen 400-500
      • Von Flu_ID PC-Selbstbauer(in)
        Ach wäre das schön für Titel wie Egosofts X Reihe! Die können schlicht nicht breit multithreaden und sind sehr angewiesen auf einen hohen single core ipc
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