[Update mit Hands-on-Test] MWC: Intel stellt Atom-SoCs mit zwei und vier Kernen vor
In der Spielerschaft ist Intel vor allem für seine potenten Desktop-Prozessoren bekannt. Auf dem Mobile World Congress 2014 haben die Amerikaner erneut klargestellt, dass mehr in ihnen steckt, insbesondere im mobilen Bereich. Merrifield- und Moorefield-Prozessoren sind die Themen für 2014.
Update: Update Intel-SoCs
Zwischenzeitlich durften wir im "Intel-Benchmark-Backroom" einen Blick auf die Performance der vorgestellten Merrifield- and Moorefield-SoCs werfen. Als Testgeräte standen Prototypen zur Verfügung, die in dieser Form nicht auf dem Markt erscheinen werden, den tatsächlichen Geräten aber sehr nahekommen dürften. Die gezeigten Smartphones besitzen ein HD-ready-Display mit der Auflösung 1.280 x 720. Beim GLBench Egypt haben wir mit dem Zweikerner Merrifield eine Bildwiederholrate von etwa 66 Fps erreicht. Der Quad-Core Moorefield ist etwa zehn Prozent schneller. Die Taktrate liegt bei bis zu 2.133 MHz, was dem Boost-Takt entspricht. Der Basistakt steht laut Intel-Vertretern noch nicht hundertprozentig fest. Sobald wir mehr Informationen haben, liefern wir diese selbstverständlich nach. Zum Vergleich: Ein Samsung Galaxy S4 erreicht im selben Benchmark etwa 69 Fps, die Performance der Intel-SoCs ist also vielversprechend.
Auch an der Batterielaufzeit hat Intel gearbeitet. Im täglichen Betrieb, bestehend aus einer Mischung aus Surfen, Spielen und Musik- und Videokonsum, verspricht Intel Laufzeiten jenseits der 19 Stunden. Die Prototypen sind mit einem 2.100 mAh-Akku ausgestattet. Ob die späteren Endgeräte ebenfalls solche Werte erreichen, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Die Markteinführung wird vermutlich nicht vor dem dritten Quartal dieses Jahres stattfinden. Wichtige Partner für Intels neue Mobile-Offensive sind Asus, Dell und Lenovo. Auch die Zusammenarbeit mit Foxconn wurde intensiviert, wobei hier noch keine Aussagen zu geplanten Produkten gemacht wurden. Wir vermuten, dass es sich hierbei hauptsächlich um eine Partnerschaft bei der Komponentenproduktion handelt.
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Originalartikel vom 24.02.2014
Beim Stichwort Intel denken die meisten Nutzer wohl zunächst an starke Gaming- und Server-Performance. In diesen Märkten stellt Intel eine große Marktmacht dar, während der mobile Bereich von Intel abseits der Atom-Technologien eher belächelt wurde. Da aber gerade Smartphones und Tablets einen enormen Wachstumsmarkt darstellen, will Intel hier aufholen. Dazu will Intel die beiden Seiten des mobilen Internets verbinden und mit seinen Xeons sowohl die passende Performance im Datacenter stellen, als auch zukünftig mehr mobile Geräte befeuern. Daher wurde im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem MWC 2014 in Barcelona Merrifield-Prozessoren vorgestellt.
Dabei handelt es sich um Dual-Core-CPUs mit voller 64-Bit-Unterstützung auf Basis von Silvermont (22 nm) und mit einer Power-VR-G6400-Grafik. Merrifield-Prozessoren sind für den Einsatz in Android- als auch Windows-basierten Smartphones und Tablets gedacht und werden in der ersten Hälfte des Jahres auf den Markt kommen. Stärken sollen eine besonders lange Akkulaufzeit und eine hohe Grafikleistung sein. Konkret genannt wurde der Atom-Prozessor Z3480 mit 2,13 GHz Takt. Intel Mobile Vice President Herrman Eul zeigte den Prototypen eines Merrifield-Smartphones. Erste Geräte sind vermutlich bereits im zweiten Quartal dieses Jahres zu erwarten.
In der zweiten Jahreshälfte kommen dann noch die Schwestermodelle mit Moorefield hinzu. Diese bieten vier CPU-Kerne mit bis zu 2,3 GHz Takt und eine noch höhere allgemeine und Grafikleistung (dank Power VR G6400) bei einem ähnlich niedrigen Energieverbrauch. Beide Plattformen unterstützen sowohl Android als auch x86-Systeme.
Des Weiteren hat Intel überarbeitete LTE-Chips vorgestellt, die eine maximale Übertragungsrate von bis zu 300 Mbps erreichen sollen. Auch diese werden gegen MItte des Jahres in Endgeräten verfügbar werden. Als weitere Ankündigung kam Cherry Trail zur Erwähnung. Dabei handelt es sich um den Baytrail-Nachfolger im 14-nm-Verfahren. Die feinere Strukturbreite soll den Energiebedarf bei gestiegener Performance weiter senken. Als Zeitpunkt für die Markteinführung steht Ende 2014 im Raum. Der Nachfolge Broxton kommt im Jahre 2015, setzt ebenfalls auf das 14-nm-Verfahren, wird aber eine neue Architektur einführen.
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