Intel Alder Lake: Spezifikationen der S- und P-Modelle und PCH-Bezeichnungen geleakt
Keine Woche ohne neuen Leak zu Intels kommenden Alder-Lake-CPUs: Diesmal geht es um die Plattform Coreboot, auf der ein aufgetauchter Datensatz die Spezifikationen der Alder Lake S- und P-Modelle auflistet. Die Angaben stimmen mit früheren Leaks und Vermutungen überein. Ein interessantes Detail gibt es im Hinblick auf die zum Einsatz kommenden iGPUs.
Wenn man sich bereits in den vergangenen Monaten mit den Leaks und Gerüchten rund um Intels für 2021 geplante Alder-Lake-CPUs beschäftigt hat, wird der nun aufgetauchte Eintrag auf der Plattform Coreboot kaum neue Informationen bereithalten. Er bekräftigt nur noch einmal die Korrektheit der bislang bekannten Angaben. Auf Grundlage des umfangreichen Datensatzes lässt sich nun eine vermutlich vollständige Liste der geplanten CPUs erstellen.
Kerne-Würfelei und iGPU-Unterschiede
Die Alder Lake-S-Prozessoren werden in verschiedensten Zusammensetzungen hinsichtlich des zum Einsatz kommenden Hybdrid-Designs erscheinen. Von 8 großen und 8 kleinen Kernen über ein 6-zu-8-Verhältnis bis hin zu nur noch 2 großen Kernen gänzlich ohne kleinere Helfer - alle Konfigurationen sind vertreten. Eins haben aber alle S-Modelle gemein: bei der iGPU handelt es sich um die GT1-Variante.
Bei den Alder Lake-P-Prozessoren, die vor allem in mobilen Endgeräten zum Einsatz kommen dürften, sieht es ähnlich aus. Auch hier werden die großen und kleinen Recheneinheiten munter zusammengewürfelt, doch eine Konfiguration mit 8 großen Kernen wird es nicht geben, hier ist bereits bei 6 Stück das Ende der Fahnenstange erreicht. Dafür gibt es ein interessantes Detail, das im Hinblick auf die Verwendung in Notebooks jedoch gar nicht mal überrascht: Alder Lake-P-Modelle sollen mit der leistungsstärkeren GT2-Grafikeinheit aufwarten können.
Beim Einsatz in mobilen Geräten, bei denen die Wärme- und Geräuschentwicklung eine wichtige Rolle spielt, könnte so eine dedizierte GPU obsolet werden, immerhin sollte die GT2-iGPU zumindest für anspruchslosere Spiele und reduzierte Details ausreichen. Die Käufer der Alder Lake-S-CPUs werden zumeist auch Gaming-GPUs in ihren Gehäusen verbaut haben, weshalb die GT1-Variante dort vollkommen ausreicht.
Auch die internen Bezeichnungen für die neuen PCHs wurden geleakt. So gibt es sowohl für Alder Lake-S als auch -P die PCH-Einstufungen "Base", "Super", "Premium" und "Mainstream".
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Quelle: Videocardz

Ohne HT wäre der 8+0 Octacore also auf dem Stand des i9-9700K.
Da greife ich eher zu einem Ryzen mit SMT, wo es auch die Option auf 12/16 Kerne gibt.
Beispielsweise würde ich grundsätzlich erwarten, dass Alder Lake auf den Golden Cove-Kernen grundsätzlich SMT/HT unterstüzen wird.
Für den Tremont-Nachfolger Gracemont sprach Intel schon vor längerer Zeit von einer "verbesserten Vektor-Leistung", was im einfachsten Fall nur schnelleres SSE bedeuten könnte oder aber auf eine Implementation von 256bittigem AVX hinweisen könnte.
Und in den von Igor gelakten Papieren, die nach Auszügen aus einer Intel-Dokumentation aussahen, wurde zu Alder Lake darauf hingewiesen, dass AVX-512 nur auf den "Big Cores" unterstützt wird, d. h. es wird aktiviert bleiben und nutzbar sein. Auffällig war zudem ein fehlender Hinweis auf AVX(2), d. h. das las sich dort, als wenn bei Alder Lake 256bittiges AVX grundsätzlich auf allen Kernen zur Verfügung stehen würde, was zu der oben erwähnten "verbesserten Vektor-Leistung" passen würde. Man wird sehen, aber mit Alder Lake wird Intel's Hybrid Technology zweifelsfrei vom Nischenmarkt (Lakefield) in dem Mainstream wandern und damit wird sich auch die Aufmerksamkeit und der Support dieser Technologie signifikant erhöhen.
Und wer meint damit nichts anfangen zu können, wird ja auch mit den C+0+G Designs reguläre CPUs/APUs nach bekanntem Schema vorfinden (wie schon Torsten erwähnte). Für den Massenmarkt inkl. der OEMs sind die bis zu 8 (Big)Cores jedenfalls mehr als ausreichend.
Für die von dir angesprochene Software ist es aber egal, ob die Kerne deaktiviert oder entfernt werden.