Snapdragon X Elite und Plus: Qualcomm äußert sich zu Betrugsvorwürfen [Update]
Qualcomm hat nach dem Snapdragon X Elite jetzt auch den etwas kleineren Snapdragon X Plus vorgestellt und möchte mit beiden Notebook-SoCs sowie deren Oryon-CPU und Adreno-GPU auf die Jagd nach Apples M3 gehen.
Updates
Originalmeldung vom 24. April 2024:
Qualcomm hat nach dem großen Snapdragon X Elite jetzt auch den etwas kleineren Snapdragon X Plus vorgestellt und möchte mit beiden Notebook-SoCs sowie deren Oryon-CPU und Adreno-GPU auf die Jagd nach Apples M3 gehen. Mit ihren bis zu insgesamt 12 ARM-Prozessorkernen schlagen beide SoCs die Konkurrenz aus Cupertino in ersten Hersteller-Benchmarks teilweise deutlich. Das größere Problemfeld dürfte jedoch das Betriebssystem aus Redmond bleiben.
Snapdragon X Elite und Plus können Apples M3 schlagen
Wie Golem berichtet, sollen erste Hersteller-Benchmarks von Qualcomm jetzt belegen, dass nicht nur das Snapdragon-X-Topmodell, der große Snapdragon X Elite, sondern auch das kleinere Modell, der Snapdragon X Plus, sowohl Apples M3 als auch Intels Core Ultra ("Meteor Lake") im Geekbench 6 zum Teil deutlich schlagen kann. In Multi-Thread-Szenarien spielen die 12 respektive die 10 ARMv9-Prozessorkerne der neuen Oryon-CPU ihr Leistungsplus besonders deutlich aus. Derzeit stehen aber Betrugsvorwürfe von der Website SemiAccurate im Raum. Auch die ersten unabhängige Tests von ComputeBase sehen Qualcomm vorn.
Insbesondere beim dessen Steckenpferd, der Single-Core-Performance bleibt der Apple M3 aber nach wie vor das Maß aller Dinge. Laut Qualcomm liefert bereits der Snapdragon X Plus bei einer vergleichbaren Leistungsaufnahme bis zu 37 Prozent mehr Rechenleistung als ein Intel Core Ultra 7 155H, während bei vergleichbarer Rechenleistung die Leistungsaufnahme um 54 Prozent niedriger ausfällt. Der Neuralprozessor, die sogenannte NPU ("Neural Processing Unit") liefert Herstellerangaben zufolge 45 TOPS in beiden Snapdragon-X-SoCs.
Notebooks mit Snapdragon X werden Aufschluss liefern
Ohnehin sind die bisherigen Benchmark-Ergebnisse, welche in der Regel auf Referenzplattformen von Qualcomm gemessen wurden, noch vergleichsweise wenig aussagekräftig. Aufschluss werden schlussendlich erste Notebooks mit den beiden Snapdragon-X-SoCs geben, die weiterhin mit den nach wie vor sehr restriktiven Rahmenbedingungen von Windows 11 on ARM zu kämpfen haben werden.
Quelle: Qualcomm
Bis zu einer entsprechenden Marktdurchdringung werden sich die beiden SoCs von Qualcomm zudem aller Voraussicht nach mit Intel Core Ultra 200 ("Lunar Lake") und AMD Radeon 9050 ("Strix Point") messen müssen.
Statement von Qualcomm
Aktualisierung vom 29. April 2024: In der Zwischenzeit hat sich Qualcomm zu den von SemiAccurate aufgebrachten Betrugsvorwürfen geäußert und der Redaktion eine kurze Stellungnahme zukommen lassen.
Wir stehen hinter unseren Leistungsangaben und freuen uns darauf, dass die Verbraucher bald Snapdragon X Elite- und X Plus-Geräte in ihren Händen halten werden.
- Qualcomm -
Abschließende Klarheit werden die ersten unabhängigen Tests von Geräten mit Snapdragon X Elite und X Plus liefern.
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Quelle: Qualcomm via Golem, SemiAccurate

Qualcomm verwendet hier die ihre Adreno GPU, die in ähnlicher Forme schon aus Smartphone bekannt ist und den gemeinsamen LPDDR5x RAM des SoC verwendet.
Die Chips sind für Notebooks und Tablets gemacht, also nicht für "richtige" Desktops.
Konkrete Ankündigungen, ob sie irgendwann auch große CPUs für Desktops bauen wollen, gab es meines Wissens bisher nicht.
Laut tests, die Leute von Windows Central machen durften, soll die Emulation von x86 mittlerweile nicht mehr spürbar sein. Somit kann man entspannt alle Programme installieren. Einzige Problemzone bleiben Treiber und Spiele.
Doch da diese ARM SoCs primär für leichte Tablets und Notebooks gedacht ist, sollte das nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Hier würde ich einfach mal abwarten und Tee trinken. Bald können wir es ja selbst testen.
Versehentlich wird sich das wohl niemand kaufen, denn diese Geräte werden voraussichtlich nicht günstig sein.
Ich denke, dass das Interesse bei vielen schon irgendwo groß ist.
Da das Ganze aber auch mit einem nicht unbedingt kleinen Risiko behaftet ist, wird's ein Ladenhüter werden, wenn sie den Preis von vornherein im Premiumsegment ansetzten. Auch wenn die Leistung passen sollte.
EDIT:
Bisher habe ich auf die Schnelle nur etwas zu Samsungs Galaxy Book 4 Edge gefunden.
Snapdragon X Elite, 14 Zoll, 16GB Ram und 512GB SSD für 1800 Euro!
Das Ding wird sich nicht verkaufen! Nicht mit den Specs zum High-End Preis!
Wenn man für den gleichen Preis oder sogar weniger ein besser ausgestattetes x86-Gerät oder Macbook Pro bekommt, können sie sich den Release auch gleich sparen.
Laut tests, die Leute von Windows Central machen durften, soll die Emulation von x86 mittlerweile nicht mehr spürbar sein. Somit kann man entspannt alle Programme installieren. Einzige Problemzone bleiben Treiber und Spiele.
Doch da diese ARM SoCs primär für leichte Tablets und Notebooks gedacht ist, sollte das nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Hier würde ich einfach mal abwarten und Tee trinken. Bald können wir es ja selbst testen.
Versehentlich wird sich das wohl niemand kaufen, denn diese Geräte werden voraussichtlich nicht günstig sein.
Ich hoffe nur, dass sie bei den Geräte nicht, wie bei Smartphones, Tablets und Chromebooks den Bootloader verschließen...
Unter Linux gibt es bereits eine Menge Software für die ARM-Architektur.
Es kommt sehr darauf an, wie sie mit den Geräten an den Start gehen.
Als erstes wird sich die "IT- und Bastel-Community" auf die Geräte stürzen.
Lassen sie hier viele Freiräume, also entsperrter oder einfach zu entsperrenden Bootloader, Linux Support und zugängliche CPU- und GPU-Treiber, etc. könnten die Geräte hier tatsächlich sehr erfolgreich werden.
Dann wird von der Community auch sehr schnell Software für ARM angepasst. Zunächst nur die "eigenen" Open Source Projekte, aber dadurch kommt erst einmal eine Nutzerbasis. Die kommerzielle Software wird dann schnell folgen.
(AAA-Spiele stehen hier aber mit Sicherheit noch nicht im Vordergrund. Dafür sind die Geräte auch nicht gedacht.)
Wird die Plattform von den Herstellern aber von vornherein komplett abgeschottet, werden zu beginn kaum Käufer finden. Dann lohnt es sich auch nicht, Software dafür anzupassen und die Geräte verschwinden in der Versenkung.