Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

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Die neuen Ivy-Bridge-Prozessoren von Intel werden im Vergleich zu ihren Sandy-Bridge-Vorgängern unter Last messbar wärmer. Die Metallkappe über dem Chip wird nämlich nicht mit diesem verlötet, stattdessen dient simple Wärmeleitpaste als Leitmittel. Per Köpfen der CPU und besserer WLP sinken daher die Temperaturen um bis zu 20 Grad Celsius.

In unserem Test von Ivy Bridge erwähnten wir unter anderem die höheren Temperaturen bei den neuen Intel-Chips, welche aus der nicht mehr verlötenen Metallkappe über dem Die (IHS, Integrated Heat Spreader) resultiert - stattdessen setzt der Hersteller auf Wärmeleitpaste (WLP). Wie nun ein Test seitens PC-Watch zeigt, ist die Paste zudem alles andere als gut, denn unter Last sorgen die OCZ Freeze Extreme und die Coolaboratory Liquid Pro für drastische geringere Temperaturen; bei Standardtakt sind es bis zu 11 Grad Celsius - mit einer Übertaktung auf 4,5 GHz steigt die Differenz zu Intels WLP auf satte 20 Grad Celsius.

Um die Wärmeleitpaste zu tauschen, muss die CPU allerdings "geköpft" werden, sprich der IHS muss ab. Dadurch geht natürlich die Garantie flöten und obendrauf besteht das Risiko, den Prozessor zu "töten" (Kopf ab ist nun mal tendenziell ungesund). Erfahrene Bastler, die schon früher CPUs von ihrer Metallkappe befreit haben, können sich an dieses Thema wagen - viel besser übertakten lassen sich die Ivy Bridges aber dennoch nicht. Somit stellt sich abschließend nur die Frage, warum Intel Paste statt Lot verwendet. Am Ende wird es wohl darauf hinauslaufen, dass diese Methode schlicht kostengünstiger ist - und Probleme gibt's bei Standardbetrieb ohnehin keine.

Der Test ist schon ein paar Tage älter, daher existiert eine User-News von der8auer.

Quelle: PC-Watch, Eigene

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    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Seabound Lötkolbengott/-göttin
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Zitat von Raketenjoint
        Ich werde mir sowieso keine Ivy Bridge mit C0 Stepping kaufen, aber glaubt ihr, dass Intel bald diesen "Mangel" beheben wird?
        Das Release-Stepping von Ivy war E1, also wird kein C0 (du meinst wohl eher E0) mehr kommen.
      • Von Seabound Lötkolbengott/-göttin
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Zitat von Raketenjoint
        Ich werde mir sowieso keine Ivy Bridge mit C0 Stepping kaufen, aber glaubt ihr, dass Intel bald diesen "Mangel" beheben wird?
        Das Release-Stepping von Ivy war E1, also wird kein C0 (du meinst wohl eher E0) mehr kommen.
      • Von der8auer Lötkolbengott/-göttin
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Test von mir: http://extreme.pcgameshar...
      • Von ich111 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Glaub ich nicht wirklich. Ich bin gespannt ob diese bei Haswell immer noch verwendet wird
      • Von Raketenjoint Freizeitschrauber(in)
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Ich werde mir sowieso keine Ivy Bridge mit C0 Stepping kaufen, aber glaubt ihr, dass Intel bald diesen "Mangel" beheben wird?
      • Von Seabound Lötkolbengott/-göttin
        AW: Ivy Bridge zu heiß: Bessere Wärmeleitpaste für niedrigere Temperaturen

        Zitat von Hackman
        Frag mich auch wieso man an sowas spart. Intel weiß doch haargenau, dass Ivy Brdge (für Desktops) vorwiegend von echten PC-Enthusiasten gekauft wird, und die wollen's kühl und leise oder kräftig Übertaktungsspielraum!
        Glaub ich net. Großteil der CPUs wird wohl in irgendwelchen OEM Rechnern verbaut werden oder/und in irgendwelchen Büros vor sich hin wartezyklen. Des Weiteren ist es Intel vermutlich recht egal, was die CPU auserhalb ihrer Spezifikation macht. Mit "K" kaufst du ja nur die Möglichkeit zu übertakten, aber Intel verspricht ja nix wie heiß das Efeu wird und wie schnell es im Wind wedeln muss . Zudem hat Intel keinerlei Druck von Seiten der Konkurenz und da heißt es für den werten Anwender halt "friss oder stirb". Was auch vollkommen legitim ist.
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