Intel Rocket Lake: Mögliche Unterschiede zwischen Core i7 und i9

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Intel will im März 2021 seine nächsten Desktop-Prozessoren mit der "Rocket Lake"-Architektur vorstellen. Laut aktuellen Gerüchten unterscheiden sich die Core-i7- und Core-i9-Varianten vor allem bei Taktraten und Preis
Quelle: Intel

Intel will im März 2021 seine nächsten Desktop-Prozessoren mit der "Rocket Lake"-Architektur vorstellen. Laut aktuellen Gerüchten unterscheiden sich die Core-i7- und Core-i9-Varianten vor allem bei Taktraten und Preis.

Intel wird erst einige Monate nach AMD seine neue Prozessorgeneration vorstellen. Wie 3DCenter meldet, gibt es neue Gerüchte zu den Rocket-Lake-CPUs von Intel. Bisher weiß man, dass Intel mit Achtkern-Prozessoren, 16 MByte Level-3-Cache und Hyper-Threading antreten möchte - sowohl beim Core i7 als auch beim Core i9. Doch wie unterscheiden sich die Serien dann?

Rocket Lake S: Unterschiede

Bei Twitter sind nun Angaben zu den Unterschieden zwischen den Core-i7- und Core-i9-Varianten veröffentlicht worden, die natürlich nicht offiziell und daher mit Vorsicht zu genießen sind. Der Intel Core i9 soll bis zu 5,4 oder 5,5 GHz im Turbomodus erreichen, während der Core i7 vermutlich zwischen 5,0 und 5,2 GHz erreichen könnte. Ein weiterer Unterschied wird natürlich der Preis sein. So wird ein Preis von unter 400 US-Dollar für den Core i7 vermutet.

3DCenter ist der Ansicht, dass dies wohl bedeutet, dass der "Rocket Lake" Core i9 gegen den AMD Ryzen 7 5800X antritt, der Rocket Lake Core i7 wohl gegen einen vermuteten Ryzen 7 5700X. Durch den hohen Takt des Core i9 im Turbo-Modus könnte Intel es schaffen, den erwarteten Rückstand aktueller Modelle gegenüber den neuen Zen-3-Prozessoren im Single-Thread-Modus wieder in einen kleinen Vorteil zu verwandeln.

Allerdings könnte das aufgrund der acht Kerne und der durch die 14nm-Herstellung bedingten Effizienzprobleme nicht reichen, mit der Ryzen-5000-Serie in Multithreading-Anwendungen oder Spielen mitzuhalten. Ob dem so sein wird, zeigt sich dann erst im März 2021 - wenn es nicht wieder eine Verschiebung gibt, unter denen Intel in letzter Zeit so leidet. Zumindest werden die nächsten Monate sehr spannend, was den Prozessoren-Markt angeht.

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    • Kommentare (63)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat


        Das 12 nm zum Einsatz kam, war dann bestenfalls noch eine Kostenfrage, aber vermutlich nicht einmal das. Man hat ja keine neuen Masken gefertigt
        Es gab neue Masken.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat


        Das 12 nm zum Einsatz kam, war dann bestenfalls noch eine Kostenfrage, aber vermutlich nicht einmal das. Man hat ja keine neuen Masken gefertigt
        Es gab neue Masken.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Für einen deutlich früherer Zen2-Launch gab es nie Hinweise und AMD brauchte im Sommer 2018 neue "200er" CPUs, nachdem sie die APUs nicht mit der 1000er Kennung vom Vorjahr versehen wollten, aber schlecht die CPUs als "veraltet" brandmarken konnten. Das 12 nm zum Einsatz kam, war dann bestenfalls noch eine Kostenfrage, aber vermutlich nicht einmal das. Man hat ja keine neuen Masken gefertigt und absichtlich veraltete Methoden, die schlechteren Yield bedeuten, wollte GF vermutlich schon rein aus Abnahmegründen nicht einsetzen.

        Zur Befehlssatzeinführung bei Intel: Die schleichende Übernahme HPC => Oberklasse-Desktop (nur Microcode) => Oberklasse-Desktop (auch Einheiten) => Mobile/Low-End/alle Klassen praktiziert Intel mindestens seit SSE3a. Es vergehen aber jeweils Jahre, bis sie auch genutzt werden, die ersten Generationen außerhalb der professionellen Marktes dienen nur zum Anfixen der Desktop-Entwickler und zur Sicherstellung von Abwärtskompatibilität, damit die Compiler ein paar Jahre früher auf Fallbacks verzichten können. Aber 512 Bit SIMDs sind für die kleinen Chips bislang nicht geplant und das waren, mangels Nutzen, auch nie im Endkunden-Fokus stehende Techniken. Sollte AMD jetzt auch auf entsprechende Taktiken wechseln (bislang sehe ich keine Anzeichen), könnten sie damit also auch kein Zen3+ bewerben.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Wie schon geschrieben, auch ich weiß nicht, was ein möglicher "Zen3+" werden soll. *) Es könnte natürlich auch sein, dass das nur ein wenig triviales Optimieren und Schrauben ist (vielleicht auch schlicht neue APUs mit Zen3-IP im N6, weil Zen4-APUs nicht vor Ende 2022 erscheinen werden?).
        Die Ableitung in Form einer ausgebauten Vektoreinheit ist da nur ein versuchter Erklärungsansatz.

        Btw, Ich gehe davon aus, dass Zen4 grundsätzlich über eine derartige Vektorerweiterung verfügen wird, die damit auch in Consumer-Chips zur Verfügung stehen wird (es sei denn AMD teilt bereits mit Zen4 das Core-Design auf zwischen Epyc und den Consumer-Chips?). Von daher erscheint mir eine vorzeitige Einführung (der Frontier braucht das sowiso) nicht unwahrscheinlich.
        Intel implementiert leistungsstärkeres AVX gerade auf breiter Front, so bspw. auch prominent in seinen Mobil-CPUs Ice Lake und Tiger Lake, die beide AVX-512 + VNNI unterstützen. Für Alder Lake hat man zwecks einfacherem Scheduling zwar die ISA vereinheitlicht **) aber dennoch das Design bspw. mit einem neuen 256-bittigen VNNI ausgestattet. Intel ist offensichtlich bestrebt entsprechende ML/AI-Funktionalität auch in ihren regulären CPUs zu verankern. Aktuell nutzt man das zweifellos auch als Differenzierungskriterium, überflüssig wird es damit jedoch nicht, wenn man bedenkt, dass mittlerweile schon jedes Mittelklasse-Smartphone-SoC eine NPU enthält.

        *) Marketingtechnisch wird AMD auf jeden Fall irgendwas "Besonderes" in 2021 brauchen, denn bis zu Zen4 ist es noch weit und die Zeit wird aus dieser Perspektive nur schwer zu überbrücken sein ohne was "Greifbares".

        **) Das muss jedoch nicht zwingend heißen, dass Golden Cove über kein AVX-512 verfügt. Möglicherweise besitzt auch diese uArch AVX-512-Einheiten, nur dass man die im CPU-Design Alder Lake deaktiviert, damit der Scheduler nicht aufwändig zwischen den großen und kleinen Kernen unterscheiden muss.

        ***) Anmerkung zu Zen+: Hierzu hatte ich mal gelesen, dass das ein zwangsweiser Einschub war, weil sich die Einführung von Zen2 verzögert hatte. Schlussendlich war das ja eine unveränderte IP, lediglich auf den 12nm-Prozess transferiert und auf etwas mehr Performance getrimmt, mehr nicht.
        Leider finde ich die "Quelle" dazu nicht mehr wieder, ist schon ein Weilchen her ... Insofern kann ich da auch nicht noch einmal drüberlesen und das noch einmal auf Plausibilität/Belastbarkeit prüfen ...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        "Soll" "im zweiten Halbjahr" " kommen" bedeutete zu letzt soviel wie "wir stellen im September ein paar Notebooks vor, die dann zu Weihnachten lieferbar sind und irgendwann später kommt was für Desktop". ADL sieht zwar etwas vielversprechender aus, weil wenigstens ein 8(+)-Kerner das leadmodell ist, aber ich persönliche glaube nicht an einem Desktop-Launch nur ein halbes Jahr nach RKL und ich habe seit dem Durchgang der ersten Corona-Welle auch keine Bestätigungen mehr für so einen frühen Termin gehört.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Geleakte Roadmaps zeigen für nächstes Jahr Warhol, weiterhin in 7 nm, weiterhin Zen3 ohne Hinweis auf ein "+". Wenn das keine Ente war, dann kommt vor Zen4 bei AMD keine grundlegende Verbesserung in den Kernen mehr, sondern nur die Vorteile einer eingespielten Fertigung und eventuell zurückgehaltener Top-Bins. Zen4 wiederum würde demnach nicht vor 2022 starten, wobei ich das Frühjahrszeitfenster sogar für den frühesten realistischen Zeitpunkt halte, wenn AMD nicht auf Druck von Intel reagieren muss. Bislang war jede Zen-Desktop-Generation sogar länger als 12 Monate am Markt, zweimal 9 Monate ab Vermeer/Ende 2020 sehe ich als Minimum für Raphael. Man darf auch nicht vergessen, dass Roadmaps oft erst mit einigen Monaten Verzögerung leaken, dass heißt in Zeitplänen die wir im Frühsommer gesehen haben, war der Corona-bedingt langsamere Absatz vermutlich noch nicht berücksichtigt. (Dieser Faktor gilt für ADL natürlich genauso, wobei Intel explizit zugegeben hat, dass man einen Rückstand aufholen muss, seine Releases also nicht mehr nach dem optimalen Abverkauf bestehender Technik takten möchte.)
        Aber soll nicht im zweiten Halbjahr 2021 von Intel "Alder Lake" kommen?
        Dann gerät AMD ja wieder mehr unter Druck.
        "+" wirds wohl nicht geben aber zumindest die "T" Modelle wie schon bei Ryzen 3000.
        Damit kann man zumindest "Rocket Lake" kontern.
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