Nvidia möchte mit Grace-CPU Intel deutlich schlagen

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Nvidia Grace-CPU-Superchip.
Quelle: Nvidia

Auf der GTC 2022 hat Nvidia die neuen hauseigenen Grace-CPU-Superchips vorgestellt, die die ARM-Architektur für maximale Effizienz nutzen. Laut Nvidia sollen sie in einem ersten Vergleich gegen Intels Xeon 8360Y wesentlich effizienter und gleichzeitig schneller sein. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Apple hat mit den M1-Chips bereits gezeigt, dass in ARM-Kernen eine hohe Effizienz steckt, die auch im Desktopbereich problemlos genutzt werden kann. Nvidia hat das Potenzial der Architektur ebenfalls realisiert und auf der GTC 2022 den Grace-CPU-Superchip vorgestellt, der bis zu 144 ARM-Kerne kombinieren und damit die Effizienz gegenüber einer x86-Architektur verdoppeln können soll. Während der eigentlichen Vorstellung wurden nicht viele Hinweise zur kommenden Performance gegeben, doch nun hat Nvidia einen ersten Vergleich mit Intels Ice Lake Xeons geteilt.

Dabei wird die Leistung im Bereich WRF (Weather Research and Forecasting) mithilfe von NCAR WRF verglichen, das in Version 3.9.1.1 auch ARM-kompatibel ist. Das verglichene IB4-Modell zeigt eine regionale Wettervorhersage der iberischen Halbinsel von Spanien und Portugal innerhalb von 4-Kilometer-Radien. Der Grace-CPU-Superchip scheint dabei das Vergleichssystem mit zwei Intel Ice Lake 8360Y deutlich zu schlagen. Nvidia gibt den Durchsatz mit Faktor zwei an, während die Effizienz sogar Faktor 2,3 erreicht. Das Vergleichssystem von Intel bietet pro CPU 36 Kerne und 72 Threads und erreicht dementsprechend mit 72 Kernen und 144 Threads einen Stromverbrauch von 572 Watt in einer 1-Node-Konfiguration.

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Nvidias eigene Grace-Hopper-Superchips sollen nochmals höhere Leistung bieten, werden jedoch für den Vergleich aus Kostengründen nicht herangezogen. Das WRF-Modell ist dennoch ein Vergleich, der die eigene Hardware wohlwollend darstellt, da es sehr stark mit Speicherbandbreite skaliert, die der CPU-Superchip mit 1 TB/s zu bieten hat. Ein finaler objektiver Vergleich wird allerdings noch warten müssen, da ein offizieller Marktstart erst im nächsten Jahr erfolgen soll. Dann kann sich zeigen, wie sich Nvidias Angebot gegen AMDs Epyc und Intels Sapphire Rapid schlägt.

Quelle: Wccftech

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SFT-GSG
        Das wirst du heute auch noch. Beides läuft parallel. Zumindest bei von Menschen bedienten Systemen, also nichts was automatisiert abläuft, ist x86 besser. Wenn x86 abgelöst wird, dann auch ARM. Dazu bräuchte es eine Architektur welche die Vorteile beider Welten vereint.
        "Von Menschen bediente Systeme" wie ... Smartphones? Fernseher? Tablets? Stand-Alone-VR-Geräte? Nahezu jede weitere Form von eigentständiger oder als Peripherie betriebener Heimelektronik?

        ARM verliert zwar prinzipielle Vorteile, wenn eine hohe Single-Thread-Leistung und insbesonder wenn niedrige Latenzen gefordert sind und die frei erhältlichen Kern-Designs sind auch eher low-power optimiert. Aber wie Apple schon seit längerem mit den großen Modellen der A-Serie zeigt, kann man auch mit ARM sehr gute Endanwender-CPUs bauen. Das x86 so schnell nicht abgelöst wird liegt daran, dass man nicht zwingend bessere Prozessoren erhält (M1 hat zwei Jahre Vorsprung bei der Fertigung und ein Transistorbudget, für das AMD und Intel vierstellige Preise verlangen) und die Software-Abwärtskompatibilität bremst. Aber Google hat mittlerweile erfolgreich Chrome OS zumindest im US-Bildungssektor durchgedrückt, in Europa konkurriert man zunehmend eher mit iOS und Android. Aber nicht mehr mit Wintel. Für die nächste Generation Office-Nutzer gibt es keinen Grund mehr, an x86 festzuhalten, Multimedia- und Online-Nutzung hat bereits heute die Mehrheit der Konsumenten von sich aus auf ARM umgestellt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SFT-GSG
        Das wirst du heute auch noch. Beides läuft parallel. Zumindest bei von Menschen bedienten Systemen, also nichts was automatisiert abläuft, ist x86 besser. Wenn x86 abgelöst wird, dann auch ARM. Dazu bräuchte es eine Architektur welche die Vorteile beider Welten vereint.
        "Von Menschen bediente Systeme" wie ... Smartphones? Fernseher? Tablets? Stand-Alone-VR-Geräte? Nahezu jede weitere Form von eigentständiger oder als Peripherie betriebener Heimelektronik?

        ARM verliert zwar prinzipielle Vorteile, wenn eine hohe Single-Thread-Leistung und insbesonder wenn niedrige Latenzen gefordert sind und die frei erhältlichen Kern-Designs sind auch eher low-power optimiert. Aber wie Apple schon seit längerem mit den großen Modellen der A-Serie zeigt, kann man auch mit ARM sehr gute Endanwender-CPUs bauen. Das x86 so schnell nicht abgelöst wird liegt daran, dass man nicht zwingend bessere Prozessoren erhält (M1 hat zwei Jahre Vorsprung bei der Fertigung und ein Transistorbudget, für das AMD und Intel vierstellige Preise verlangen) und die Software-Abwärtskompatibilität bremst. Aber Google hat mittlerweile erfolgreich Chrome OS zumindest im US-Bildungssektor durchgedrückt, in Europa konkurriert man zunehmend eher mit iOS und Android. Aber nicht mehr mit Wintel. Für die nächste Generation Office-Nutzer gibt es keinen Grund mehr, an x86 festzuhalten, Multimedia- und Online-Nutzung hat bereits heute die Mehrheit der Konsumenten von sich aus auf ARM umgestellt.
      • Von gruffi PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Galaxy90
        Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
        Und inwiefern soll sich daran was geändert haben? Ich muss ehrlich gesagt immer über Leute schmunzeln, die meinen, ARM sei so viel besser, und effizienter, und wird die Weltherrschaft an sich reissen, bla bla bla. Es wird ja immer gerne auf den x86 Decodern rumgeritten, die ja so viel aufwändiger und ineffizienter sein sollen. Kein geringer als Jim Keller meinte vor einiger Zeit, das macht heutzutage keinen wirklichen Unterschied mehr aus. Aber klar, die ganzen Internet Schlauberger werden das sicherlich alle besser wissen. ^^ ARM ist in keinster Weise besser als x86. Ganz im Gegenteil. Durch die aktuelle technologische Dominanz von Apple ist der ARM Markt für Endkunden sogar mehr gefickt als der x86 Markt. Letzter hat zumindest zwei Hersteller, die auf Augenhöhe konkurrieren. Die einzige Hoffnung auf Besserung kann nur eine offene Architektur wie RISC-V sein. x86 ist nicht offen. ARM ist aber auch nicht offen. Selbst wenn das mancher zu glauben scheint. Der einzige Unterschied ist, dass ARM theoretisch jeder lizenzieren kann. Letztendlich wird aber nicht die Architektur entscheidend sein, sondern die Unternehmen, die die besten Entwicklungskapazitäten bieten können. Kleine Fische werden den Markt nicht ändern können, egal mit welcher Architektur.

        @topic

        Ice Lake deutlich zu schlagen ist nun wirklich keine allzu grosse Kunst. Das kann Epyc schon länger. Nächstes Jahr werden ganz andere Kaliber am Start sein. Und damit meine ich nicht mal Saphire Rapids. Bergamo wird vermutlich nochmal ein ganzes Stückchen heftiger ausfallen.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Galaxy90
        Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
        Das wirst du heute auch noch. Beides läuft parallel. Zumindest bei von Menschen bedienten Systemen, also nichts was automatisiert abläuft, ist x86 besser. Wenn x86 abgelöst wird, dann auch ARM. Dazu bräuchte es eine Architektur welche die Vorteile beider Welten vereint.
      • Von warawarawiiu
        Zitat von PCGH_Torsten
        Man beachte hierbei auch, dass Nvidia einen 144-Kerner mit einem Dual-36-Kerne-System vergleicht. Der Leistungsvorsprung wird also in Anwendungen, die nicht perfekt bis in dreistellige Kernzahlen skalieren (also praktisch allem, was Menschen direkt bedienen) klar niedriger ausfallen. Wenn er überhaupt aus der Leistung der Rechenkerne resultiert und nicht aus der knapp 2,5 mal höheren Speichertransferrate des verlöteten vs. eines gesockelten Systems (mit mutmaßlich deutlich größerem maximalen Speicherausbau). Für ein mutmaßliches Best-Case-Szenario ist das Versprechen von doppelter Leistung bei leicht reduziertem Verbrauch ehrlich gesagt sogar etwas Mau. Andere ARM-CPUs haben teilweise Faktor 3 bis 5 versprochen und hatten auch nur mäßigen Erfolg, weil in vielen Einsatzszenrien nicht mehr als 1 übrig blieb und der Umstellungsaufwand auf andere Software für viele potenzielle Kunden schwerer wiegt. Zudem ist Ice Lake immerhin ein Jahr alt, sollte eigentlich schon zwei Jahre alt sein, und galt nie als überragender Entwurf. Ehe Grace erscheint, sollte hoffentlich endlich Sapphire Rapids draußen sein, ansonsten heißt der Konkurrent zumindest Milan-X und Genoa steht auch vor der Tür.
        Hallo,
        ich möchte hier nur kurz anmerken: ich habe in den seltensten Fällen einen Plan von dem was du da im Detail schreibst, aber ich finde du machst hier im gesamten Forum den mit Abstand kompetentesten Eindruck bei deinen Posts.
        wollte ich nur mal anmerken, weil mir das jetzt schon öfter aufgefallen ist.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Technologie_Texter
        Wo erfährt man so einen Unsinn?
        Wenn ich raten müßte, dann würde ich vermuten, dass das noch aus Zeiten stammt, in denen, bei den ARM Geräten, vor allem In Order CPUs eingesetzt wurden.

        Wenn man da optimiert, dann kann man extrem viel rausholen (man erinnere sich an Quake 1, das auf einem Pentium 1 extrem gut lief, während die 686+ CPUs da ihre Probleme hatten). Nicht optimierte Software läuft entsprechend schlechter. Wie es mit solchen Weisheiten so ist: sie halten sich extrem lange und irgendwann gehen sowohl Kontext, als auch Gültigkeit verloren (niemals ohne Virenscanner und Firewall ins Internet).

        Am Ende bleibt hängen: "für ARM CPUs muß die Software angepasst werden, für Intel nicht".
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