Prozessormarkt: Wachstum hält an - AMD rangiert nur noch auf Platz 4
Eine Studie von IC Insights, ein Marktforschunsunternehmen für die Halbleiterbranche, zeigt die Top10-Hersteller von Mikroprozessoren 2012. Adavanced Micro Devices (AMD) rutschte erstmalig seit den 1990er-Jahren, vom scheinbar ewigen zweiten Platz hinter Intel, auf Platz vier. Schuld daran ist der rückläufige Desktopmarkt und ein starker Zuwachs bei Tablets und Smartphones.
Der Erfolg von Tablets und Smartphones mischt die Karten bei den Mikroprozessorherstellern neu. Die Hersteller Qualcomm und Samsung überholen AMD und verweisen den Prozessorhersteller vom Podest auf Platz vier des erwirtschafteten Umsatzes mit Mikroprozessoren im Jahr 2012. Der Marktanteil liegt nur noch bei 6,4 Prozent bei einem Umsatz im Prozessorsegment mit 3,6 Milliarden US-Dollar. Von 2011 auf 2012 musste AMD 21 Prozent Umsatz bei seiner Prozessorproduktion hinnehmen. Intel büßt ein Prozent Umsatz ein und hat noch einen Marktanteil von 65 Prozent. Das scheint immer noch in weiter Ferne der Verfolger.
Der Trend der sich in der Top10-Liste zeigt, ist eindeutig: Nur Intel und AMD sind mit x86- und Server-MPUs gelistet, die anderen acht Hersteller drängen mit ARM-Prozessoren in die Liste. Dabei verzeichnete Qualcomm, die AMD auf Platz zwei abgelöst haben, einen Umsatz von 5,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresumsatz bei den verkauften Prozessoren. Vor allem der beliebte ARM-basierte Snapdragon-SoC dürfte Qualcomm die neue starke Marktposition gesichert haben. Der Marktanteil lag 2012 bei 9,4 Prozent.
Quelle: IC Insights
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Platz drei nimmt nun Samsung ein, allerdings mit den für Apple produzierten MPUs. 2011 war Samsung noch abgeschlagen auf Platz vier. Mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar erreichte Samsung 2012 einen Marktanteil von 8,2 Prozent. Samsung gehört mit einem Umsatzplus von 78 Prozent im MPU-Segment zu den größten Gewinnern in der Sparte. Dabei muss erwähnt werden, dass 83 Prozent des Umsatzes der mit Prozessoren bei Samsung erwirtschaftet wurde von der Produktion für Apple stammen.
Der Bericht von IC Insights bezieht mobile Prozessoren in die Prozessorherstellerliste mit ein, da sich so ein besseres Verständnis für Marktstrukturen erhofft wird. Smartphone-Prozessoren machten 2012 immerhin 22 Prozent des gesamten Mikroprozessorumsatzes aus. 2010 waren es noch 14 Prozent. Auch der Tablet-Bereich wächst kräftig. Seit dem Erscheinen des ersten iPads wuchs der Anteil in diesem Bereich von einem Prozent im Jahr 2010 auf vier Prozent im Jahr 2012.
Intel und AMD haben zwar rückläufige Umsätze im Desktopsegment zu verzeichnen, wenn man allerdings den Mikroprozessormarkt als Ganzes betrachtet, wie es nun in der Studie von IC Insights getan wird, zeigt sich, dass die Umsätze immer noch wachsen. Der Mikroprozessormarkt stellte 2012 mit 56,5 Milliarden US-Dollar Umsatz immer noch den größten Bereich in der Halbleiterindustrie dar und machte 22 Prozent der gesamten Chipherstellung aus. Nach einem starken Umsatzwachstum von 19 Prozent im Jahr 2011, wuchs der Prozessormarkt 2012 erneut um zwei Prozent. Für 2013 wird von der Studie ein erneutes Wachstum von 10 Prozent vorhergesagt, was einem Umsatz bei den Mikroprozessoren von 62 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2013 entsprechen würde.
Quelle: IC Insights
Ich finde das Apple Marketing ist weder zu wenig, noch ist es gut.
Ich finde es eher störend.
Mag aber auch an meiner Abneigung gegen Fernsehwerbung allgemein liegen
Erstens hat Apfel damit nichts zu tun, die sitzen beim Pc markt am abstelgleis, zweitens macht Intel nicht mehr oder gar besseres PR.
Das stimmt so nicht, im letzten Quartal war Apple der einzige Hersteller von traditionellen Desktop und Laptop-Computern, der keine große Einbuße beim Verkauf der genannten Rechner machen musste. Die Verkauf stagnierte, während manch andere Hersteller wie HP und Dell mit ca 10-15% geringeren Umsatz zurecht kommen mussten.
Apple macht insgesamt wenig Marketing
Ehmm einfach alles !
Amd kann schon Jahrelang nicht mehr mit Intel mithalten, seit Anno Domini 2006, das hat nichts mit einer Wirtschaftsverhältnisse zu tun, sonst wäre Intel genauso abgerutscht.
Alles eine Frage des Marketings => wie man es "richtig" macht siehe Apple.