Intel: Pläne für hohe Profitabilität sorgen für Spekulationen - wo kommt der Kahlschlag?
Um die Profitabilität zu steigern, sollen bei Intel künftig nur noch Produkte entwickelt werden, die eine Marge von mindestens 50 Prozent erreichen. Das schürt Gerüchte um den Verbleib einiger Sparten - Stichwort KI und Arc-Grafikkarten.
Seit knapp drei Monaten hat Intel mit Lip-Bu Tan wieder einen CEO, der dem Unternehmen in der kommenden Zeit seinen Stempel aufdrücken wird. Laut einem Analysten-Gespräch mit Michelle Johnston Holthaus, die bei Intel die Rolle des CEO of Products innehat, steht dabei vor allem auch die Profitabilität im Fokus. Während Intel früher oft eine Marge von 50 Prozent und mehr erreichte, ist dieser Wert für das Unternehmen nun schon seit drei Jahren unerreicht. Im ersten Quartal lag die Marge nur bei 36,9 Prozent, und im dritten Quartal 2024 waren es sogar nur 15,0 Prozent.
Neue Vorgabe - mit Ausnahmen?
Diesen Umstand will der neue Intel-CEO laut Johnston Holthaus offenbar ändern. Im Gespräch betonte sie, dass Tans voller Fokus darauf liegt, die Marge wieder über 50 Prozent zu drücken. Dafür sollen in Zukunft nur noch Entwicklungsprojekte genehmigt werden, die darlegen können, dass sie diese hohe Profitabilität erreichen.
"[...] I do think in 2025 we try to be a bit more pragmatic about you know, do we have to do all the deals that we're doing. [...] He's laser focused on the fact that we need to get our gross margins back up above 50%."
"[...] Ich denke, dass wir im Jahr 2025 versuchen, etwas pragmatischer zu sein, wenn es darum geht, ob wir all die Geschäfte machen müssen, die wir machen. [...] Er konzentriert sich ganz auf die Tatsache, dass wir unsere Bruttomargen wieder auf über 50 % bringen müssen."
"[...] you actually can't get approved if you're not a product that can show me that you can get above a 50% gross margin [...]. If it's not 50% or higher gross margins, moving forward."
"[...] Wenn es kein Projekt ist, das zeigen kann, dass es eine Bruttomarge von über 50 % erreichen kann, dann kann es nicht genehmigt werden. [...]. Wenn es nicht 50 % oder mehr Bruttomargen sind, geht es weiter."
Die Website 3D Center verweist im Zusammenhang mit diesen Aussagen auf zwei Produktsparten, die Intel damit eigentlich einstampfen müsste: das KI- und das Grafikkarten-Segment. Beide bleiben weit hinter den genannten Vorgaben zurück. Mit ihren Aussagen befeuert Johnston Holthaus damit Gerüchte, dass diese Geschäftsbereiche künftig einem Kahlschlag zum Opfer fallen könnten. Mindestens bei der KI-Sparte ist aber davon auszugehen, dass Intel hier strategischen Interessen den Vorzug gibt und nicht wirklich allein anhand der Marge entscheidet.
"But there's some things that we have to change internally, I think particularly around our spending, the way we build products, the efficiency for the way we build products."
"Aber es gibt einige Dinge, die wir intern ändern müssen, ich denke vor allem in Bezug auf unsere Ausgaben, die Art und Weise, wie wir Produkte herstellen, die Effizienz, mit der wir Produkte herstellen."
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Zudem wurde im Interview auch betont, dass die Profitabilität nicht einfach nur durch gestrichene Produkte erhöht werden soll. Stattdessen will Intel auch die Entwicklung effizienter gestalten. So soll es durch zusätzliche Maßnahmen gelingen, dass weniger Steppings angefertigt werden müssen. Konkret sollen die Intel-Ingenieure beispielsweise mit besseren Simulationen arbeiten, damit weniger Vorserienchips notwendig sind. Ob das gelingen wird, ohne dass bei Intel-Produkten zunehmend Fehler auftreten werden, bleibt abzuwarten.
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- Materialkosten
- Material- und Herstellungs-kosten
- Material-, Herstellungs- und Entwicklungskosten
- Material-, Herstellungs-, Entwicklungs- und Marketing-Kosten
- Material-, Herstellungs-, Entwicklungs-, Marketing- und Retouren-kosten
...
Nja.... Dann werden wohl die besten Consumer-CPUs demnächst vierstellig kosten. Ich stell mal die aluis'sche Regel auf: Eine vernünftige CPU sollte die Hälfte der GPU kosten
Spannender dürfte aber sein, wie Intel die Herstellungskosten abrechnet? Früher, als die Fabs noch keine eigene Sparte waren, dürften deren Investitionen in neue Anlagen und Prozesse Fixkosten gewesen sein und möglicherweise auch das Betriebspersonal. Schließlich hat man all das unabhängig davon, ob man tatsächlich produziert, rumstehen – "pro Chip" fallen nur Wafer, Energie und Chemikalien an. Unter diesen Bedingungen 50 Prozent Marge zu schaffen war vergleichsweise einfach.
Aber wenn jetzt die Foundry reale Kosten berechnet und ihre riesigen Investitionen über Stückkosten refinanzieren soll, dann wird das praktisch unmöglich und Intel müsste unter der neuen Prämisse alle Produkte einstellen.
Der Bereich für Gaming GPUs wird dem Rotstift zum Opfer fallen müssen. Man gewinnt keine Marktanteile. Obwohl man z.T. sogar unter Herstellungspreis verkauft hat. Selbst die aktuellen Battlemage Karten liegen 30-40%(je nach Game/Engine) hinter einer 9060 XT oder 5060TI. Und kann auch nur 10 bzw. 12gig VRAM anbieten. Da bleibt dann nur der Preisvorteil, den die Kundschaft nicht annimmt. Und das gilt weltweit insbesondere China. Wo eigentlich ein riesiger Markt besteht auf Grund der hohen Verbreitung von "Internet Cafes/Gaming Houses".
RD frisst halt richtig Kohle. So auch der Treibersupport. Das was noch in der Pipeline ist wird überdacht und am Ende wohl gecancled werden.
Bei den künftigen Grafikkarten wiederum stellt sich die Frage der Berechnung und des Zeitplans: Treiber und Entwicklung sind keine Stückkosten und werden für IGPs größtenteils ohnehin benötigt. Mit dem Rest könnte Intel mittelfristig in gewinnbringende Regionen kommen – wenn sie die Dinger endlich mal rechtzeitig rausbringen. Wir haben jetzt Jahr vier nach der Ankündigung von Alchmist und dem Versprechen einer zügigen, eng getakteten Entwicklung mit ähnlichen Abständen zwischen den Generationen, wie bei CPUs. Für die damals noch "<12 Monate bis zur nächsten" suggeriert wurde. Mit einem 30-Monatsrythmus kann Intel natürlich auch direkt einpacken.
Der Bereich für Gaming GPUs wird dem Rotstift zum Opfer fallen müssen. Man gewinnt keine Marktanteile. Obwohl man z.T. sogar unter Herstellungspreis verkauft hat. Selbst die aktuellen Battlemage Karten liegen 30-40%(je nach Game/Engine) hinter einer 9060 XT oder 5060TI. Und kann auch nur 10 bzw. 12gig VRAM anbieten. Da bleibt dann nur der Preisvorteil, den die Kundschaft nicht annimmt. Und das gilt weltweit insbesondere China. Wo eigentlich ein riesiger Markt besteht auf Grund der hohen Verbreitung von "Internet Cafes/Gaming Houses".
RD frisst halt richtig Kohle. So auch der Treibersupport. Das was noch in der Pipeline ist wird überdacht und am Ende wohl gecancled werden.
Es ist ein Spannens Thema aber bleibt etwas dichter am Artikel; Danke!
Ob es eine gute Idee ist, sich aus der KI Entwicklung zurück zuziehen? Die Konkurrenz wird hier die meiste Energie investieren und so Intel weiter vom KI Markt drängen. Das wird langfristig den Aktionären nicht gefallen.
Beliebter ist das Kürzen in Lohnbereich, das Auslagern der Halbleiterfertigung und das Schließen des unbeliebten Grafikkarten-Sektors.
Abseits genannter AAA-Titel kann es aber schlechter aussehen.
Allein letztes Jahr kamen eine halbe Millionen neue Spieler Dazu.
Also es ist noch nicht so Relevant wie LOL, aber doch schon recht riesig.
Vorallem wegen den hohen hardware Anforderungen spielen nicht noch mehr das Spiel.
Ich kenne hundert Leute die es gern zocken würden, aber deren PC packt es nicht.
Wir sprechen hier immerhin schon von 24,4 Millionen Spielern die das Spiel gekauft haben.
Für so ein Leistungshungriges Spiel ist das schon heftig viel.
Ich würde sogar sagen etwas besser.
In CPU Lastigen Spielen aber weiterhin CPU Overheat verursachend.