Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

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Auch bei Intel gibt es personelle Veränderungen, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie es AMD aktuell erlebt. Intel-Chef Paul Otellini wird das Unternehmen früher als erwartet schon im Mai 2013 verlassen und sich dem Ruhestand widmen. Eigentlich ging man davon aus, dass der streitbare Boss bis 2015 im Amt bleibt und dann die Intel-Altersgrenze erreicht. Nun beginnt die Suche nach einem neuen Mann.

Für Intel bedeutet die Nachricht eine der größten personellen Veränderungen der vergangenen Jahre. Paul Otellini, seit 2005 an der Spitze des Chipriesen, wird das Unternehmen im Mai 2013 verlassen und in den Ruhestand gehen. Intel bestätigte dies gestern auf der Aktionärsvollversammlung. Die Fachwelt zeigt sich ein wenig überrascht von der Ankündigung, den eigentlich galt Otellini bis 2015 als gesetzt. Erst dann erreicht der heute 62-Jährige die von Intel selbst gesetzte Altersgrenze von 65 Jahren.

Einen Nachfolger konnte Intel gestern noch nicht nennen. Lediglich die Information, dass der Aufsichtsrat nun mit der Suche nach geeigneten Kandidaten beginnen wird, gab man heraus. Infrage kommen offenbar interne und externe Kandidaten. Ein halbes Jahr hat man nun Zeit. Anfang des Jahres rückte man bereits Stühle in den Reihen hinter Otellini, was unter anderem David Perlmutter zum Chef aller Produktabteilungen machte. Er gilt als heißer Kandidat für den Posten von Otellini.

Otellini trat seinen Posten bei Intel 2005 mit Abschlüssen in Wirtschaftswissenschaften an und war damit der erste Mann an der Spitze von Intel, der kein Ingenieursstudium hinter sich gebracht hat. Im Konzern gilt Otellini als strenger Regimentsführer. Öffentlich wurde dies unter anderem beim Streit mit Pat Gelsinger 2009, der eine Woche vor dem IDF ausbrach und der Gelsinger den Job kostete. Gelsinger selbst galt bis dahin als aussichtsreicher Kandidat für den Posten von Otellini.

Allerdings kann Otellini zahlreiche wirtschaftliche Erfolge für sich verbuchen. 107 Milliarden US-Dollar wurden in seiner Zeit eingenommen und Aktionäre freuten sich über 23,5 Milliarden US-Dollar an Dividende. Auch technisch war Intel in Otellinis Zeit höchst innovativ und erlebte den Verlust eines scharfen Konkurrenten; AMD stieg jüngst aus dem Wettrennen der schnellsten Prozessoren aus. Allerdings liefen manche Dinge auch nicht optimal. Den Smartphone- und Tablet-Markt hat man verschlafen und bis heute keinen ernsthaften Fuß in die Türe bekommen. Das führt dazu, dass der neue Intel-Chef gehörig unter Druck stehen wird. Trotz der wirtschaftlichen Erfolge war das vergangene Quartal für Intel-Verhältnisse schlecht. 14 Prozent Gewinnverlust, 5,5 Prozent Umsatzverlust und der schrumpfende Markt von x86-Prozessoren gilt es in den Griff zu bekommen. AMD wäre bei solchen Zahlen gewiss froh. Allerdings wissen die Texaner, wie man Grafikkarten baut – auch wenn die Sparte nur eingekauft ist.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Zitat von MaZe
        Oha, das wußte ich noch garnicht!
        kommt halt immer drauf an was man als Otellinis Zeit nimmt, er arbeitet schon seit den 70ern bei Intel in verschiedenen Positionen
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Zitat von MaZe
        Oha, das wußte ich noch garnicht!
        kommt halt immer drauf an was man als Otellinis Zeit nimmt, er arbeitet schon seit den 70ern bei Intel in verschiedenen Positionen
      • Von MaZe PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Zitat
        Auch technisch war Intel in Otellinis Zeit höchst innovativ...
        Oha, das wußte ich noch garnicht!
      • Von Payne6t6 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Als Rentner wird er sicherlich einer beratenden Tätigkeit nachgehen und so ein 6 stelliges Taschengeld erwirtschaften, der Arme...
      • Von bootzeit Volt-Modder(in)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Quatsch AMD kauft INTEL .
      • Von kühlprofi BIOS-Overclocker(in)
        AW: Intel-Chef Paul Otellini verlässt Chipriesen schon im Mai 2013

        Intel geht bald Konkurs
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